Marc Reichelt: Verfassungsklage gegen GEMA-Gebühren für den PC

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Verfassungsklage gegen GEMA-Gebühren für den PC

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      Verfassungsklage gegen GEZ-Gebühren für den PC

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                  Die Sendung mit der Maus

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    Verfassungsklage gegen GEZ-Gebühren für den PC

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      Was passiert eigentlich, wenn man sich weigert?

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Hallo an alle,

heute auf FAZ.NET:
"Private Verfassungsklage gegen Rundfunkgebühren für Computer"

Darin wird beschrieben, dass einige Privatleute nun eine Verfassungsklage eingereicht haben, um gegen die GEMA-Gebühren für den PC vorzugehen.
Nach dem achten Rundfunkänderungsstaatsvertrag (PDF) werden ab dem 1. Januar 2007 alle PCs gebührenpflichtig, die an das Internet angeschlossen sind - und dagegen wollen diese Leute nun vorgehen.

Meiner Meinung nach geht uns diese Richtlinie alle etwas an.
Unterstützen kann man die Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler, die am 18. März 2006 gegründet wurde, unter anderem durch Spenden.

Grüße

Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/

--
Linux is like a wigwam - no windows, no gates and an Apache inside!
Selfcode: ie:{ fl:| br:> va:} ls:< fo:} rl:( n4:( ss:) de:> js:| ch:? sh:| mo:) zu:)
http://emmanuel.dammerer.at/selfcode.html
  1. Hi,

    Verfassungsklage gegen Rundfunkgebühren [...] um gegen die GEMA-Gebühren

    Geht es jetzt um Rundfunkgebühren (die von der GEZ eingetrieben werden) oder um GEMA-Gebühren?
    Das sind 2 vollkommen verschiedene Dinge ...

    cu,
    Andreas

    --
    Warum nennt sich Andreas hier MudGuard?
    Schreinerei Waechter
    O o ostern ...
    Fachfragen unaufgefordert per E-Mail halte ich für unverschämt und werde entsprechende E-Mails nicht beantworten. Für Fachfragen ist das Forum da.
    1. Hallo MudGuard,

      Verfassungsklage gegen Rundfunkgebühren [...] um gegen die GEMA-Gebühren

      Geht es jetzt um Rundfunkgebühren (die von der GEZ eingetrieben werden) oder um GEMA-Gebühren?
      Das sind 2 vollkommen verschiedene Dinge ...

      Wahh - ich meine natürlich GEZ-Gebühren.

      Grüße

      Marc *duck* Reichelt || http://www.marcreichelt.de/

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  2. Ich persönlich zahle lieber an die GEZ, als an jede andere staatliche Organisation. Man kann sich ja über die Höhe und Verwendung der Beiträge streiten - prinzipiell kann ich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk aber viel abgewinnen, ohne den Fernsehen und Radio doch arg an Qualität einbüßen würden. Man denke nur an die vielen hochwertigen Dokus, die Filmförderung ("kleines Fernsehspiel" etc.) oder die aufwändigen Internetanbote. Weiß der Himmel, was die Rundfunkanstalten darüber hinaus an gesellschaftlichen Events alles unterstützen (Bildungsangebote etc.).

    Das ist m.E. gut angelegtes Geld. Selbst wenn ich das doppelte an Premiere überweisen würde, bekäme ich nur einen Bruchteil dieses Informations- und Unterhaltungs-Potpourries. Warum soll ich mich darüber also aufregen? Da wird mir an anderen Stellen wesentlich mehr aus der Tasche gezogen und für wesentlich unsinnigere Dinge ver(sch)wendet.

    Ich fände ja eine ehrliche Gebührenerhöhung besser als diesen fragwürdigen Umweg über PCs. Hier gehts leider eher um technische Möglichkeiten, nicht aber um die faktische Mediennutzung der Gebührenzahler. Der Computer ist nun mal kein Radio und auch kein Fernseher. Ganz absurd wird das natürlich in punkto Mobiltelefone.

    Mir würden also tausend bessere Verwendungszwecke für mein Geld einfallen, bevor ich es diesem Verein von Knauserköppen spende.

    Cheer
    Cervantes

    1. Weiß der Himmel, was die Rundfunkanstalten darüber hinaus an gesellschaftlichen Events alles unterstützen

      Fußballweltmeisterschaft!

      Mathias

      1. Fußballweltmeisterschaft!

        Ja sicher, das Wichtigste überhaupt. ;-)

        Wenn sie jetzt noch Kerner und Beckmann als Kommentatoren absetzen, zahl ich sogar für mein olles Handy.

        Cheers
        Cervantes

      2. Moin!

        Weiß der Himmel, was die Rundfunkanstalten darüber hinaus an gesellschaftlichen Events alles unterstützen
        Fußballweltmeisterschaft!

        das wäre wirklich so ziemlich das letzte, was ich unterstützen möchte - die Fußball-WM (Profi-Fußball allgemein) geht mir sowas von am A**** vorbei!

        Schönes Wochenende,
         Martin

        --
        Wenn zwei dasselbe tun, sind sie vielleicht bald zu dritt.
    2. Hallo,

      deine ausführliche Darstellung ist ja interessant, auch wenn sie sich mit meiner Meinung nicht unbedingt deckt, aber du widersprichst dir doch selbst:

      Ich persönlich zahle lieber an die GEZ, als an jede andere staatliche Organisation. [...]
      Mir würden also tausend bessere Verwendungszwecke für mein Geld einfallen, bevor ich es diesem Verein von Knauserköppen spende.

      Man kann sich ja über die Höhe und Verwendung der Beiträge streiten - prinzipiell kann ich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk aber viel abgewinnen, ohne den Fernsehen und Radio doch arg an Qualität einbüßen würden.

      Das sehe ich umgekehrt. Wann gab es zum letzten Mal einen richtig guten Kinofilm auf ARD oder ZDF? Ja, die muss man mit der Lupe suchen. Da bin ich bei RTL oder Pro7 besser bedient.

      Man denke nur an die vielen hochwertigen Dokus, die Filmförderung ("kleines Fernsehspiel" etc.) oder die aufwändigen Internetanbote.

      Gääähn.

      Weiß der Himmel, was die Rundfunkanstalten darüber hinaus an gesellschaftlichen Events alles unterstützen (Bildungsangebote etc.).

      Das wissen wir in der Tat nicht. Ich habe zumindest noch nicht davon gehört oder gelesen, dass eine Bildungsveranstaltung von ARD oder ZDF unterstützt würde.

      Ich fände ja eine ehrliche Gebührenerhöhung besser als diesen fragwürdigen Umweg über PCs.

      Nö. ich fände es besser, gleiches Recht für alle (Rundfunk- und Fernsehsender) zu fordern: Sollen doch bitte ARD und ZDF auch selbst für ihren Finanzhaushalt sorgen, anstatt dass sie vom Staat über eine Zwangsabgabe geschmiert werden.

      Der Computer ist nun mal kein Radio und auch kein Fernseher. Ganz absurd wird das natürlich in punkto Mobiltelefone.

      ACK. Ein Backofen ist auch keine Raumheizung, obwohl man ihn zur Not auch dafür nutzen könnte.

      Schönes Wochenende noch,
       Martin

      --
      Zwischen Leber und Milz
      passt immer noch'n Pils.
      1. Hello out there!

        Wann gab es zum letzten Mal einen richtig guten Kinofilm auf ARD oder ZDF? […] Da bin ich bei RTL oder Pro7 besser bedient.

        Da nerven aber die Werbeunterbrechungen. Da bin ich mit einer gekauften oder geliehenen DVD besser bedient. Und natürlich mit einem Kinobesuch.

        Sollen doch bitte ARD und ZDF auch selbst für ihren Finanzhaushalt sorgen

        Also Werbeunterbrechungen auch dort?

        See ya up the road,
        Gunnar

        --
        “Remember, in the end, nobody wins unless everybody wins.” (Bruce Springsteen)
        1. Hi Gunnar,

          Wann gab es zum letzten Mal einen richtig guten Kinofilm auf ARD oder ZDF? […] Da bin ich bei RTL oder Pro7 besser bedient.

          Da nerven aber die Werbeunterbrechungen. Da bin ich mit einer gekauften oder geliehenen DVD besser bedient. Und natürlich mit einem Kinobesuch.

          Dito! Diese Werbeunterbrechungen kann ich mittlerweile auch nicht mehr ab - und da wundert man sich, wenn die Menschen vom lauter Werbung-gucken dumm werden?!?

          Nein, da gucke ich mir lieber einen James Bond Film (heute abend kommen übrigens zwei auf ARD ;-) an, der mag zwar schon was älter sein, dafür ist er werbefrei und ich muss nicht zu den 2 Stunden Film noch eine halbe Stunde Werbung sehen.

          Sollen doch bitte ARD und ZDF auch selbst für ihren Finanzhaushalt sorgen

          Also Werbeunterbrechungen auch dort?

          Nein. Allerdings finde ich, dass die öffentlich-rechtlichen bei Spielfilmen abends, die anderthalb Stunden oder länger dauern zwischendurch einmal eine drei bis fünf-minütige (Werbe-) Pause machen könnten - so eine Art "Pinkelpause" ;-)

          MfG, Dennis.

        2. Hallo Gunnar,

          Da nerven aber die Werbeunterbrechungen.

          im Gegenteil. Man gewöhnt sich dran und weiß sie irgendwann zu schätzen. (*)

          Da bin ich mit einer gekauften oder geliehenen DVD besser bedient.

          Das steht außer Frage. Da kann ich unterbrechen, wann *ich* es will, oder auch nicht.

          Und natürlich mit einem Kinobesuch.

          Das ist mir für das bisschen mehr an "Atmosphäre" oder einen besseren Sound zuviel Aufwand und zu unbequem. Kinosessel sind meistens eng, ich hab kaum Platz für die Füße, ich kann mich nicht rumräkeln, wie ich gerade möchte, und ich ziehe den Groll anderer Zuschauer auf mich, wenn ich mit meinem Sitznachbarn über die gerade gezeigte Szene flachse. Dann lieber ein gemütlicher Videoabend zuhause.

          Außerdem ist mir ein Kinobesuch entschieden zu teuer im Vergleich zum Kauf einer DVD: Viele DVD-Videos sind kaum teurer als ein Kinobesuch. Außerdem bringt mir kein Kino in meiner Umgebung Filme im Originalton (okay, das Fernsehen leider auch viel zu selten). Und wenn mir ein Film wirklich gefällt, dann sehe ich ihn auch mehrmals an. Vielleicht zweimal, vielleicht auch dreimal in den ersten paar Wochen nach dem Kennenlernen, und dann im Abstand von ein paar Monaten oder auch Jahren immer mal wieder.

          Sollen doch bitte ARD und ZDF auch selbst für ihren Finanzhaushalt sorgen
          Also Werbeunterbrechungen auch dort?

          Klar, warum nicht? Dann (*) hat man wenigstens Gelegenheit, mal schnell pinkeln zu gehen, ein frisches Bier zu holen, oder mal schnell zu kucken, ob es hier im Forum was interessantes Neues gibt.

          Schönen Tag noch,
           Martin

          --
          Der Gast geht solange zum Tresen, bis er bricht.
      2. gudn tach!

        vorab: ich habe zur zeit gar keinen fernseher mehr, zahle deswegen auch keine gez-gebuehren dafuer, aber glaube trotzdem noch mitreden zu koennen.

        Das sehe ich umgekehrt. Wann gab es zum letzten Mal einen richtig guten Kinofilm auf ARD oder ZDF? Ja, die muss man mit der Lupe suchen. Da bin ich bei RTL oder Pro7 besser bedient.

        in punkto spielfilme: ack
        aber es geht ja imho vor allem um die sachen, die eben von den privaten, wohl aus kommerziellen gruenden, voellig vernachlaessigt werden und bei privatisierung/abschaffung der oeffentlich-rechtlichen aussterben wuerden.

        gescheite nachrichten-sendungen gibt es anscheinend im fernsehen kaum noch bis nicht mehr. aber tagesschau, tagesthemen, weltspiegel und auch die arte-news sind immerhin noch um laengen weniger schlecht als das, was rtl II und die anderen als nachrichten bezeichnen.
        gleiches gilt fuer wissenschaftssendungen. es kommt eigentlich fast nur schrott, aber nano, quarks und co., ... _moechten_ immerhin im gegensatz zu den privaten dingern ein wenig anspruch in ihre berichte und darstellungen bringen.

        ach, und kann sich jemand die sendung mit der maus auf einem privaten sender noch so vorstellen, dass sie nicht darunter leidet? ich nicht.

        wie bereits erwaehnt geht es ja nicht nur um ard und zdf, denn z.b. 3sat, arte und br-alpha profitieren ebenfalls von diesen gebuehren. in deren programmen sind recht viele sendungen enthalten, die zwar nur von kleinen minderheiten angeschaut werden - was bedeutet, dass man in den privaten mit der lupe danach suchen muss -, aber da machen wenigstens nicht _fast_alle_[1] sendungen dumm und erfordern, dass der zuschauer das hirn abschaltet.

        soweit so gut, was ich aber an dem oeffentlich rechtlichen system kritisiere ist, dass die zahlen nicht offengelegt werden, wohin wieviel geld fliesst. (oder irre ich mich da? ich gebe zu, dass ich noch nicht besonders exzessiv danach gesucht habe.)
        ich vermute, dass diejenigen sendungen, mit denen man versucht, die zuschauerzahlen nicht voellig ins bodenlose fallen zu lassen, also fussball-wm, wetten dass...?, volkmusik-kram etc.[2] am meisten geld verschlingen. und dann haben doch die mehrheiten (oder grossen minderheiten) wieder am meisten davon.

        die andere seite ist das interesse der zuschauer, den kopf zu benutzen. die meisten wollen das anscheinend naemlich gar nicht und bekommen vermoege mangelnder kritikfaehigkeit zudem vom fernsehen suggeriert, dass sie es auch gar nicht braeuchten. ein teufelskreis.
        sendungen wie z.b. telekolleg werden imho meist ziemlich unterschaetzt, sind aber mittlerweile in grossen teilen richtig gut geworden und erzaehlen nicht soviel bullshit wie diese entertainment-pseudo-wissenschaftssendungen, die seit einiger zeit bei den privaten gezuechtet werden, sondern mehr hintergruendiges.
        dabei muesste sowas (wie telekolleg) doch eigentlich regen zulauf finden. nach einer folge telekolleg wuerden ploetzlich 50 folgen "wissens-show" ueberfluessig werden, weil man die theoretische basis verstanden hat und die zusammenhaenge kennt. man haette dann eigentlich viel mehr freizeit.
        aber vielleicht moechte man diese freizeit gar nicht haben und vielleicht haben die leute auch einfach angst davor, zusammenhaenge zu verstehen und dann nicht mehr 100 mal ueber den eigentlich gleichen effekt staunen zu koennen...

        Nö. ich fände es besser, gleiches Recht für alle (Rundfunk- und Fernsehsender) zu fordern: Sollen doch bitte ARD und ZDF auch selbst für ihren Finanzhaushalt sorgen, anstatt dass sie vom Staat über eine Zwangsabgabe geschmiert werden.

        je nach dem, wie das durchgefuehrt wuerde, wuerden die sender nach kurzer zeit insovenz anmelden muessen oder ihr niveau soweit senken, bis sie bei den privaten angelangt sind: reines unterhaltungsfernsehen, ohne den anspruch zu informieren.

        Der Computer ist nun mal kein Radio und auch kein Fernseher. Ganz absurd wird das natürlich in punkto Mobiltelefone.

        ACK. Ein Backofen ist auch keine Raumheizung, obwohl man ihn zur Not auch dafür nutzen könnte.

        psscht, nicht so laut. du weisst nie genau, wer das alles mitliest. ;-)

        prost
        seth

        [1] um nicht zu schwarz-weiss-malerisch zu erscheinen, moechte ich noch darauf hinweisen, dass auch auf den oeffentlich rechtlichen viel mist praesentiert wird/wurde (z.b. das c't magazin oder noch  schlimmer: die knoff-hoff-show).

        [2] soaps gehoeren zwar ebenfalls zu den quotenhebern, sind aber vermutlich nicht besonders teuer (sondern bringen ja vielleicht sogar eher zusaetzliche einnahmen durch die werbung?).

        1. sendungen wie z.b. telekolleg werden imho meist ziemlich unterschaetzt, sind aber mittlerweile in grossen teilen richtig gut geworden und erzaehlen nicht soviel bullshit wie diese

          Noch einer der den Wert dieser Sendereihen erkannt hat ;-)
          (die übrigens schon immer gut war auch wenn nicht alles interessant ist/war [Englisch in den ersten Semester hatte ich mir immer erspart].)

          Wann läuft denn Telekolleg noch?

          Meines Wissens morgens um sechs aber nicht mehr auf allen dritten (ahh, ich seh grad, nur noch auf Bayern 3 - eh einer der interessantesten dritten).

          Struppi.

          1. gudn tach!

            sendungen wie z.b. telekolleg werden imho meist ziemlich unterschaetzt, sind aber mittlerweile in grossen teilen richtig gut geworden und erzaehlen nicht soviel bullshit wie diese

            Noch einer der den Wert dieser Sendereihen erkannt hat ;-)
            (die übrigens schon immer gut war auch wenn nicht alles interessant ist/war [...].)

            ja, schon, aber ich fand in einigen der ganz alten sendungen die moderatoren zu trocken und steif. da musste man schon a priori eine grosse begeisterung fuers thema mitbringen. naja, aber das holt ja fuer den bayrischen rundfunk der Lesch alles wieder auf. ;-)

            Wann läuft denn Telekolleg noch?

            Meines Wissens morgens um sechs aber nicht mehr auf allen dritten (ahh, ich seh grad, nur noch auf Bayern 3 - eh einer der interessantesten dritten).

            bfs und br-alpha. genaueres: http://www.br-online.de/wissen-bildung/telekolleg/informationen/sendetermine.shtml.

            prost
            seth

          2. sendungen wie z.b. telekolleg werden imho meist ziemlich unterschaetzt, sind aber mittlerweile in grossen teilen richtig gut geworden und erzaehlen nicht soviel bullshit wie diese

            Noch einer der den Wert dieser Sendereihen erkannt hat ;-)

            Ich find das auch prima. Erinnere man sich nur an den staubtrockenen Dr. Pascoe (Englisch).

            Ich kann mich übrigens glücklich schätzen, sowohl von Pascoe, als auch von Lesch (Astro-Physik) persönlich unterrichtet worden zu sein. Wobei Lesch ein ziemlicher Labersack ist und der skurrile Pascoe einfach nur den Vogel abschießt. Allein für den haben sich all meine GEZ-Gebühren schon gelohnt. ;-))))

            Salut
            Cervantes

        2. Hallo,

          Das sehe ich umgekehrt. Wann gab es zum letzten Mal einen richtig guten Kinofilm auf ARD oder ZDF? Ja, die muss man mit der Lupe suchen. Da bin ich bei RTL oder Pro7 besser bedient.
          in punkto spielfilme: ack

          gut, immerhin *eine* Übereinstimmung.

          gescheite nachrichten-sendungen gibt es anscheinend im fernsehen kaum noch bis nicht mehr. aber tagesschau, tagesthemen, weltspiegel und auch die arte-news sind immerhin noch um laengen weniger schlecht als das, was rtl II und die anderen als nachrichten bezeichnen.

          Auch da stimme ich zu. Die Tagesschau ist auch für mich so ziemlich der einzige Grund, regelmäßig das Erste einzuschalten.

          gleiches gilt fuer wissenschaftssendungen. es kommt eigentlich fast nur schrott, aber nano, quarks und co., ... _moechten_ immerhin im gegensatz zu den privaten dingern ein wenig anspruch in ihre berichte und darstellungen bringen.

          Naja, "Planetopia" (RTL) finde ich recht brauchbar; "Clever" (ebenfalls RTL) bringt ein bisschen Wissen rüber, ist aber in erster Linie auf Effekthascherei ausgelegt; die diversen Reisemagazine (vor allem VOX) finde ich manchmal hochinteressant. Dagegen kann ich auf Langweiler wie Plusminus, Kontraste, Sportstudio, WISO etc. gern verzichten.
          Von den Sendungen, die du erwähnt hast ("nano, quarks und co.") habe ich noch nie gehört. Ich hab sie auch in der Programmzeitschrift nicht gefunden, nachdem ich jetzt die letzten zwei Wochen nochmal intensiv durchgesehen habe.

          Ganz fürchterlich sind allerdings die meisten Nachmittagssendungen (Soaps, Talkshows, Gerichtssendungen), da macht es auch absolut keinen Unterschied, welchen Kanal man da gerade kuckt.

          ach, und kann sich jemand die sendung mit der maus auf einem privaten sender noch so vorstellen, dass sie nicht darunter leidet? ich nicht.

          Komisch. Ich fand sie als Acht- bis Zehnjähriger schon doof und primitiv, und daran hat sich bis heute nichts geändert.

          wie bereits erwaehnt geht es ja nicht nur um ard und zdf, denn z.b. 3sat, arte und br-alpha profitieren ebenfalls von diesen gebuehren.

          Ja, aber die gehören ja ebenfalls zur ARD.

          sendungen wie z.b. telekolleg werden imho meist ziemlich unterschaetzt, sind aber mittlerweile in grossen teilen richtig gut geworden ...

          Ja, da ist Telekolleg aber auch eine rühmliche Ausnahme.

          [...] wuerden die sender nach kurzer zeit insovenz anmelden muessen oder ihr niveau soweit senken, bis sie bei den privaten angelangt sind: reines unterhaltungsfernsehen, ohne den anspruch zu informieren.

          Genau das, nicht mehr und nicht weniger, erwarte ich vom Fernsehen: Es ist für mich in erster Linie ein Unterhaltungsmedium. Dass sie einem z.B. in Form der Tagesschau auch noch aktuelle Nachrichten bequem ins Haus liefern, ist eine angenehme Dreingabe. Trotzdem ärgert es mich gelegentlich, wenn wegen eines dämlichen Fußballspiels die Tagesschau mal ausfällt.

          oder noch schlimmer: die knoff-hoff-show).

          Die fand ich eigentlich immer ganz sehenswert: Interessantes aus Technik und Naturwissenschaft unterhaltsam verpackt.

          So long,
           Martin

          --
          Lieber eine Fliege im Porzellanladen
          als ein Elefant in der Suppe.
          1. Hallo Martin,

            Naja, "Planetopia" (RTL) finde ich recht brauchbar; "Clever" (ebenfalls RTL) bringt ein bisschen Wissen rüber,

            Beide laufen übrigens auf Sat1. ;-) Und Clever ist in der Tat ganz nett, aber Planetopia - nun, ich schaue das, wenn ich mal was zum Lachen haben will (insbesondere, wenn sie über Computer sprechen).

            Viele Grüße,
            Christian

            1. Hallo,

              Naja, "Planetopia" (RTL) finde ich recht brauchbar; "Clever" (ebenfalls RTL) bringt ein bisschen Wissen rüber,
              Beide laufen übrigens auf Sat1. ;-)

              ups, erwischt. ;-)
              Die beiden schmeiße ich aber immer wieder durcheinander.

              Planetopia - nun, ich schaue das, wenn ich mal was zum Lachen haben will (insbesondere, wenn sie über Computer sprechen).

              Okay, von derartigen Themen sollten sie vielleicht die Finger lassen; da habe ich mich auch schon manches Mal veräppelt gefühlt.

              Ciao,
               Martin

              --
              Wenn alle das täten, wass sie mich können,
              käme ich gar nicht mehr zum Sitzen.
              1. Hallo Martin,

                Planetopia - nun, ich schaue das, wenn ich mal was zum Lachen haben will (insbesondere, wenn sie über Computer sprechen).

                Okay, von derartigen Themen sollten sie vielleicht die Finger lassen; da habe ich mich auch schon manches Mal veräppelt gefühlt.

                Nunja, auch bei anderen Themen fand ich die Recherchequalität belustigend - selbst für einen Laien wie mich. Nicht immer, aber oft.

                Viele Grüße,
                Christian

          2. gudn tach!

            gleiches gilt fuer wissenschaftssendungen. es kommt eigentlich fast nur schrott, aber nano, quarks und co., ... _moechten_ immerhin im gegensatz zu den privaten dingern ein wenig anspruch in ihre berichte und darstellungen bringen.

            Naja, "Planetopia" [...]finde ich recht brauchbar; "Clever" [...] bringt ein bisschen Wissen rüber, ist aber in erster Linie auf Effekthascherei ausgelegt;

            zu "planetopia" ist imho der beitrag von Christian vielsagend.
            ueber "clever" habe ich ein bissl was gelesen, habe mir knapp 10 minuten davon angeschaut und mal ein interview mit einem der macher/moderatoren gehoert.
            es scheint mir eine art fortsetzung von knoff-hoff zu sein. es wird ein vollkommen falsches bild von wissenschaftlern und deren arbeitsweise vermittelt. informieren moechte man den zuschauer bloss scheinbar, vielmehr wird einfach (uebertrieben formuliert) irgendwas in die luft gesprengt. das was dahintersteckt, wird halt beilaeufig und moeglichst kurz erwaehnt, man darf ja den zuschauer nicht aus seinem wachkoma ruetteln.

            die diversen Reisemagazine (vor allem VOX) finde ich manchmal hochinteressant.

            ich wollte auch nicht alles private verteufeln oder gar sagen, dass fernsehen nicht unterhalten duerfe, habe aber den eindruck, dass das privatfernsehen nichts anderes mehr tun moechte. das ist bei den oeffentlich rechtlichen imho noch nicht in so extremem mass ausgepraegt und ich vermute, dass das u.a. mit den gez-gebuehren zusammenhaengt (die nicht so stark vorhandene quotenabhaengigkeit wurde ja schon schon von Cervantes angesprochen).

            Dagegen kann ich auf Langweiler wie Plusminus, Kontraste, Sportstudio, WISO etc. gern verzichten.

            es ging mir eigentlich weniger um individuelle geschmacksrichtungen von dir oder mir, sondern mehr um das, was "die leute" so schauen, schauen wollen, um die unterschiede zwischen privat und nicht-privat und um die darin begruendete daseinsberechtigung der oeffentlich-rechtlichen sender.
            diesbzgl. haben sich mittlerweile allerdings schon Johannes und Cervantes so geaeussert, so dass ich hier nur noch den beiden zustimmen moechte.

            Von den Sendungen, die du erwähnt hast ("nano, quarks und co.") habe ich noch nie gehört. Ich hab sie auch in der Programmzeitschrift nicht gefunden, nachdem ich jetzt die letzten zwei Wochen nochmal intensiv durchgesehen habe.

            sorry, haette wohl explizit sagen sollen, dass das nicht auf ard oder zdf laeuft...
            haettest du mal besser _nicht_ nachgedacht, sondern einfach bei wikipedia "nano" eingegeben, waerst du rasch auf diesen artikel gestossen. ;-)
            und hier dann noch der artikel zu artikel zu quarks und co.

            Ganz fürchterlich sind allerdings die meisten Nachmittagssendungen (Soaps, Talkshows, Gerichtssendungen), da macht es auch absolut keinen Unterschied, welchen Kanal man da gerade kuckt.

            ja, bei _diesen_ sendungen macht es auch _meiner_ meinung nach keinen unterschied. aber es macht einen unterschied welchen sender man zur _mittagszeit_ einschaltet. schau mal mittags bei arte oder 3sat ins programm (darauf gehe ich spaeter noch mal ein).
            diese soaps sind afais sehr populaer. sieh es positiv: wuerde sowas nicht auch mal im oeffentlich-rechtlichen kommen, waeren die gebuehren womoeglich noch teurer, weil man den sendeplatz mit etwas anderem fuellen wuerde. und viel billiger geht wohl kaum noch, seit Antje gestorben ist. ;-)

            ach, und kann sich jemand die sendung mit der maus auf einem privaten sender noch so vorstellen, dass sie nicht darunter leidet? ich nicht.

            Komisch. Ich fand sie als Acht- bis Zehnjähriger schon doof und primitiv, und daran hat sich bis heute nichts geändert.

            "doof und primitiv" ist imho eine denkbar schlechte eigenschaftszuordnung fuer die maus. ich bin bestimmt nicht der einzige gewesen, der (im grundschulalter) dort erklaert bekam, was in tschernobyl passiert war und was eine kettenreaktion ist, wovon ich dann erst wieder was in der mittelstufe hoeren sollte.
            ich kenne auch akademiker, die erst von der maus auf imho vernuenftige weise erklaert bekamen, wie das internet funktioniert.
            es spricht fuer sich, dass sich unter den zuschauern ein grosser haufen an ingenieuren (und anderen wissenschaftlern) findet.
            und "Laut Welt am Sonntag vom 6. November 2005 beträgt das Durchschnittsalter der Zuschauer 39 Jahre." (quelle:wikipedia)

            dass die lachgeschichten nicht jedermanns sache sind, kann ich durchaus verstehen, aber die komplette sendung als "dumm und primitiv" zu bezeichnen, halte ich schlichtweg fuer falsch.
            ach da faellt mir gerade ein, dass "der kleine maulwurf" vor einigen jahren (als erste und einzige zeichentrickfigur) iirc einen tschechischen friedenspreis bekommen hatte, nicht fuer doofheit und primitivitaet.

            wie bereits erwaehnt geht es ja nicht nur um ard und zdf, denn z.b. 3sat, arte und br-alpha profitieren ebenfalls von diesen gebuehren.

            Ja, aber die gehören ja ebenfalls zur ARD.

            nein: http://de.wikipedia.org/wiki/3sat, http://de.wikipedia.org/wiki/arte.
            die ard haengt zwar mit drin, aber nicht alleine.

            aber ich meinte eh, wie ich gerade erst feststelle, mit "ard" den sender "das erste".

            sendungen wie z.b. telekolleg werden imho meist ziemlich unterschaetzt, sind aber mittlerweile in grossen teilen richtig gut geworden ...

            Ja, da ist Telekolleg aber auch eine rühmliche Ausnahme.

            ich versuche ja gerade zu sagen, dass es eben nicht nur ausnahmen sind, sondern dass sehr viele sendungen bei den privaten nicht oder nur in brachial verminderter inhaltlicher qualitaet praesentiert werden.

            [...] wuerden die sender nach kurzer zeit insovenz anmelden muessen oder ihr niveau soweit senken, bis sie bei den privaten angelangt sind: reines unterhaltungsfernsehen, ohne den anspruch zu informieren.

            Genau das, nicht mehr und nicht weniger, erwarte ich vom Fernsehen: Es ist für mich in erster Linie ein Unterhaltungsmedium. Dass sie einem z.B. in Form der Tagesschau auch noch aktuelle Nachrichten bequem ins Haus liefern, ist eine angenehme Dreingabe. Trotzdem ärgert es mich gelegentlich, wenn wegen eines dämlichen Fußballspiels die Tagesschau mal ausfällt.

            das fernsehen wird von mehrheiten gesteuert (und umgekehrt imho ebenfalls). und diese will nun mal sport sehen, soaps gucken, shows mit ihren stars und sternchen betrachen, gerichts-shows, comedy-shows, emo-talk-shows, bei denen sich freaks auf uebelste beschimpfen und mit dummheit prahlen oder wieder versoehnen...
            mittags kommt doch mittlerweile - wie du selbst sagst - nur noch so'n zeugs. halt! nicht ueberall. auf 3sat und arte und einigen dritten findet man auch mal kurzfilme, berichte ueber geschichte (auch mal ausserhalb europas und nicht in der zeit 1933-1945), oder etwas ueber kultur, ...

            oder noch schlimmer: die knoff-hoff-show).

            Die fand ich eigentlich immer ganz sehenswert: Interessantes aus Technik und Naturwissenschaft unterhaltsam verpackt.

            ja, und man bekommt nur die verpackung zu sehen.
            der inhalt wird teilweise voellig verschwiegen, teilweise nur allzu oberflaechlich erklaert und in manchen wenigen faellen erklaerte einem dann Bublath tatsaechlich mal ein bissl was. (es gibt leute, die sehen das noch extremer.)

            prost
            seth

            1. Moin,

              ueber "clever" habe ich ein bissl was gelesen, habe mir knapp 10 minuten davon angeschaut und mal ein interview mit einem der macher/moderatoren gehoert.

              och, ganz lustig und kurzweilig.

              es scheint mir eine art fortsetzung von knoff-hoff zu sein.

              Hm, vielleicht. Aber auf wesentlich komödiantischerem Niveau.

              es wird ein vollkommen falsches bild von wissenschaftlern und deren arbeitsweise vermittelt.

              Das stimmt allerdings, ja.

              ich wollte auch nicht alles private verteufeln oder gar sagen, dass fernsehen nicht unterhalten duerfe, habe aber den eindruck, dass das privatfernsehen nichts anderes mehr tun moechte.

              Und ich sagte, dass ich genau das gut und richtig finde.

              Von den Sendungen, die du erwähnt hast ("nano, quarks und co.") habe ich noch nie gehört. Ich hab sie auch in der Programmzeitschrift nicht gefunden, nachdem ich jetzt die letzten zwei Wochen nochmal intensiv durchgesehen habe.

              sorry, haette wohl explizit sagen sollen, dass das nicht auf ard oder zdf laeuft...

              Nee, ich habe auch die Spalten der "Dritten" durchgesehen. Aber natürlich erst ab 20.00 Uhr.

              aber es macht einen unterschied welchen sender man zur _mittagszeit_ einschaltet. schau mal mittags bei arte oder 3sat ins programm (darauf gehe ich spaeter noch mal ein).

              Beide kosten mich große Überwindung.

              Komisch. Ich fand sie als Acht- bis Zehnjähriger schon doof und primitiv, und daran hat sich bis heute nichts geändert.
              "doof und primitiv" ist imho eine denkbar schlechte eigenschaftszuordnung fuer die maus.

              Naja, die lehrreichen Geschichten sind ja schon okay, aber der gesamte Rahmen der Sendung, das Drumherum, ist völlig daneben - nicht kindlich, sondern einfach kindisch und lächerlich. Da werden die Kids nicht als mitdenkende Wesen behandelt (was viele in dem Alter schon sind), sondern als kleine Idioten. Wie gesagt: Damit meine ich nicht die Sachbeiträge selbst.

              nein: http://de.wikipedia.org/wiki/3sat, http://de.wikipedia.org/wiki/arte.
              die ard haengt zwar mit drin, aber nicht alleine.

              Mir war auch, als wäre 3sat vor vielen Jahren als sogenannter "Kulturkanal" von ARD und ZDF gemeinsam gegründet wurde. Ich dachte aber, dass die ARD hier der dominierende Part wäre. An arte stört mich schon allein die Tatsache, dass die Franzosen ihre Finger drin haben.

              aber ich meinte eh, wie ich gerade erst feststelle, mit "ard" den sender "das erste".

              Ach so.

              oder noch schlimmer: die knoff-hoff-show).
              Die fand ich eigentlich immer ganz sehenswert: Interessantes aus Technik und Naturwissenschaft unterhaltsam verpackt.
              ja, und man bekommt nur die verpackung zu sehen.
              der inhalt wird teilweise voellig verschwiegen, teilweise nur allzu oberflaechlich erklaert und in manchen wenigen faellen erklaerte einem dann Bublath tatsaechlich mal ein bissl was. (es gibt leute, die sehen das noch extremer.)

              Ein bisschen oberflächlich manchmal, ja. Aber erklärt wurden die Phänomene eigentlich immer. Joachim Bublath hat sogar ein bemerkenswertes Talent, komplizierte Sachverhalte in einfachen Worten für jedermann erklären zu können. Dass das für diejenigen, die sich ein bisschen auskennen, manchmal zu primitiv klingt, vielleicht auch lächerich, liegt in der Natur der Sache. Man kann z.B. den radioaktiven Zerfall eben nicht so erklären, dass der Kernphysiker und der Weingärtner gleichermaßen mit der Erklärung zufrieden sind.

              So, Formel 1 geht weiter,
               Martin

              --
              why the heck do you jerk think, that wir ein doppelposting nicht bemerken, wenn you zwischendurch the sprache wechselst?
                (wahsaga, http://forum.de.selfhtml.org/?t=110904&m=697006, leider nicht archiviert)
              1. Naja, die lehrreichen Geschichten sind ja schon okay, aber der gesamte Rahmen der Sendung, das Drumherum, ist völlig daneben - nicht kindlich, sondern einfach kindisch und lächerlich. Da werden die Kids nicht als mitdenkende Wesen behandelt (was viele in dem Alter schon sind), sondern als kleine Idioten. Wie gesagt: Damit meine ich nicht die Sachbeiträge selbst.

                Also mein dreijähriger Neffe darf nicht viel fernsehen. Die Sendungen die erlaubt und teilweise gewünscht sind:
                1. Sendung mit der Maus
                2. Sandmännchen
                3. Paul und Paula (ich glaube die sind ein Teil vom Sandmännchen)
                4. Wenn er sehr viele Sonnen auf seiner Tafel hat (so eine Art Belohnungssystem), darf er auch einmal in der Woche Sponge-Bob schaun.

                Was ich eigentlich sagen wollte: Die Sendung mit der Maus ist für ihn hochinteressant. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er die Sachgeschichten schon begreift. Früher habe ich die Maus auch gesehen - und wenn ich sie jetzt mit meinem Neffen anschaue, habe ich nicht das Gefühl, dass die Kinder als Idioten hingestellt werden. Im Gegenteil - gerade für kleinere Kinder sind auch die Lachgeschichten nett. Die Mischung machts ;) Kinder haben glaube ich nicht einen so hohen Anspruch an die Unterhaltung. Da ist es eben brüllend komisch wenn die Maus versucht ein Bild aufzuhängen, was nicht hängen bleiben will.

                liebe Grüße aus Berlin
                lina-

                --
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                1. Hi,

                  Die Sendungen die erlaubt und teilweise gewünscht sind:

                  1. Sendung mit der Maus
                    [...]
                    Was ich eigentlich sagen wollte: Die Sendung mit der Maus ist für ihn hochinteressant.

                  Tja, wie gesagt: Ich fand damals das "Rahmenprogramm" selbst ziemlich fad und dämlich, wobei ich mich frage, auf welche Altersgruppe die Sendung primär zielt. Zählen Kinder im Schulalter noch zum typischen Publikum? Ich hab sie erst kennengelernt, als ich schon in die Schule ging (davor hatten wir noch gar keinen Fernseher) und war damals schon der Ansicht, man hätte die an sich interessanten Beiträge auch etwas weniger "blöd" verpacken können.

                  Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er die Sachgeschichten schon begreift.

                  Mit drei Jahren? Ja, ich glaube, da sind Zweifel angebracht. Manches wird er vielleicht schon verstehen, aber sicher nur einen Teil.

                  Kinder haben glaube ich nicht einen so hohen Anspruch an die Unterhaltung. Da ist es eben brüllend komisch wenn die Maus versucht ein Bild aufzuhängen, was nicht hängen bleiben will.

                  Hm. Siehste, solche Sachen meinte ich beispielsweise. Als Sechs- bis Achtjähriger konnte ich darüber schon nicht mehr lachen.

                  Schönen Tag noch,
                   Martin

                  --
                  Der Alptraum jedes Computers:
                  "Mir war, als hätte ich gerade eine 2 gesehen."
                  1. moin Martin :)

                    Kinder haben glaube ich nicht einen so hohen Anspruch an die Unterhaltung. Da ist es eben brüllend komisch wenn die Maus versucht ein Bild aufzuhängen, was nicht hängen bleiben will.

                    Hm. Siehste, solche Sachen meinte ich beispielsweise. Als Sechs- bis Achtjähriger konnte ich darüber schon nicht mehr lachen.

                    Ich glaube da warst du schon in der falschen Altersgruppe ;) Ich habe eher den Eindruck, dass die Sendung auf Vorschulkinder abzielt - also eher zwischen 3 und 6 Jahren.

                    liebe Grüße aus Berlin
                    lina-

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              2. Hallo Martin,

                Naja, die lehrreichen Geschichten sind ja schon okay, aber der gesamte Rahmen der Sendung, das Drumherum, ist völlig daneben - nicht kindlich, sondern einfach kindisch und lächerlich. Da werden die Kids nicht als mitdenkende Wesen behandelt (was viele in dem Alter schon sind), sondern als kleine Idioten. Wie gesagt: Damit meine ich nicht die Sachbeiträge selbst.

                Diese Meinung steht dir natürlich frei. Allerdings glaube ich, dass du damit ziemlich alleine stehst. Ich habe mich weder als kleines Kind von der Sendung mit der Maus als Idiot behandelt gefühlt, noch habe ich beim Sehen der Sendung jetzt das Gefühl, dass hier jemand für dumm verkauft wird.

                Mir war auch, als wäre 3sat vor vielen Jahren als sogenannter "Kulturkanal" von ARD und ZDF gemeinsam gegründet wurde. Ich dachte aber, dass die ARD hier der dominierende Part wäre. An arte stört mich schon allein die Tatsache, dass die Franzosen ihre Finger drin haben.

                Inwiefern stört dich das?

                Schöne Grüße,

                Johannes

                --
                WM-Tippspiel: http://zeller-johannes.de/wmtipp/
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                1. Hallo Johannes,

                  Ich habe mich weder als kleines Kind von der Sendung mit der Maus als Idiot behandelt gefühlt, noch habe ich beim Sehen der Sendung jetzt das Gefühl, dass hier jemand für dumm verkauft wird.

                  das kommt wohl darauf an, an welche Altergruppe man denkt, wenn man die Sendung beurteilen will. Gestern hat mich lina- darauf hingewiesen, dass wohl in erster Linie das Kindergarten- und Vorschulalter gemeint ist, während ich die Sendung erst wesentlich später überhaupt kennengelernt habe.

                  An arte stört mich schon allein die Tatsache, dass die Franzosen ihre Finger drin haben.
                  Inwiefern stört dich das?

                  Ich habe generell eine starke, aber nicht rational erklärbare Abneigung gegen "die Franzosen" als Volk, als Nation. Das gilt *nicht* für einzelne Individuen, einzelne Menschen! Ich kenne eine Menge Franzosen persönlich und komme prima mit denen zurecht (zumindest wenn ich nicht auf meine Französischkenntisse angewiesen bin), betrachte sie aber in dem Moment nicht als Franzosen, sondern einfach als Menschen, denn wenn ich mit jemandem persönlich zu tun habe, ist mir seine/ihre Nationalität egal. Nette Leute gibt es überall, Ars******er auch, das hat nichts mit dem Heimatland zu tun.
                  Zum Teil gründet sich die Abneigung vielleicht auf die fürchterliche Sprache. Das sage ich nicht, weil ich in der Schule fünf Jahre lang Französisch hatte und die Sprache relativ schwer zu erlernen ist (das ist Deutsch für Ausländer auch), sondern weil sie für meinen Geschmack einfach scheußlich klingt. Spanisch, Italienisch, Englisch, Niederländisch, selbst Russisch klingt für mich angenehmer als Französisch. Vielleicht wehrt sich mein Unterbewusstsein auch dagegen, eine Sprache als solche zu akzeptieren, in der ein sinnvoller Fragesatz mit "Uää" (= "Où est...?", Wo ist...?) anfängt.

                  Schönen Tag noch,
                   Martin

                  --
                  Paradox ist, wenn jemand eingefleischter Vegetarier ist.
                  1. gudn tach!

                    Ich habe mich weder als kleines Kind von der Sendung mit der Maus als Idiot behandelt gefühlt, noch habe ich beim Sehen der Sendung jetzt das Gefühl, dass hier jemand für dumm verkauft wird.

                    das kommt wohl darauf an, an welche Altergruppe man denkt, wenn man die Sendung beurteilen will. Gestern hat mich lina- darauf hingewiesen, dass wohl in erster Linie das Kindergarten- und Vorschulalter gemeint ist[...]

                    was man ziemlich sicher nicht pauschal sagen darf, wenn man recht haben moechte. es sind nicht selten auch lachgeschichten dabei, die man als kleines kind nur teilweise oder gar nicht versteht oder einfach nicht so lustig findet, wie mit z.b. 20. dazu gehoert imho eckstein und krawinkel. und auch einige caept'n blaubaer-stories sind nur dann lustig, wenn man den walter-moers-humer bereits kennt, versteht und mag, sonst wirken sie oft (auch fuer kinder) plump.

                    An arte stört mich schon allein die Tatsache, dass die Franzosen ihre Finger drin haben.
                    Inwiefern stört dich das?

                    Ich habe generell eine starke, aber nicht rational erklärbare Abneigung gegen "die Franzosen" als Volk, als Nation.

                    das ist imho eine tautologie und als mind. halbwegs vernuenfig denkender mensch, sollte man auch in der lage zu sein, von solchem einem denken durch angewandte vernunft wegzukommen.
                    wenn du den klang (oder die grammatik, ...) einer sprache nicht magst, so wie manch anderer keine 12-ton-musik mag, dann ist nichts schlimmes. jedoch diese abneigung gleich auf alle sprecher jener sprache (obgleich nicht individuell, sondern "unpersoenlich") zu uebertragen ist imho ein fall fuer einen psychiater.

                    ich bitte das nicht als beleidigung zu verstehen, so ist es naemlich auch nicht gemeint.

                    prost
                    seth

                    1. Hallo seth,

                      Ich habe generell eine starke, aber nicht rational erklärbare Abneigung gegen "die Franzosen" als Volk, als Nation.

                      das ist imho eine tautologie und als mind. halbwegs vernuenfig denkender mensch, sollte man auch in der lage zu sein, von solchem einem denken durch angewandte vernunft wegzukommen.
                      wenn du den klang (oder die grammatik, ...) einer sprache nicht magst, so wie manch anderer keine 12-ton-musik mag, dann ist nichts schlimmes. jedoch diese abneigung gleich auf alle sprecher jener sprache (obgleich nicht individuell, sondern "unpersoenlich") zu uebertragen ist imho ein fall fuer einen psychiater.

                      Nein, du hast offensichtlich nicht verstanden, was ich mit dem ganzen Exkurs sagen wollte. Das mit der Sprache habe ich nur ins Spiel gebracht, weil es *ein* Aspekt für eine Erklärung dieser ansonsten nicht vernünftig begründbaren Abneigung sein könnte. Ich suche quasi selbst nach Gründen, die jemand anders möglicherweise auch nachvollziehen könnte. Du hast daraus eine Ursache-Wirkung-Konstellation gemacht, die ich so nicht meinte.

                      ich bitte das nicht als beleidigung zu verstehen, so ist es naemlich auch nicht gemeint.

                      Da bin ich ja beruhigt. :-)

                      Schönen Tag noch,
                       Martin

                      --
                      Wenn du beim Kochen etwas heißes Wasser übrig hast, friere es ein.
                      Heißes Wasser kann man immer gebrauchen.
                      1. gudn tach!

                        [...] Ich suche quasi selbst nach Gründen, die jemand anders möglicherweise auch nachvollziehen könnte. Du hast daraus eine Ursache-Wirkung-Konstellation gemacht, die ich so nicht meinte.

                        ok.
                        aber viel mehr gemeinsamkeiten als die sprache haben afaik die leute, die einer nation angehoeren, nicht (und oft ja nicht mal das). damit ist jegliche missgunst gegenueber einer kompletten nation aeh nun ja, also gelinde gesagt: nicht durchdacht.

                        hmm, vielleicht hilft es bei deinen ueberlegungen bzw. deiner suche, nach deiner abneigung:
                        haeufig identifiziert man eine kleine gruppe von leuten mit einem ganzen land, z.b. ist mit "die amis" oft nur George Bush und seine regierungs-leute gemeint. beim sport ist es eine identifizierung einer mannschaft oder eines spielers mit der nation, der er gerade angehoert, sogar oft gewollt.
                        solchen ansichten kann ich nix positives abgewinnen, aber sie sind gang und gaebe und groesstenteils wohl auch gesellschaftlich akzeptiert. und vielleicht ist es ja eine mixtur solcher sachen, die dich sagen laesst: "die franzose mag isch nedd!" aber falls es so waere, sollte dir doch auch klar sein, dass das bescheuert waere, oder? und sobald einem sowas klar ist, sollte es einem doch auch moeglich sein, das abzustellen.
                        ich bin sogar so naiv und sage: hass/neid/missgunst in jeglicher form sollten moeglichst immer durch vernunft herabgesetzt, ausgelacht und schliesslich annulliert werden.
                        puh, ist schon spaet.

                        prost
                        seth

                  2. Martin,

                    Ich habe generell eine starke, aber nicht rational erklärbare Abneigung gegen "die Franzosen" als Volk, als Nation. Das gilt *nicht* für einzelne Individuen, einzelne Menschen! Ich kenne eine Menge Franzosen persönlich und komme prima mit denen zurecht (zumindest wenn ich nicht auf meine Französischkenntisse angewiesen bin), betrachte sie aber in dem Moment nicht als Franzosen, sondern einfach als Menschen, denn wenn ich mit jemandem persönlich zu tun habe, ist mir seine/ihre Nationalität egal. Nette Leute gibt es überall, Ars******er auch, das hat nichts mit dem Heimatland zu tun.

                    Merkst du eigentlich nicht selber, was du für einen Stuss erzählst? Ich glaube, du solltest dir mal dringend darüber Gedanken machen, wie du deine psychischen Probleme in der Hinsicht bekämpfen kannst.

                    Johannes

                    --
                    WM-Tippspiel: http://zeller-johannes.de/wmtipp/
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                    1. Hallo Johannes,

                      Merkst du eigentlich nicht selber, was du für einen Stuss erzählst? Ich glaube, du solltest dir mal dringend darüber Gedanken machen, wie du deine psychischen Probleme in der Hinsicht bekämpfen kannst.

                      kannst du alle deine Vorlieben und Abneigungen rational erklären?
                      Dann tust du mir leid. Das heißt, du *hast* entweder keine Gefühle oder verleugnest sie. Ich weiß nicht, was schlimmer ist.

                      Gute Besserung,
                       Martin

                      --
                      Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben.
                      Aber warum bin ich ans Bett gefesselt?
                      1. Hi Martin

                        Merkst du eigentlich nicht selber, was du für einen Stuss erzählst? Ich glaube, du solltest dir mal dringend darüber Gedanken machen, wie du deine psychischen Probleme in der Hinsicht bekämpfen kannst.

                        Nein, das musst du nicht!

                        kannst du alle deine Vorlieben und Abneigungen rational erklären?
                        Dann tust du mir leid. Das heißt, du *hast* entweder keine Gefühle oder verleugnest sie. Ich weiß nicht, was schlimmer ist.

                        Richtig. Ich musste schmunzeln als ich dein "Franzosenposting" las. Mir ergeht es so mit Indien. Ich habe schon Zeit Lebens eine Abneigung gegen Indien. Trotz meiner Affinität zu Yoga. Aber Indien ist in meiner Vorstellung einfach nur geistlos und schmutzig (ich weiß, allein Yoga belegt schon das Gegenteil). Alle Bilder oder Filme mit noch so prachtvollen Bauten konnten mein Indienbild nicht revidieren. Afrika ist sicher auch in der Masse ein armer und schmutziger Kontinent, ist mir in vielen Aspekten fremd oder gar unheimlich. Doch Afrika mag ich. Indien nicht. Wenn jemand meiner Bekannten nach Afrika reist, wünsche ich mir mehr oder weniger direkt ein kleines Mitbringsel. ;-) Will einer nach Indien, schüttele ich nur den Kopf und denke, wie kann man nur.

                        Das ist auch nicht rational. Aber Yoga mag ich trotzdem. Und so lange _du_ den einzelnen Franzosen respektierst können dir "die Franzosen" ruhig am Arsch vorbeigehn. Meinen Segen hast du. ;-)

                        ~Yogi~

      3. Hallo,

        deine ausführliche Darstellung ist ja interessant, auch wenn sie sich mit meiner Meinung nicht unbedingt deckt, aber du widersprichst dir doch selbst:

        Ich persönlich zahle lieber an die GEZ, als an jede andere staatliche Organisation. [...]
        Mir würden also tausend bessere Verwendungszwecke für mein Geld einfallen, bevor ich es diesem Verein von Knauserköppen spende.

        Mit dem Verein von Knauserköppen meinte ich diese Gemeinschaftskläger. War vielleicht etwas unklar formuliert.

        Das sehe ich umgekehrt. Wann gab es zum letzten Mal einen richtig guten Kinofilm auf ARD oder ZDF? Ja, die muss man mit der Lupe suchen. Da bin ich bei RTL oder Pro7 besser bedient.

        Das sehen viele so, liegt in der Natur der Sache. Die privaten müssen letztlich Mainstream anbieten, während die öffentlich-rechtlichen sich den Luxus des Minderheiten-TVs gönnen können. Genau das schätze ich.

        Nö. ich fände es besser, gleiches Recht für alle (Rundfunk- und Fernsehsender) zu fordern: Sollen doch bitte ARD und ZDF auch selbst für ihren Finanzhaushalt sorgen, anstatt dass sie vom Staat über eine Zwangsabgabe geschmiert werden.

        Du hast offensichtlich das duale Rundfunk-System nicht ganz verstanden. Die öffentlich-rechtlichen können ihr Niveau nur deshalb halten, weil sie eben nicht ausschließlich dem Druck der Quote unterworfen sind. Das ist ganz fundamental. Die deutsche Theaterlandschaft möchtest Du sicher auch nicht abschaffen, obwohl Du vermutlich nie ins Theater gehst (man verzeihe mir diese infarme Vermutung ;-)

        Cheers
        Cervantes

        1. Tach,

          Das sehe ich umgekehrt. Wann gab es zum letzten Mal einen richtig guten Kinofilm auf ARD oder ZDF? Ja, die muss man mit der Lupe suchen. Da bin ich bei RTL oder Pro7 besser bedient.

          Das sehen viele so, liegt in der Natur der Sache. Die privaten müssen letztlich Mainstream anbieten, während die öffentlich-rechtlichen sich den Luxus des Minderheiten-TVs gönnen können. Genau das schätze ich.

          Das würde ich auch schätzen, wenn dann bitteschön auch diese Minderheiten den Luxus zahlen würden, anstatt ihn von der Masse tragen zu lassen, die kein Interesse daran hat.

          Du hast offensichtlich das duale Rundfunk-System nicht ganz verstanden.

          Doch, das habe ich schon - und genau deshalb mag ich es nicht. Gerade weil es von einer Mehrheit getragen, vom Staat geprägt, aber nur von einer Minderheit gewollt ist.

          Die öffentlich-rechtlichen können ihr Niveau nur deshalb halten, ...

          Niveau ... tststs ...

          Die deutsche Theaterlandschaft möchtest Du sicher auch nicht abschaffen, obwohl Du vermutlich nie ins Theater gehst (man verzeihe mir diese infarme Vermutung ;-)

          Ad 1: Nein, die möchte ich nicht abschaffen. Aber ich möchte sie auch nicht von Banausen mitfinanzieren lassen (wobei ich mich u.U. selbst zu diesen Banausen zählen lasse). Unser Sozialsystem ist 'ne feine Sache, wenn es darum geht, auch Schwächere oder Benachteiligte soweit zu unterstützen, dass sie ohne Schwierigkeiten am normalen Leben teilhaben können. Aber nicht, wenn alle miteinander die Flitzen einer Minderheiten-Elite (oder eine, die sich dafür hält) finanzieren sollen. Der Inhaber eines Gourmet-Restaurants wird wohl auch nicht den Gemeinderat zur Festsetzung einer Zwangsabgabe aller Einwohner der Stadt überreden können, die im den Laden subventionieren sollen.
          Ad 2: Doch, ich gehe durchaus ab und zu ins Theater, wenn auch selten. Im Schnitt weniger als einmal im Jahr.

          Ciao,
           Martin

          --
          Ja, ja... E.T. wusste schon, warum er wieder nach Hause wollte.
          1. Das würde ich auch schätzen, wenn dann bitteschön auch diese Minderheiten den Luxus zahlen würden, anstatt ihn von der Masse tragen zu lassen, die kein Interesse daran hat.

            Es lebe die Solidarität. ;-)
            Dass die Masse daran grundsätzlich kein Interesse hat, würde ich nicht sagen. Ist ja nun auch nicht so, dass die ÖR ausschließlich Minderheiten-TV fabrizieren (Wetten dass...? etc.).

            Du hast offensichtlich das duale Rundfunk-System nicht ganz verstanden.

            Doch, das habe ich schon - und genau deshalb mag ich es nicht. Gerade weil es von einer Mehrheit getragen, vom Staat geprägt, aber nur von einer Minderheit gewollt ist.

            Die Mineralölsteuer ist auch nur von einer Minderheit gewollt. Was Mehrheiten wünschen ist nicht so relevant wie Du vielleicht glaubst. Denn Du weißt ja: der Pöbel ist dumm. ;-)

            Die öffentlich-rechtlichen können ihr Niveau nur deshalb halten, ...

            Niveau ... tststs ...

            Na komm. Dass der Anspruch dort höher als bei den privaten ist, kann man nun wirklich nicht bestreiten. Auch wenn man vielleicht nicht alles sehen mag.

            Die deutsche Theaterlandschaft möchtest Du sicher auch nicht abschaffen, obwohl Du vermutlich nie ins Theater gehst (man verzeihe mir diese infarme Vermutung ;-)

            Ad 1: Nein, die möchte ich nicht abschaffen. Aber ich möchte sie auch nicht von Banausen mitfinanzieren lassen (wobei ich mich u.U. selbst zu diesen Banausen zählen lasse).

            Genau das passiert aber. Die Eintrittskarten machen nicht mal 10% eines Theater-Etats aus. Ohne die Unterstützung durch die Steuer gäbe es so gut wie keine Bühnen mehr in Deutschland.

            Unser Sozialsystem ist 'ne feine Sache, wenn es darum geht, auch Schwächere oder Benachteiligte soweit zu unterstützen, dass sie ohne Schwierigkeiten am normalen Leben teilhaben können. Aber nicht, wenn alle miteinander die Flitzen einer Minderheiten-Elite (oder eine, die sich dafür hält) finanzieren sollen.

            Also bist Du doch für die Abschaffung der Theater-Landschaft. Man sollte vielleicht nicht vergessen, dass jeder vom Theater profitiert, selbst wenn er noch niemals ein Theater von innen gesehen hat. Das klingt merkwürdig, ist aber so. Kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung wurde schon immer nur von Minderheiten getragen, bevor sie in der breiten Masse ihren Niederschlag fand.

            However, ich möchte mich nicht so auf das Minderheiten-Prinzip versteifen, denn der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist natürlich schon auf die Akzeptanz einer breiten Öffentlichkeit angewiesen. Insofern hinkt der Vergleich mit dem Theater etwas.

            Schaut man sich die Programme an, sieht man schon, dass auch bei den ÖR der Mainstream ins Visier genommen wird...aber eben nicht ausschließlich, und genau deshalb möchte ich das duale System nicht missen.

            Cheers
            Cervantes

          2. Hallo Martin,

            Du hast offensichtlich das duale Rundfunk-System nicht ganz verstanden.

            Doch, das habe ich schon - und genau deshalb mag ich es nicht. Gerade weil es von einer Mehrheit getragen, vom Staat geprägt, aber nur von einer Minderheit gewollt ist.

            Vielleicht mögen die einzelnen Mitglieder der Mehrheit kein Interesse an den Angeboten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens haben. Die Gesamtheit der Bevölkerung hat aber sehr wohl ein Interesse daran, dass es neben den privaten Quotennachlauf-Sendern noch ein mehr oder weniger niveauvolles und unabhängiges Fenrsehangebot gibt, auch wenn dieses Interesse den meisten Menschen wohl nicht bewusst ist.

            Schöne Grüße,

            Johannes

            --
            WM-Tippspiel: http://zeller-johannes.de/wmtipp/
            ie:% fl:( br:< va:| ls:[ fo:) rl:) n4:? ss:| de:] js:| ch:} sh:) mo:| zu:)
    3. Ich persönlich zahle lieber an die GEZ, als an jede andere staatliche Organisation. Man kann sich ja über die Höhe und Verwendung der Beiträge streiten - prinzipiell kann ich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk aber viel abgewinnen, ohne den Fernsehen und Radio doch arg an Qualität einbüßen würden. Man denke nur an die vielen hochwertigen Dokus, die Filmförderung ("kleines Fernsehspiel" etc.) oder die aufwändigen Internetanbote. Weiß der Himmel, was die Rundfunkanstalten darüber hinaus an gesellschaftlichen Events alles unterstützen (Bildungsangebote etc.).

      Da stimme ich dir voll zu. Auch wenn leider die meisten Menschen James Bond oder "hochwertige" Kinofilme interessanter finden (die mich fast immer zu Tode langweilen), insofern ist wohl das was in Sat1, Pro7, Vox und co. läuft das was die Menschen wollen.

      Ich persönlich habe es zutiefst bedauert, dass die dritten keine (bzw. kaum noch) Telekolleg Sendungen mehr zeigen, eine Prima Möglichkeit sein Schulwissen aufzufrischen oder sogar überhaupt zu verstehen was man damals eingetrichtert bekam. Für mich ist und war das TV immer ein Informationsmedium.

      Das ist m.E. gut angelegtes Geld. Selbst wenn ich das doppelte an Premiere überweisen würde, bekäme ich nur einen Bruchteil dieses Informations- und Unterhaltungs-Potpourries. Warum soll ich mich darüber also aufregen? Da wird mir an anderen Stellen wesentlich mehr aus der Tasche gezogen und für wesentlich unsinnigere Dinge ver(sch)wendet.

      Ich bin zwar kein Experte, aber da ich aus einer Medienstadt komme und wir hier den größten Sender haben, bekomme ich aus dem was man so munkelt oder was auch immer wieder Thema in der örtlichen Presse ist, ein Bild das eher zeigt das im ZDF massiv verschwendet und gemauschelt wird.

      Eine kaum zu verbergende Tatsache ist, das mittlerweile - Dank outsourcing (was wohl als Sparmaßnahmen tituliert wurde) - einige hohe Tiere beim ZDF Medienfirmen gründen, die überall in der Stadt relativ aufwendig bauen und wie man so hört, werden dort dann Familienmitglieder oder Bekannte in hohe Posten gehievt. Naja, wie es halt meistens so ist.

      Ich fände ja eine ehrliche Gebührenerhöhung besser als diesen fragwürdigen Umweg über PCs.

      Eben.

      Struppi.

    4. Hi,

      Ich fände ja eine ehrliche Gebührenerhöhung besser als diesen fragwürdigen Umweg über PCs. Hier gehts leider eher um technische Möglichkeiten, nicht aber um die faktische Mediennutzung der Gebührenzahler.

      Eigentlich sollte man doch ehrlich sein und die öffentlichen Rundfunkanstalten als staatlich subventioniertes Informations- und Unterhaltungsangebot betrachten - was bedeutet, daß die Finanzierung über die Steuer erfolgen sollte; völlig unabängig davon, wer das Angbot nun nutzt.
      Wer stellt denn die staatliche Förderung oder Subventionierung von Büchereien, Theatern und anderen Kultureinrichtungen oder auch nur von kostenlosen Informationsbroschüren infrage?

      Natürlich ist es legitim, wenn zumindest Teile der Kosten über Einnahmen hereingeholt werden, z.B. (subventionierte) Eintrittskarten beim Theater oder eben Werbung beim Rundfunk. Darüber hinaus Gebühren für ein Allgemeingut zu verlangen, dessen Förderung von staatlichem Interesse ist, halte ich für unangebracht.

      freundliche Grüße
      Ingo

      1. Hallo Ingo,

        Eigentlich sollte man doch ehrlich sein und die öffentlichen Rundfunkanstalten als staatlich subventioniertes Informations- und Unterhaltungsangebot betrachten - was bedeutet, daß die Finanzierung über die Steuer erfolgen sollte; völlig unabängig davon, wer das Angbot nun nutzt.

        Der Gedankengang an sich ist mir durchaus sympathisch, allerdings war das Argument, warum die öffentlich-rechtlichen Sender über gesonderte Gebühren finanziert werden, dass der Staat somit wenig Einflussmöglichkeiten auf die Sender hat - bei Steuern könnte der Staat ja drohen, diese zu kürzen, wenn die Sender nicht nach seiner Pfeife tanzen würden. Das Argument kann ich auch gut nachvollziehen, deswegen sehe ich da irgendwie ein Dilemma.

        Eventuell wäre es denkbar, dass man sagt, dass jeder volljährige GEZ zahlen muss (und zwar unabhängig davon, ob er/sie Radio, Fernseher etc. besitzt) - damit wären auch die ganzen Machenschaften der GEZ, die einen so aufregen, unnötig. Das Problem hierbei wäre nur, wie man so etwas sozial verträglich löst - mir fällt da auf Anhieb leider auch nichts ein, was nicht wieder zu immensem Verwaltungsaufwand führen würde. Leider.

        Andererseits kann es mit den Rundfunkgebühren in der Form nicht weitergehen. Als sie eingeführt wurden, wurden sie effektiv nur von denen gezahlt, die die Programme auch gesehen / gehört haben, da es damals kein Privatfernsehen gab und somit die Gleichung "X besitzt einen Fernseher" -> "X schaut ARD/..." durchaus angemessen war. Heute ist das nicht mehr der Fall und bei Computern wird das ganze in meinen Augen komplett pervertiert. Und der aktuelle Zustand ist auch schon pervers genug - in Gebieten, wo komplett auf DVB-T umgestellt wurde und man kein analoges Fernsehen mehr empfangen kann muss man selbst dann GEZ zahlen, wenn man nur einen normalen Fernseher hat - Argument: Eine Set-Top-Box ist ja schnell gekauft (siehe: http://www.gez.de/door/gebuehren/gebuehrenpflicht/#2). Wenn man dieses Argument konsequent durchzieht könnte man ja auch sagen: Ein Fernseher ist heutzutage schnell gekauft. Das zeigt, wie hirnrissig das ganze System heutzutage ist. Deswegen bleiben in meinen Augen eigentlich nur zwei Lösungen dafür:

        1. Grundverschlüsselung der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender und es zahlen nur diejenigen, die diese Sender auch tatsächlich konsumieren. Nachteil: Es werden wahrscheinlich weniger Menschen öffentlich-rechtliche Rundfunksender konsumieren (man kann sich's dann ja aussuchen) und deswegen wird (vmlt. sogar deutlich) weniger Geld für die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender zur Verfügung stehen.

        2. Doch Finanzierung über Steuern, so dass jeder dafür zahlt. Dazu habe ich ja bereits etwas gesagt.

        Viele Grüße,
        Christian

        1. Hi,

          Der Gedankengang an sich ist mir durchaus sympathisch, allerdings war das Argument, warum die öffentlich-rechtlichen Sender über gesonderte Gebühren finanziert werden, dass der Staat somit wenig Einflussmöglichkeiten auf die Sender hat - bei Steuern könnte der Staat ja drohen, diese zu kürzen, wenn die Sender nicht nach seiner Pfeife tanzen würden. Das Argument kann ich auch gut nachvollziehen, deswegen sehe ich da irgendwie ein Dilemma.

          Dieses könnte man durch entsprechende Gesetzgebung aber leicht lösen. Abgesehen davon: Theater und andere Kultureinrichtungen sind auch abhängig von öffentlichen Geldern, aber hier funktioniert die inhaltliche Unabhängigkeit doch meist auch, oder?
          Das Parlament könnte sehr schnell und bestimmt mit Zustimmung breiter Kreise der Bevölkerung beschließen, daß ein bestimmter Prozentsatz der Mehrwertsteuer (nur die zahlt jeder und u.a. ja auch für den Kauf von Rundfunkgeräten) die GEZ-Gebühren ersetzt. Dabei könnte die Summe sogar vermutlich noch deutlich reduziert werden, da ja der riesige Verwaltungsaparat bei den Rundfunkanstalten wegfällt.

          1. Grundverschlüsselung der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender und es zahlen nur diejenigen, die diese Sender auch tatsächlich konsumieren. Nachteil: Es werden wahrscheinlich weniger Menschen öffentlich-rechtliche Rundfunksender konsumieren (man kann sich's dann ja aussuchen) und deswegen wird (vmlt. sogar deutlich) weniger Geld für die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender zur Verfügung stehen.

          ganz genau. Die Gebühren müßten dann für den Einzelnen so hoch sein, daß öffentlicher Rundfunk zum Luxusgut würde und nicht mehr für sich beanspruchen könnte, eine unabhängige Grundversorgung für die Bevölkerung zu sein.

          freundliche Grüße
          Ingo

          1. Hallo Ingo,

            Der Gedankengang an sich ist mir durchaus sympathisch, allerdings war das Argument, warum die öffentlich-rechtlichen Sender über gesonderte Gebühren finanziert werden, dass der Staat somit wenig Einflussmöglichkeiten auf die Sender hat - bei Steuern könnte der Staat ja drohen, diese zu kürzen, wenn die Sender nicht nach seiner Pfeife tanzen würden. Das Argument kann ich auch gut nachvollziehen, deswegen sehe ich da irgendwie ein Dilemma.

            Dieses könnte man durch entsprechende Gesetzgebung aber leicht lösen.

            Und wie würdest Du das lösen? Gesetze lassen sich ja leicht ändern - und in Zeiten, in denen Finanzmittel knapp sind, werden Gelder oft umfunktioniert oder es wird gesagt "jeder muss sparen" etc.

            Abgesehen davon: Theater und andere Kultureinrichtungen sind auch abhängig von öffentlichen Geldern, aber hier funktioniert die inhaltliche Unabhängigkeit doch meist auch, oder?

            Theater und andere Kultureinrichtungen sind keine Massenmedien, die so einen starken Einfluss auf die Bevölkerung haben, daher ist das Interesse von Politikern, sich da einzumischen, eher begrenzt.

            Das Parlament könnte sehr schnell und bestimmt mit Zustimmung breiter Kreise der Bevölkerung beschließen, daß ein bestimmter Prozentsatz der Mehrwertsteuer (nur die zahlt jeder und u.a. ja auch für den Kauf von Rundfunkgeräten) die GEZ-Gebühren ersetzt.

            Wird es dafür eine Zustimmung der Bevölkerung geben? Steuererhöhung klingt immer schlecht (v.a. Mehrwertsteuer ist ein ziemlich schlechtes Thema heutzutage), auch wenn's dann im Endeffekt weniger wird, was zu zahlen ist. Ist keine rhetorische Frage, sondern ernst gemeint, mich würde wirklich interessieren, wie groß die Zustimmung da wäre.

            Dabei könnte die Summe sogar vermutlich noch deutlich reduziert werden, da ja der riesige Verwaltungsaparat bei den Rundfunkanstalten wegfällt.

            Ja, klar, was mich vor allem an der GEZ stört ist, dass Unmengen an Geldern dazu verbraten werden, "Schwarzseher" aufzuspüren - ich wette, die Rundfunkanstalten würden jetzt (ohne irgend eine Änderung) schon mehr Geld bekommen, wenn die Leute der GEZ vielleicht 1000 Leute weniger pro Jahr "erwischen" würden, dafür aber auch deutlich an Aufwand sparen würden.

            Viele Grüße,
            Christian

            1. Hi,

              Und wie würdest Du das lösen? Gesetze lassen sich ja leicht ändern - und in Zeiten, in denen Finanzmittel knapp sind, werden Gelder oft umfunktioniert oder es wird gesagt "jeder muss sparen" etc.

              Davor ist man bei der großen Koalition ohnehin nicht gefeit. Selbst die Verfassung kann geändert werden, wenn sie nicht mehr ins Konzept passt. Ich rechne mit der Macht der öffentlichen Meinung, auf die die öffentlichen Rundfunkanstalten ja vor einer geplanten Gesetzesänderung noch deutlich Einfluß nehmen könnten und würden.

              Wird es dafür eine Zustimmung der Bevölkerung geben? Steuererhöhung klingt immer schlecht (v.a. Mehrwertsteuer ist ein ziemlich schlechtes Thema heutzutage), auch wenn's dann im Endeffekt weniger wird, was zu zahlen ist. Ist keine rhetorische Frage, sondern ernst gemeint, mich würde wirklich interessieren, wie groß die Zustimmung da wäre.

              Ich denke ja. Die "Reichen" würden den geringen Anteil, der dazu notwendig wäre wohl kaum spüren, auch wenn sie über ihre eingesetzte Kaufkraft den Löwenanteil aufbringen würden. Normalverdiener dürften sogar sparen, sofern sie zuvor GEZ-Gebühren gezahlt hatten. Lediglich Geringverdiener, die keine GEZ-Gebühren zahlten oder von der Gebührenpflicht befreit waren, dürften eine, allerdings kaum spürbare Einbuße haben.

              freundliche Grüße
              Ingo

            2. Hallo Christian,

              Und wie würdest Du das lösen?

              Man legt eben Fest, wie bestimmt wird, wieviel Geld den Rundfunkanstalten zusteht. Entweder macht das irgend ein Kremium ober man bezieht das auf irgend einen Wert (Mehrwertsteuer, Staatliche Investitionen, Steueraufkommen, was weiß ich)
              Die Gebühren werden auch nur Aufgrund gesetzlicher Regelungen erhoben, die natürlich jederzeit geändert werden können. Man kann die Gesetze ja dadurch absichern, dass man Bund und Ländern die gemeinsame Zuständigkeit gibt. Man könnte natürlich so gar einen Anspruch auf angemessene Finanzierung in der Verfassung verankern, das halte ich aber für übertrieben.
              Es gibt auch noch genug andere Quellen für Information, die nicht staatlicher Kontrolle unterleigen.

              Grüße

              Daniel

            3. gudn tach!

              Ja, klar, was mich vor allem an der GEZ stört ist, dass Unmengen an Geldern dazu verbraten werden, "Schwarzseher" aufzuspüren

              tja, aber wieviel verbraten die denn nun?

              in der wikipedia steht (ohne gescheite quellenangabe), dass ca. 2% der gebuehren fuer die gez selbst drauf gingen (und 2% von der aktuellen gebuehr waeren noch nicht mal 0,4 euro). im rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag wird zwar sehr viel bzgl. der finanzierung festgelegt (wer haett's gedacht), aber was jetzt alles als verwaltung zaehlt und wer da wie wo wen noch mal bezahlen darf oder nicht, habe ich da nicht herauslesen koennen.
              auf den seiten der gez habe ich nix dazu finden koennen.

              ich vermute aber, dass der verbrat-wert weit hoeher eingeschaetzt wird, als er wirklich liegt.

              prost
              seth

              1. Hi,

                in der wikipedia steht (ohne gescheite quellenangabe), dass ca. 2% der gebuehren fuer die gez selbst drauf gingen (und 2% von der aktuellen gebuehr waeren noch nicht mal 0,4 euro).

                Es gibt in Deutschland über 30.000 Geldeintreiber für die GEZ. Wenn du alleine diese Gehälter hochrechnest, wirst du merken, das diese 2% niemals stimmen können.

                1. gudn tach!

                  wikipedia steht (ohne gescheite quellenangabe), dass ca. 2% der gebuehren fuer die gez selbst drauf gingen (und 2% von der aktuellen gebuehr waeren noch nicht mal 0,4 euro).

                  Es gibt in Deutschland über 30.000 Geldeintreiber für die GEZ. Wenn du alleine diese Gehälter hochrechnest, wirst du merken, das diese 2% niemals stimmen können.

                  "In Deutschland gibt es zur Zeit ungefähr 5000 Rundfunkgebührenbeauftragte. Diese bekommen bei Vertragsabschluss von den Landesrundfunkanstalten ihr festes örtliches Tätigkeitsgebiet (sogenanntes Beauftragtengebiet, ca. 100.000 Einwohner) zugewiesen. Sie erhalten für jedes von Ihnen neu ermittelte, bisher nicht gemeldetes anmeldepflichtige Hörfunk- oder Fernsehgerät eine Provision." (quelle: wikipedia:GEZ-Kontrolleur)

                  prost
                  seth

                  1. Hi,

                    "In Deutschland gibt es zur Zeit ungefähr 5000 Rundfunkgebührenbeauftragte. Diese bekommen bei Vertragsabschluss von den Landesrundfunkanstalten ihr festes örtliches Tätigkeitsgebiet

                    Ich hab vor einigen Tagen in einem Fernsehbericht etwas von 30.000 gehört. Was jetzt stimmt, kann ich nicht sagen, wäre aber interessant. Vielleicht kann da nochmal jemand ne verbindliche Aussage treffen, da ich n div. Suchmaschinen widersprüchliche Angaben darüber gefunden hab.

                    1. gudn tach!

                      Ich hab vor einigen Tagen in einem Fernsehbericht etwas von 30.000 gehört.

                      lass mich raten: auf einem privaten sender?

                      die gez sagt ueber sich selbst uebrigens:
                      "Die GEZ beschäftigt derzeit über 900 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, deren Einsatz und Kompetenz den Erfolg der GEZ ausmachen." (quelle: http://www.gez.de/door/institution/organisation/index.html) was sich imho mit der angabe in der wikipedia vertraegt, wenn mit den 900 nur die festen gemeint sind.

                      prost
                      seth

            4. Hi,

              Und wie würdest Du das lösen?

              Ich würde den ÖR zur Auflage machen, wirtschaftlich zu Arbeiten und abhängig von diesem Erfolg die Gebührenzuteilung vornehmen. Aber solange die Gebühren einfach erhöht werden, wenn sich der Vorstand eine gehaltserhöhung leisten will, ist soetwas nicht möglich.

              Die GEZ inkl. der ÖR sind nunmal genauso eine Geldvernichtungsmaschine, wie viele andere Institutionen, die 90% der Mitarbeiter nur mit Bürokratie beschäftigen.

              Als Beipsiel zum Kostensparen nehm ich mal die Fussball WM. Ich bezahle dafür, ohne das ich es sehen will. Wieso wird das nicht von denen Bezahlt, die sich dafür interessieren? Dann wäre wesentlich mehr Geld für Informationen, Bildung, etc. im Fernsehen da.

  3. tach marc

    gut gemeint ist auch meist knapp daneben.
    Und wie ich die bisherigen Antworten so überblicke, gehen die auch voll an dem eigentlichen Inhalt vorbei. Dass die öffentlich-unrechtlichen sich querfinanzieren wollen ist nachvollziehbar, dass die aber eine Medium quasie zu besteuern versuchen, in dem sie null Inhalt bringen, und wenn sie welchen bringen sollten, der detaillgenau pro Zugang abzurechnen wäre, das ist die eigentliche Sauerei. Die Dämlichkeit der Politik muss irgendwas mit den Beratern zu tun haben. SELFHTML sollte einen eigenen Lobbyplatz in Berlin/Brüssel/Washington kriegen.

    Gruß Josef

    1. Hallo Josef,

      Und wie ich die bisherigen Antworten so überblicke, gehen die auch voll an dem eigentlichen Inhalt vorbei. (...)

      Absolut richtig. Was passiert eigentlich, wenn man sich weigert, die GEZ-Gebühr für den Computer zu zahlen? Die will ich nämlich prinzipiell nicht zahlen. Ich bin eher ein sehr angepasster Mensch und so fehlt mir jegliche Konfrontations-Erfahrung mit staatlichen Stellen. Was ist das Schlimmste, was mir widerfahren kann? Wird mein Computer konfisziert? Droht mir gar Beugehaft?

      Ich besitze weder Radio noch Fernseher und vermisse sie auch nicht. Wie ich in Gesprächen mit meinen Mitmenschen immer wieder feststellen kann, bin ich keineswegs weniger gut über das Zeitgeschehen informiert. Eher das Gegenteil ist der Fall. Weil ich weniger (unwichtige?) Informationen aufnehme, kann ich diese besser einordnen und "archivieren". Meine Arbeitskollegen/innen wissen zum Beispiel alles über die neuen Superstars in Deutschland, doch ihr Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge tendiert gegen Null. Fast möchte ich meinen, typischer Informations-Overkill. Eine gute Tageszeitung und ein bisschen Internet stillen mein Informationsbedürfnis vollkommen.

      Sonnige Sonntagsgrüße

      Fernseh-Abstinenzler

      1. hi,

        Absolut richtig. Was passiert eigentlich, wenn man sich weigert, die GEZ-Gebühr für den Computer zu zahlen?

        Vor allem interessiert mich eine Frage, auf die ich bisher aber noch keine Antwort gefunden habe:
        Werden die ISP in der Art zur "Mitarbeit" verplichtet, dass sie die Kundendaten an die GEZ weitergeben müssen - so dass die daraus schließen kann, dass ich "Internet habe" ...?

        gruß,
        wahsaga

        --
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        1. Hallo wahsaga,

          Werden die ISP in der Art zur "Mitarbeit" verplichtet, dass sie die Kundendaten an die GEZ weitergeben müssen - so dass die daraus schließen kann, dass ich "Internet habe" ...?

          das ist zwar tatsächlich ein sehr interessanter Gedanke - aber für die Gebührenpflicht völlig unerheblich. Es ist schließlich laut GEZ unerheblich, ob ich tatsächlich einen Internet-Zugang besitze; irgendwo in diesem Thread wurde schon zitiert "ein Modem ist schnell gekauft und angeschlossen", und das entspreche der Zahlungspflicht schon durch bloßen Vorhandensein eines Rundfunkgeräts, unabhängig davon, ob es tatsächlich genutzt wird.
          Und überhaupt: Was hat der Internet-Zugang damit zu tun? Viele PCs werden heutzutage gleich fix und fertig mit TV-Karte verkauft. Das halte ich für eine viel realistischere Methode, den PC als Rundfunk- oder Fernsehgerät zu "missbrauchen" als umständlich übers Internet.

          Schönen Abend noch,
           Martin

          --
          Husten kann böse Folgen haben.
          Besonders im Kleiderschrank.
      2. Hallo Josef,

        Und wie ich die bisherigen Antworten so überblicke, gehen die auch voll an dem eigentlichen Inhalt vorbei. (...)

        Absolut richtig. Was passiert eigentlich, wenn man sich weigert, die GEZ-Gebühr für den Computer zu zahlen? Die will ich nämlich prinzipiell nicht zahlen. Ich bin eher ein sehr angepasster Mensch und so fehlt mir jegliche Konfrontations-Erfahrung mit staatlichen Stellen. Was ist das Schlimmste, was mir widerfahren kann? Wird mein Computer konfisziert? Droht mir gar Beugehaft?

        Tja, ich kann das natürlich nur nach bisheriger Praxis beurteilen. Habe selbst viele Jahre keine GEZ-Gebühren bezahlt (Asche auf mein Haupt). Habe in der Zeit geschätzte 30 Briefe mit den absurdesten Drohungen von denen erhalten und 4 mal Besuch an der Tür gehabt. Naja, sie haben trotzdem keinen Heller gesehen.

        Eine gewisse Kaltschnäuzigkeit vorausgesetzt, hast Du also nichts zu befürchten. Für einen "angepassten" Menschen mit ausgeprägter Harmonie-Sucht ist das allerdings nicht unbedingt zu empfehlen. ;-)

        Cheers
        Cervantes

        1. Hallo Cervantes,

          Eine gewisse Kaltschnäuzigkeit vorausgesetzt, hast Du also nichts zu befürchten. Für einen "angepassten" Menschen mit ausgeprägter Harmonie-Sucht ist das allerdings nicht unbedingt zu empfehlen. ;-)

          Stimmt. ;-)

          Um es noch einmal klar zu stellen, ich möchte mich nicht um die GEZ-Gebühr drücken. Wenn zu gegebener Zeit eine Aufforderung zur Anmeldung meines Internet-PCs ins Haus flattert, möchte ich wahrheitsgemäß antworten, ja, ich habe einen Internetanschluß und nein, ich nutze keine Rundfunk- und Fernsehangebote und _weigere_ mich deshalb, für nicht gewünschte und nicht genutzt Inhalte des Internets zu zahlen. Dann muss ja irgend etwas passieren! :-(

          Gute Nacht

          Fernseh-Abstinenzler

          1. Um es noch einmal klar zu stellen, ich möchte mich nicht um die GEZ-Gebühr drücken. Wenn zu gegebener Zeit eine Aufforderung zur Anmeldung meines Internet-PCs ins Haus flattert, möchte ich wahrheitsgemäß antworten, ja, ich habe einen Internetanschluß und nein, ich nutze keine Rundfunk- und Fernsehangebote und _weigere_ mich deshalb, für nicht gewünschte und nicht genutzt Inhalte des Internets zu zahlen. Dann muss ja irgend etwas passieren! :-(

            Ja sicher passiert dann etwas. ;-)

            Erst kommt ne Antwort, dann ne Mahnung...irgendwann dann mal der Kuckuck. Am Besten Du schließt Dich vorsorglich schon mal der o.g. Klagegruppe an. Durch die übersichtliche Größe dürfte dort ein sehr familiäres Klima vorherrschen. :-)

            Cheers
            Cervantes

            PS: Sorry dass ich Dir keine sachdienlichere Antwort geben kann. Prinzipiell bin ich voll und ganz auf Deiner Seite und halte Dein Vorgehen für absolut nachvollziehbar und logisch...nur eben nicht für sehr erfolgversprechend.

            1. Hallo,

              Erst kommt ne Antwort, dann ne Mahnung...irgendwann dann mal der Kuckuck. Am Besten Du schließt Dich vorsorglich schon mal der o.g. Klagegruppe an. Durch die übersichtliche Größe dürfte dort ein sehr familiäres Klima vorherrschen. :-)

              Eine Verfassungsklage scheint mir jedenfalls mehr Aussichten auf Erfolg zu haben, als einfach die Zahlung zu verweigern.

              Schöne Grüße,

              Johannes

              --
              WM-Tippspiel: http://zeller-johannes.de/wmtipp/
              ie:% fl:( br:< va:| ls:[ fo:) rl:) n4:? ss:| de:] js:| ch:} sh:) mo:| zu:)
  4. Hi,

    was sollte es nutzen, an den Verein zu spenden? Das Geld landet am Ende
    doch sowieso in Eichels Topf (ach nee, der hat ja seinen Namen jetzt in Steinbrück oder so geändert). Und vorher fliesst es durch Anwaltshände. Denn ich glaube nicht, dass sich eine Verfassungsklagen von 3 Hanseln (betroffene Innenarchitekten oder so) durchsetzen wird, dazu ist der GEZ Lobbyismus viel zu stark.

    Wenn es doch gelingen sollte, schön für euch da drüben. :)

    Ciao, Frank