Moin!
Es gibt gewisse Dinge, die lassen sich einfach nicht auf einem "managed server" oder gar nur "Webspace" machen:
Managed heist ja nicht, dass alles gemacht wird.
Managed heißt, dass man an die (für mich) entscheidenden Sachen nicht rankommt, weil man dann ständig im Konflikt mit dem Managementsystem ist.
Und dass es als Extrawurst auch extra kostet, wenn man das doch irgendwie integrieren läßt.
Nein danke, dann doch lieber root sein und selber machen dürfen.
- Installation beliebiger CMS-Systeme, egal was die brauchen
beliebiger nicht, aber mit den meisten Sachen laufen inzwischen schon auch auf normalen Webspace.
Ja klar, was "nur" PHP/Perl/"sonst ein CGI" sowie eine Datenbank braucht, und den Rest über eine browsergeführte Installation hinkriegt, dass funktioniert meist auch auf normalem Webspace.
Wenn eigenständig Daemons im Hintergrund laufen sollen, sieht das anders aus.
Nur mal so rein interessehalber:
Was nutzt Ihr eigentlich für CMS für Eure Kunden?
Hängt davon ab, was die Kunden a) wollen, b) brauchen, c) schon haben oder d) sich anbietet.
Das beginnt bei "Marke Eigenbau" klein und billig, geht über "Contenido" (teilweise erstaunlich professionell, teilweise erschreckend unprofessionell) bis hin zu "Imperia" oder "Reddot" (wobei das auf einem Linux-Rechner nicht zu hosten ist, sondern zwingend Windows benötigt).
- Platz für "Hacks" und individuelle Konfigurationen
Mmh... stimmt!
Aber wieviel beherrschen solche Sachen wirklich gut und nutzen diese proffessionell.
Richtig. War ja aber auch nur als Argument pro Rootserver gedacht. Wer das nicht braucht, hat ein Argument weniger.
- Kein Ärger mit irgendeinem dummen Safe-Mode, Rechteproblemen oder mangelnder Performance
Performance vor allen Dingen wegen irgendwelchen Skriptkiddis die regelmässig irgendwelche 08/15 Skripte laufen lassen, ja sicher das ist ein Problem.
Und HTTP-Chats, und so... :)
Safe Mode OpenBaseDir und solch Zeug da gucke ich bisher sehr genau hin.
Damit will ich mich überhaupt nicht rumärgern, jedenfalls nicht bei mir "zu hause". :)
Ja klar, man kann auch DynDNS bemühen und sich so eine Kiste zuhause hinstellen. Macht vom Sicherheitsrisiko aber genau dasselbe her, und ist überdies noch wesentlich langsamer.
Zuhause hinstellen halte ich für nicht sehr ratsam, und auch noch viel zu teuer.
Jedenfalls wenn man damit 24/7 online sein muß. Als Testserver ist sowas natürlich problemlos möglich.
Wie seit Ihr eigentlich in der Haftung, was die Verfügbarkeit der Präsenzen von Kunden angeht?
Einfach keine Präsenzen selber hosten, bei denen das teuer werden könnte, und zu Problemen mit dem Kunden führt. :)
Es gibt große, wichtige Kunden, bei denen eine Site online sein _muß_, und es gibt kleine, preisorientierte Kunden, bei denen das nicht ganz so wichtig ist.
Von daher ist es vitales Eigeninteresse, sich keine Klötze ans Bein zu binden, weil Hosting keinesfalls Kerngeschäft ist, sondern bei Bedarf auch mit verkauft wird, weil der Server eh' da ist.
Bei Managed liegt es ja noch größten Teils in der Verantwortung des Providers.
Ansonsten müßt Ihr 24/7/365 Support liefern um die Verfügbarkeit beim Kunden zu gewährleisten?
Ich kann dir bestätigen: Nichts ist einfacher und schöner, als bei einem Windowsserver beim Dienstleister anzurufen und um Abhilfe zu ersuchen. Spart wirklich eigene Nerven.
Andererseits spart ein Linux-System ebenfalls Nerven, weil das einfach nicht von selbst kaputtgehen will. Insofern entstehen Downzeiten eigentlich nur, wenn jemand den Strom abschaltet.
Und außerdem: 24/7/356 Support kriegt man bei ernsthaften Hostern auch nur, wenn man einen entsprechenden Servicelevel vereinbart hat. Ansonsten ist auch dort nur "während der Bürozeit" Dienst - und die Priorität des Tickets möglicherweise auch nur "normal" oder "niedrig", nicht "ultra-urgent". Ist eben alles eine Frage, wieviel man bezahlen will.
- Sven Rautenberg
Among the maxims on Lord Naoshige's wall, there was this one: "Matters of great concern should be treated lightly."
Master Ittei commented, "Matters of small concern should be treated seriously."
(Hagakure: The Way of the Samurai)