Der Martin: Vodaphone - die Nr. 1 der WC-Spülung

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Hallo,

eine angemessene Überleitung. Ein einziger einfühlsamer Satz nimmt der gezwungenermaßen unschönen Zusammenstellung schon etwas die Spitze. "Meine Damen und Herren, nach dieser schockierenden Meldung wieder zu etwas Erfreulichem: Das Wetter für morgen."
Und damit hat der Sprecher automatisch polarisiert, weil er die Meinung der Zuschauer vorwegnimmt und beeinflusst.

ja und? Gerade das macht das Vortragen von Nachrichten doch erträglich.

Woher will der Sprecher wissen, dass das Wetter für mich erfreulich ist?

Kann er nicht wissen. Aber entweder trifft er meine Meinung oder nicht - in jedem Fall zeigt er damit aber, dass ihn das, was er da vorliest, auch nicht ganz kalt lässt. Und das finde ich positiv, wünschenswert.

Sobald Menschlichkeit dazukommt, sind die Nachrichten automatisch polarisierend weil durch das persönliche (oder vorgeschriebene) Empfinden des Sprechers geprägt und nicht durch die Nachricht an sich.

Ja und? Solange die Information als solche dadurch nicht verfälscht, sondern nur ergänzt wird, sehe ich das als Bereicherung.

Wer die Bild liest, kennt das sicher. Denn mehr polarisieren geht kaum.

Keine Ahnung, ich bin kein BILD-Leser.

Aber das ist nur ein Beispiel, die Liste solcher Zeitschriften und Sendungen ist lang und macht auch vor ÖR nicht halt, denn auch ARD und ZDF polarisieren wo es nur geht. Hauptsache es ist im Simme der regierenden Partei.

Oder im Sinne eines großen Industriekonzerns, um den es gerade geht, oder im Sinne eines ... na klar, jede Wiedergabe von Nachrichten ist eine Interpretation, und gerade das macht's doch interessant. Da kriegt man zum Beispiel eine Darstellung der Stuttgarter Zeitung, eine von den SWR-Radionachrichten, eine von der Tagesschau. Na prima! Vielfalt! Mehrere Perspektiven! Das ist doch genau das, was wir uns immer wünschen.

So long,
 Martin

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