Der Martin: Gewitter/Unwetter, wieso wird es nicht eingestuft?

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Hallo,

»» Zweitens finde ich es selbst bei öffentlichen Wegen haarsträubend, den Besitzer eines Weges für die Unachtsamkeit der Benutzer verantwortlich zu machen - das gilt z.B. auch für die übliche Räumpflicht für den Gehweg vor dem Haus.
dann möchtest du über die verschneiten Tage des Winters keine Post/Pakete erhalten und dass dein Müll abgeholt wird, oder dass etwaig in der Nachbarschaft wohnende Menschen mit einer Gehhilfe/Behinderung/Verletzung/Rollstuhl etc. dein Haus nicht mehr passieren können?

ja, nein, nein.

Wenn der Postbote wegen Schnee oder ähnlichen Behinderungen nicht mehr an meinen Briefkasten oder meine Haustür kommt, sehe ich das tatsächlich als mein Problem - und wenn er die Sendungen dann nicht zustellt, ist das nur konsequent. Allerdings ist der Briefkasten ja aus gutem Grund in der Regel direkt an der Straße, also am öffentlichen Verkehrsraum. Ebenso stelle ich meine Mülltonne ja zur Leerung an die Straße, also auch in öffentlichen Verkehrsraum.
Und das leitet nahtlos zu Punkt zwei: Für öffentliche Wege ist IMHO die Gemeinde verantwortlich, nicht die Anwohner. Es ist Aufgabe der Gemeinde, die öffentlichen Straßen und Wege in Ordnung und in einem passierbaren Zustand zu halten[1]. Diese Aufgabe auf die Anwohner abzuwälzen, ist in meinen Augen eine Unverschämtheit. Demnächst sollen wir vielleicht auch noch die Kanalreinigung für unsere Abwasserleitung selbst durchführen?

[1] Das Räumen der Straßen und Gehwege ist sowieso ein Problemthema: Meist bleibt ein ganz dünner Schneefilm übrig, der dann tagsüber in der Sonne antaut und abends wieder überfriert. Ließe man den Schnee einfach liegen, wäre alles in Ordnung: Auf einer festgetretenen oder festgefahrenen Schneedecke kann man hervorragend laufen oder fahren, erst recht, wenn sie nach ein paar Tagen etwas verharscht. Dann hat nämlich der Fuß oder der Autoreifen einen guten Grip.
Nur bei Eisglätte halte ich ein Eingreifen für nötig. Dann aber bitte nicht mit Salz, das gibt nämlich eine elende Sauerei und bringt nur kurzfristig etwas, sondern mit Sand oder Splitt.

So long,
 Martin

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Männer sind ungerecht: Sie sehen immer nur den Baum, den eine Frau mit dem Auto gerammt hat. Aber die vielen Bäume, die sie nicht einmal gestreift hat, sehen sie nicht.