Hallo Fabian
Das habe ich mittlerweile auch bemerkt ;-) Es fehlen eine Reihe ziemlich wichtiger Optionen, wie z.B. die Möglichkeit der erweiterte Dateifreigabe.
Erweitert ist gut, für mich ist das die normale Freigabe und
[ ] Einfache Dateifreigabe verwenden (empfohlen)
ist eines der vielen Häkchen, die im Explorer zuerst umgestellt werden. Naja, meine Einstellungen sind beinahe das Komplement der Standardeinstellungen :-)
In der c't, Ausgabe 10, ist ein Artikel, wie Du die Dateizugriffsrechte doch erhältst, erfordert allerdings einen Patch einer Systemdatei plus Einrägen in der Registry. Im Artikel steht zwar ein Hinweis auf ein kleines Programm, das es per Softlink geben soll, aber bei heise habe ich nichts davon gefunden :-( Wenn Du interessiert bist, kann ich eine Kurzbeschreibung wiedergeben.
Aber leider habe ich keinen Einfluss auf die Wahl des OS, da es sich um das Netzwerk eines Freundes von mir handelt.
Ja ja, die Freunde. Du hättest ihn besser beraten sollen. *fg*
Mittlerweile habe ich auf dem Win XP Home und Professional einen eingeschränkten User "test" mit dem Passwort "1234" erstellt.
Toller Begriff, "Eingeschränke User", das sind ganz normale Benutzer. Was man bei einer normalen Installation von CD (ohne Anpassungsdatei) anlegen _muss_, sind Superuser, Administratoren. Du solltest vielleicht einmal die Art der Benutzeranmeldung umstellen.
Daraufhin habe ich noch jeweils als Administrator die "Eigene Dateien" freigegeben, beide Rechner heruntergefahren, neu gestartet und mich jeweils mit "test" und "1234" angemeldet.
Weder das Anlegen von Benutzern, noch die Freigabe von Ordnern erfordern einen Neustart. Änderungen der Benutzerrechte machen sich jedoch erst nach einer erneuten Anmeldung bemerkbar. Mit Benutzerrechten meine ich hier _nicht_ Berechtigungen, auf Dateien oder Ordner zuzugreifen, sondern z.B. das Hinzufügen zu einer weiteren Gruppe o.ä.
In der Netzwerkumgebung erscheinen nun "herakles" und "zeus" - beide befinden sich in der Arbeitsgruppe HOMENETZ.
In welchen Arbeitsgruppen sich die Rechner befinden ist entgegen weitverbreiteter Ansicht völlig irrelevant. Die Namensauflösung, das sind übrigens NetBIOS-Namen, ist eine (fast) ganz andere Geschichte. Falls da Fragen auftauchen, nur zu.
Der Zugriff von XP Home auf XP Prof funktioniert (ich sehe die freigegebenen Dateien),
Sehen heisst noch lange nicht zugreifen dürfen. Bei Windows sind das zwei verschiedene Berechtigungen (Browse und Read).
jedoch nicht anders herum, da ich dabei die Fehlermeldung bekomme, die ich im Ausgangsposting geschrieben habe.
Sieht so aus, als würde dem Benutzer das Browse-Recht fehlen.
Auch auf dem Win98-Rechner existiert ein Benutzer "test" mit Kennwort "1234", welchen ich in der Systemsteuerung --> Benutzer angelegt habe, jedoch wird noch immer ein IPC$ Passwort verlangt. Im Moment versuche ich jedoch erst, das Netzwerk zwischen den XP-Rechner hinzubekommen, dann wende ich mich diesem Fall zu :-)
Es ist irrelevant, ob der Benutzer in der Systemsteuerung "existiert", Du musst Dich als genau _der_ Benutzer anmelden. Du kannst Dich nicht als Benutzer X an Win9x anmelden und Dich dem NT-ähnlichen Betriebssystem als Benutzer U ausgeben. Dagegen kann Benutzer X von Rechner A als Benutzer U von Rechner B auf Ressourcen von Rechner B zugreifen, sofern Benutzer U das Recht hat, über das Netzwerk auf diese Ressourcen zuzugreifen.
Dass dies so schwierig/umständlich werden würde, hätte ich nicht gedacht. Bisher habe ich bei mir zu Hause nur mit WinXP Prof sowie Samba und NFS auf SuSE und Gentoo gearbeitet und das klappte alles gleich auf Anhieb ohne Probleme.
Die Benutzerrechte von NT-ähnlichen-Betriebssystemen ist durchaus komplex und kann sehr fein eingestellt werden. Ein wichtiger Grundsatz dabei ist, dass man Rechte normalerweise nicht Benutzern erteilt, sondern Gruppen. Wenn ein Benutzer ein bestimmtes Recht benötigt, so fügt man ihn der entsprechenden Gruppe hinzu. Viele Probleme in der Praxis resultieren aus der Missachtung dieses Grundsatzes.
Das Prinzip der ACL (Access Control List) verbreitet sich übrigens zunehmend auch in der Linux-Welt, weil heute das traditionelle Unix-Rechtesystem nicht mehr ausreichend ist. Ich weiss, dass Christian Kruse sich im Forum mehrfach zu dieser Thematik geäußert hat.
Freundliche Grüße
Vinzenz