- Johannes - : HDD auf SSD klonen

Hallo,

ich schnapp gleich über.
Ich habe eine 500gb Festplatte. Die soll weg und eine 250gb SSD rein. Logisch nun muß ich die Platte klonen. Logisch es gibt Software dafür. Nun schaue ich im Freeware Bereich und finde nicht so richtig, das was ich suche.

Denn mit normalen Clone Programmen klappt es nicht, da die 250gb SSD zu klein ist. 500gb Platte klonen und auf 250gb schieben geht nicht. Also müßte ich die Windows Partition auf 250gb verkleinern, dann würde es gehen. Aber auf meiner Windows 500gb Platte (alt) sind ja noch versteckte Partitionen also für die Systemwiederherstellung.

Was tun fragte Zeus.

  1. Hallo,

    moin

    http://www.ultimatebootcd.com/download.html
    da ist meines wissens nach the Partition Resizer dabei - nicht getestet ^^

    LG

    1. Nachtrag: Wie immer ein vorheriges Backup auf einer anderen platte nicht vergessen, bevor man an der Partition rumspielt ^^

      1. Moin Moin!

        Nachtrag: Wie immer ein vorheriges Backup auf einer anderen platte nicht vergessen, bevor man an der Partition rumspielt ^^

        Und insbesondere bei SSDs REGELMÄSSIGE, VERIFIZIERTE Backups nicht vergessen.

        Festplatten sterben in aller Regel nach Vorankündigung (ticken, rappeln, gruselige Zugriffszeiten), SSDs sind mangels Mechanik auch beim Sterben lautlos, haben keine nennenswerten Seek Times, und scheinen deswegen von einem Tag auf den anderen ohne Vorankündigung zu sterben, in aller Regel mit 100% Datenverlust.

        Im Firmenumfeld kann man sich unter gewissen Umständen das Backup sparen, nämlich, wenn auf dem Rechner wirklich nur Betriebssystem und Anwendungen installiert werden und ALLE Daten auf Servern (mit Backup) liegen. Wenn dann ein Rechner ausfällt, tauscht mal Festplatte oder SSD, spielt ein Grund-Image ein, läßt die Software-Verteilung drüber laufen, und schon ist der Rechner wieder fit. So lange darf der Kollege mit einem ebenso eingerichteten Ersatz-Rechner arbeiten.

        Alexander

        --
        Today I will gladly share my knowledge and experience, for there are no sweeter words than "I told you so".
        1. Hi,

          Festplatten sterben in aller Regel nach Vorankündigung (ticken, rappeln, gruselige Zugriffszeiten)

          ja, aber wenn es so weit ist, dass man darauf aufmerksam wird, ist ein Teil der Daten oft schon verloren. Daher sollte auch bei HDDs ein regelmäßiges Backup kein Luxus sein, sondern praktizierte Realität.

          Ich habe schon zweimal erlebt, dass auch eine Festplatte plötzlich und ohne Vorankündigung gestorben ist - eine von denen hat sich von heute auf morgen beim Einschalten totgestellt und wurde nicht einmal mehr als anwesend erkannt, bei einer anderen fiel im laufenden Betrieb urplötzlich der Spindelantrieb aus. Beides waren Fälle, in denen ein professioneller Datenrettungs-Service vermutlich gute Chancen gehabt hätte - aber sowas ist teuer. Ein regelmäßiges Backup ist erheblich günstiger.

          Im Firmenumfeld kann man sich unter gewissen Umständen das Backup sparen, nämlich, wenn auf dem Rechner wirklich nur Betriebssystem und Anwendungen installiert werden und ALLE Daten auf Servern (mit Backup) liegen.

          Ja. Das ist etwas, was die Admins immer wünschen und propagieren. In der Praxis halten sich die Mitarbeiter meist nicht konsequent dran, so dass eben doch oft ein wertvoller Anteil der Daten auf lokalen HDDs gespeichert ist. In den Unternehmen, die ich bisher kennenlernen durfte, ist das sogar empfehlenswert, weil die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Firmennetzwerks die der lokalen HDD nicht einmal annähernd erreicht. Von den Zugriffszeiten ganz zu schweigen.

          So long,
           Martin

          --
          Zwei Kumpels sitzen vor dem Computer. "Welche Suchmaschine benutzt du eigentlich meistens?" - "Prima Vera." - "Hmm, kenn' ich gar nicht." Dann geht die Tür auf: "Schatz ich habe deine Sonnenbrille wiedergefunden!" - "Prima, Vera!"
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          1. Moin Moin!

            Beides waren Fälle, in denen ein professioneller Datenrettungs-Service vermutlich gute Chancen gehabt hätte - aber sowas ist teuer. Ein regelmäßiges Backup ist erheblich günstiger.

            Ja, und meistens ist es auch schneller zurückgespielt als der Datenretter die Daten vom Elektroschrott kopieren kann.

            Im Firmenumfeld kann man sich unter gewissen Umständen das Backup sparen, nämlich, wenn auf dem Rechner wirklich nur Betriebssystem und Anwendungen installiert werden und ALLE Daten auf Servern (mit Backup) liegen.

            Ja. Das ist etwas, was die Admins immer wünschen und propagieren. In der Praxis halten sich die Mitarbeiter meist nicht konsequent dran,

            Dann haben sie auf dem lokalen System zu viele Rechte.

            Oder aber die Praxis geht über den Thin Client bzw. Fat Client hinaus, was wohl der häufigste Fall sein dürfte.

            so dass eben doch oft ein wertvoller Anteil der Daten auf lokalen HDDs gespeichert ist. In den Unternehmen, die ich bisher kennenlernen durfte, ist das sogar empfehlenswert, weil die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Firmennetzerks die der lokalen HDD nicht einmal annähernd erreicht. Von den Zugriffszeiten ganz zu schweigen.

            Oh ja. Von den drei Zielen schnell, kostengünstig und robust bekommt man in der Regel bestenfalls zwei. Im Worst Case plant irgendein Vollpfosten an allen Bedürfnissen und Best Practices vorbei und man bekommt ein lahmes, teures und ständig ausfallendes Netz.

            Wenn man seine Arbeitnehmer zum Geld verdienen aus dem Haus scheucht, ist ein schnelles und robustes Netz noch deutlich aufwendiger (VPN über mobiles Breitband-Internet) und die lokale Festplatte wird immer attraktiver.

            Ich hab schon vor Jahren über dem Problem gebrütet, insbesondere weil mein damaliger Arbeitgeber sehr viele Kollegen mit Laptops zum Kunden geschickt hat. Das Backup-Konzept für Laptops war quasi nicht existent: Zickigen Laptops hat der Support-Kollege die Daten mit bitten, betteln, beten und gelegentlich etwas Gewalt entlockt, dann auf den alten Laptop oder ein Ersatz-System ein neues Grund-Image auf die Platte geschrieben und die Software-Verteilung angestoßen, schließlich die geretteten Daten zurückkopiert. An den härteren Fällen hat sich der eine oder andere Datenretter eine goldene Nase verdient. Akzeptabel schnelles Internet war nicht überall verfügbar, schon gar nicht in Kundennetzwerken. Was fehlte, war eine Software, die beim Kontakt mit dem Firmennetzwerk alle neuen Dateien von der Festplatte im Hintergrund ins Firmennetz kopiert UND mindestens projektrelevante neue Daten aus dem Firmennetz in einen Cache auf dem Laptop packt, so dass diese dann auch offline verfügbar sind, in einer abgespeckten Variante des großen Dokumentenmanagement-Systems im Firmennetz.

            Bei meinem aktuellen Arbeitgeber läuft so etwas, aber mit extremen Einschränkungen: Es gibt einige Laptops, die für User komplett verrammelt sind (über Windows Group Policies). Die Benutzer dieser Laptops können nur die eine spezielle Anwendung starten, mit der sie arbeiten sollen. Was am Tag an Daten offline außer Haus gesammelt wird, wird abends im Haus ins Hauptsystem eingespielt, die im Hauptsystem anfallenden, für die Laptops relevanten Daten entsprechend auf die Laptops kopiert, so dass sie am nächsten Arbeitstag offline verfügbar sind. Auf Dateisystem-Ebene wird auf den Laptops nicht gearbeitet. Backup für die Laptops gibt es in dem Sinne nicht. Wir haben ein Image, auf dem das System bis auf die eigentlichen Anwendungsdaten komplett installiert ist. Fällt eine Laptop-Platte aus, können wir innerhalb eines Arbeitstages aus dem Image und einem Daten-Export ein neues System aufbauen. Bis dahin kann auf einen von mehreren Ersatz-Laptops ausgewichen werden, die ebenfalls auf dem aktuellen Stand sind.

            Im schlimmsten Fall fällt die Platte zwischen Außeneinsatz und Haus aus, dann müssen die im Laufe des Tages eingesammelten Daten von den (für andere Zwecke gedachten) Ausdrucken neu eingegeben werden - je nach Einsatz etwa zwischen 50 und 300 Datensätze, jeweils etwa 100 bis 300 Bytes an Daten. Ein Datenretter lohnt da nicht, das Abtippen ist wesentlich billiger. Außerdem ist selbst der beste Datenretter viel zu langsam, denn die Daten müssen innerhalb von 24 Stunden im System sein.

            Würde uns die Backup-Paranoia packen, müßten wir also vor dem Einpacken der Laptops am Außeneinsatz-Ort erst einmal ein Backup ziehen und verifizieren. Da die Laptop-Benutzer aber schon mit Maus und Tastatur genug Probleme haben, die Laptops nur ein sehr kleiner Teil eines Außeneinsatzes sind, und Festplatten eben im Alltag eben eher selten ausfallen, lassen wir das sein. Nicht zuletzt schützen die Laptop-Gehäuse die Festplatten ganz gut, in den letzen Jahren waren die weitaus meisten Schäden an den Laptops am Gehäuse. Dazu kamen einige defekte Bildschirme, in Cola und Kaffee ersoffene oder gebrochene Tastaturen, und rausgebrochene USB-, LAN- und Stromversorgungsbuchsen.

            Alexander

            --
            Today I will gladly share my knowledge and experience, for there are no sweeter words than "I told you so".
            1. Hallo,

              Dann haben sie auf dem lokalen System zu viele Rechte.

              dieser Satz ist ein Paradoxon: Auf dem lokalen System gibt es nicht "zu viele Rechte".

              Ich würde keine Situation akzeptieren, bei der ich als regelmäßiger oder sogar alleiniger Nutzer eines PCs nicht volle administrative Rechte zumindest auf dem lokalen System hätte. Dann würde ich dem Chef das Zeug hinschmeißen und sagen, "Dann macht euren Sch... alleine".
              Vor allem dann, wenn ich einen Laptop habe, mit dem ich gelegentlich außer Haus bin, muss ich die Möglichkeit (sprich: Berechtigung) haben, kleine Schwierigkeiten unterwegs selbst zu beheben. Das erfordert eben auch manchmal root- bzw. Administrator-Privilegien.

              Oder aber die Praxis geht über den Thin Client bzw. Fat Client hinaus, was wohl der häufigste Fall sein dürfte.

              Richtig, es ging um vollwertige Windows-PCs in einem Novell-Netzwerk, bzw. in *einem* Fall auch ein reinrassiges M$-Netzwerk mit Windows-Server, Exchange und dem ganzen Gedöns.

              Von den drei Zielen schnell, kostengünstig und robust bekommt man in der Regel bestenfalls zwei. Im Worst Case plant irgendein Vollpfosten an allen Bedürfnissen und Best Practices vorbei und man bekommt ein lahmes, teures und ständig ausfallendes Netz.

              Und der Regelfall ist doch der, dass an sich fähige Admins nicht so können, wie sie es kraft ihres Könnens und Wissens eigentlich für notwendig halten, weil woanders irgendwelche Buchhalter, Controller oder Geschäftsführer einschreiten.

              in den letzen Jahren waren die weitaus meisten Schäden an den Laptops am Gehäuse. Dazu kamen einige defekte Bildschirme, in Cola und Kaffee ersoffene oder gebrochene Tastaturen, und rausgebrochene USB-, LAN- und Stromversorgungsbuchsen.

              Nicht zu vergessen: Hitzetod wichtiger Komponenten aufgrund von Lüftungsöffnungen, die durch den festgebackenen Staub schon fast IP67 erreichen.

              Ciao,
               Martin

              --
              TEAM: Toll, Ein Anderer Macht's.
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              1. Hallo

                Dann haben sie auf dem lokalen System zu viele Rechte.

                dieser Satz ist ein Paradoxon: Auf dem lokalen System gibt es nicht "zu viele Rechte".

                Auf Firmenrechnern gibt es die "zu vielen Rechte" vollkommen zu recht doch, auch in dessen lokalem System.

                Ich würde keine Situation akzeptieren, bei der ich als regelmäßiger oder sogar alleiniger Nutzer eines PCs nicht volle administrative Rechte zumindest auf dem lokalen System hätte. Dann würde ich dem Chef das Zeug hinschmeißen und sagen, "Dann macht euren Sch... alleine".
                Vor allem dann, wenn ich einen Laptop habe, mit dem ich gelegentlich außer Haus bin, muss ich die Möglichkeit (sprich: Berechtigung) haben, kleine Schwierigkeiten unterwegs selbst zu beheben. Das erfordert eben auch manchmal root- bzw. Administrator-Privilegien.

                Auf einem explizit zur Erfüllung der Arbeitsaufgaben vorgesehenen Gerät hast du als Angestellter keine Administrator- bzw. Root-Rechte zu haben. Das Ding wird von einer hoffentlich kompetenten IT eingerichtet. Bei Problemen mit dem Gerät hast du dich an selbige zu wenden und nicht selbst "rumzufummeln".

                Von den drei Zielen schnell, kostengünstig und robust bekommt man in der Regel bestenfalls zwei. Im Worst Case plant irgendein Vollpfosten an allen Bedürfnissen und Best Practices vorbei und man bekommt ein lahmes, teures und ständig ausfallendes Netz.

                Und der Regelfall ist doch der, dass an sich fähige Admins nicht so können, wie sie es kraft ihres Könnens und Wissens eigentlich für notwendig halten, weil woanders irgendwelche Buchhalter, Controller oder Geschäftsführer einschreiten.

                ... oder Angestellte meinen, die "zu vielen Rechte" für irgendwelchen Dummfug auszunutzen.

                Tschö, Auge

                --
                Verschiedene Glocken läuteten in der Stadt, und jede von ihnen vertrat eine ganz persönliche Meinung darüber, wann es Mitternacht war.
                Terry Pratchett, "Wachen! Wachen!"
                ie:{ fl:| br:> va:) ls:[ fo:) rl:( ss:| de:> js:| zu:}
                Veranstaltungsdatenbank Vdb 0.3
                1. Moin,

                  Auf einem explizit zur Erfüllung der Arbeitsaufgaben vorgesehenen Gerät hast du als Angestellter keine Administrator- bzw. Root-Rechte zu haben. Das Ding wird von einer hoffentlich kompetenten IT eingerichtet. Bei Problemen mit dem Gerät hast du dich an selbige zu wenden und nicht selbst "rumzufummeln".

                  die Vorstellung, dass eine firmeneigene IT-Abteilung kompetent sei, ist schon sehr optimistisch - vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen können wir davon ausgehen, dass ein durchaus erwähnenswerter Anteil der sonstigen Angestellten mindestens ebenso kompetent ist.

                  Unabhängig davon, ob diese Jungs (uns seltener auch Mädels) kompetent sind, kann ich aber auch nicht davon ausgehen, dass sie nur drauf warten, sich gerade jetzt sofort um *mein* Problem zu kümmern. Vielleicht in drei Wochen oder so. Sowas ist völlig unbrauchbar, aber nicht ungewöhnlich. Deswegen:

                  Vor allem dann, wenn ich einen Laptop habe, mit dem ich gelegentlich außer Haus bin, muss ich die Möglichkeit (sprich: Berechtigung) haben, kleine Schwierigkeiten unterwegs selbst zu beheben. Das erfordert eben auch manchmal root- bzw. Administrator-Privilegien.

                  Und last but not least bestehe ich darauf, dass ich mir die Arbeitsmittel, mit denen ich Tag für Tag meinen Job erledigen soll, selbst auf meine persönlichen Vorlieben abstimmen kann. Und das geht von der Einstellung des Desktop-Hintergrunds bis hin zur eigentverantwortlichen Installation von Software, die ich im Arbeitsalltag brauche und die vielleicht von der üblichen Office-Schiene etwas abweicht. Also:

                  Ich würde keine Situation akzeptieren, bei der ich als regelmäßiger oder sogar alleiniger Nutzer eines PCs nicht volle administrative Rechte zumindest auf dem lokalen System hätte. Dann würde ich dem Chef das Zeug hinschmeißen und sagen, "Dann macht euren Sch... alleine".

                  Ich möchte ja auch nicht, dass mir jemand vorschreibt, ob und wenn ja welchen Kalender ich im Büro an die Wand hänge - das stimme ich höchstens mit meinen Kollegen ab, die mit mir das Büro teilen.

                  Auf einem explizit zur Erfüllung der Arbeitsaufgaben vorgesehenen Gerät hast du als Angestellter keine Administrator- bzw. Root-Rechte zu haben. Das Ding wird von einer hoffentlich kompetenten IT eingerichtet. Bei Problemen mit dem Gerät hast du dich an selbige zu wenden und nicht selbst "rumzufummeln".

                  Für mich eine inakzeptable Vorstellung.

                  Und der Regelfall ist doch der, dass an sich fähige Admins nicht so können, wie sie es kraft ihres Könnens und Wissens eigentlich für notwendig halten, weil woanders irgendwelche Buchhalter, Controller oder Geschäftsführer einschreiten.
                  ... oder Angestellte meinen, die "zu vielen Rechte" für irgendwelchen Dummfug auszunutzen.

                  Für den Dummfug, den sie anstellen, werden sie natürlich auch zur Verantwortung gezogen, wenn's schiefgeht. Das ist ja selbstverständlich.

                  Schönen Sonntag noch,
                   Martin

                  --
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                  1. Hallo

                    Ich möchte ja auch nicht, dass mir jemand vorschreibt, ob und wenn ja welchen Kalender ich im Büro an die Wand hänge - das stimme ich höchstens mit meinen Kollegen ab, die mit mir das Büro teilen.

                    Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Der Rechner ist in einem ganz anderen Maße Arbeitsmittel als der Kalender. Es wird zwar Firmen geben, die selbst den Wandkalender vorschreiben, die Softwareauswahl auf dem Firmenrechner und die Rechte, die dem Nutzer gegeben werden, sind jedoch ein ganz anderer Schuh als der Wandkalender.

                    Unabhängig davon, ob diese Jungs (uns seltener auch Mädels) kompetent sind, kann ich aber auch nicht davon ausgehen, dass sie nur drauf warten, sich gerade jetzt sofort um *mein* Problem zu kümmern. Vielleicht in drei Wochen oder so. Sowas ist völlig unbrauchbar, aber nicht ungewöhnlich. Deswegen:

                    Vor allem dann, wenn ich einen Laptop habe, mit dem ich gelegentlich außer Haus bin, muss ich die Möglichkeit (sprich: Berechtigung) haben, kleine Schwierigkeiten unterwegs selbst zu beheben. Das erfordert eben auch manchmal root- bzw. Administrator-Privilegien.

                    Und last but not least bestehe ich darauf, dass ich mir die Arbeitsmittel, mit denen ich Tag für Tag meinen Job erledigen soll, selbst auf meine persönlichen Vorlieben abstimmen kann. Und das geht von der Einstellung des Desktop-Hintergrunds bis hin zur eigentverantwortlichen Installation von Software, die ich im Arbeitsalltag brauche und die vielleicht von der üblichen Office-Schiene etwas abweicht.

                    In meiner letzten Firma war es verboten, den Hintergrund zu ändern. Eine zugegebenermaßen übertriebene Einstellung, zumal das konkret vorgeschriebene Bild augenkrebserzeugend ist (Firmenlogo auf strahlend weißem Hintergrund, stark vergrößert und verzerrt). Ich hätte Einstellungen dieser Art auch lieber selbst durchgeführt. In meiner jetzigen Firma kann ich das.

                    Bei Software widerspreche ich dir für den hier diskutierten Fall einer Firma mit IT-Abteilung (wie groß die auch immer ist) entschieden. Der keine Krauter, der für sich und seine zwei Angestellten drei Laptops und drei Festrechner, einen Fileserver und keine Ein-Mann-IT-Abteilung hat, ist ein ganz anderer Fall. Da wird im besten Fall ein Fachhändler eine grobe Vorkonfiguration des OS durchgeführt haben. Andernfalls ist ja niemand da, der die, von der Konfiguration des Billigheimers abweichend, einstellt.

                    Ich hatte bei schlüssiger Argumentation auch nie Probleme, andere Software nach Freigabe selbst zu installieren oder von der IT binnen von Stunden installiert zu bekommen.

                    Und der Regelfall ist doch der, dass an sich fähige Admins nicht so können, wie sie es kraft ihres Könnens und Wissens eigentlich für notwendig halten, weil woanders irgendwelche Buchhalter, Controller oder Geschäftsführer einschreiten.
                    ... oder Angestellte meinen, die "zu vielen Rechte" für irgendwelchen Dummfug auszunutzen.

                    Für den Dummfug, den sie anstellen, werden sie natürlich auch zur Verantwortung gezogen, wenn's schiefgeht. Das ist ja selbstverständlich.

                    Und wegen genau solcher Vorgänge wartest du drei Wochen auf die Erledigung durch die IT. <em style="voice-mode: empörung; zeigefinger: mahnend erhoben;">Das ist wortwörtlich buchstäblich gemeint!</em>

                    Ich sitze im Nachbarbüro unserer ITler und höre die oft fluchen, weil wieder jemand mit dem Laptop in der Hand und den Worten "der geht nicht mehr" auf den Lippen auftaucht und sich durch einen qualifizierten Blick erkennen lässt, was mit dem Gerät schon wieder angestellt wurde. Da wird die Email mit der Verkündung des 5-Mio-Lottogewinns geöffnet (gern genommen), der Verlauf des Browsers lässt komische Vorlieben erkennen und auch die nicht abgesprochene Installation von Software wird konstatiert (ja, das ist bei uns auch nicht abgeschaltet). Bestimmte Vorgänge kann man nicht verhindern, andere schon und für die letzteren Fälle soll eine entsprechende Konfiguration sorgen (komme mir jetzt nicht mit Vertrauen, das kannst'e knicken). Wer sich etwas eintreten will, soll das mit seiner Hardware tun, nicht mit der anvertrauten der Firma.

                    Tschö, Auge

                    --
                    Verschiedene Glocken läuteten in der Stadt, und jede von ihnen vertrat eine ganz persönliche Meinung darüber, wann es Mitternacht war.
                    Terry Pratchett, "Wachen! Wachen!"
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                    Veranstaltungsdatenbank Vdb 0.3
                  2. Mahlzeit,

                    Und last but not least bestehe ich darauf, dass ich mir die Arbeitsmittel, mit denen ich Tag für Tag meinen Job erledigen soll, selbst auf meine persönlichen Vorlieben abstimmen kann.

                    Also montierst du auf dein Firmenauto andere Reifen und Felgen, lässt den Motor tunen und die Karosse umlackieren?
                    Und wen die Felgen keinen TÜV haben und du nen Unfall baust, hast du halt Pech gehabt?

                    Wenn es die Hardware des Arbeitgebers ist, hat der zu entscheiden, was du damit machen darfst. Wenn dir das nicht gefällt, nimm deine eigene.

                    Ja, dein Argument ist verständlich, aber IMO nur bedingt sinnvoll. Immerhin kann jeder selbst über sein Eigentum entscheiden und muss sich nicht vom Arbeitnehmer vorschreiben lassen, was mit seiner Hardware passiert.

                    Als nächstes kommt der Admin, der die Windowsserver auf Linux umstellt, weils ihm besser gefällt. Soll der AG doch dafür sorgen, dass die entsprechende Software dann für Linux verfügbar ist.

                    Grundsätzlich ist es ok, wenn ein AN seinen Laptop so einrichtet, wie er das will, solange die nötigen Vorgaben erfüllt werden. Und wenn der AG den IE vorschreibt, weil sein Intranet nur damit funktioniert (ja, das gibts, auch wenn ich es nicht gut finde), dann hast du den zu nutzen und nicht dem AG zu sagen "Stell deine Software um, ich mag den IE nicht".

                    Das letzte Wort hat grundsätzlich der AG, denn der zahlt das Gehalt und kauft die Hardware.

                    --
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                    1. Hallo,

                      Und last but not least bestehe ich darauf, dass ich mir die Arbeitsmittel, mit denen ich Tag für Tag meinen Job erledigen soll, selbst auf meine persönlichen Vorlieben abstimmen kann.
                      Also montierst du auf dein Firmenauto andere Reifen und Felgen, lässt den Motor tunen und die Karosse umlackieren?

                      ist ein bisschen weit hergeholt - aber zumindest würde ich das Einverständnis *fordern*, dass ich beispielsweise ein anderes Autoradio oder eine andere Handyhalterung einbauen, die Winterreifen selbst auswählen und Zierstreifen an den Längsseiten anbringen darf (unabhängig davon, dass ich letzteres nicht will, es geht ums Prinzip).
                      Ist der AG nicht bereit, mir soweit entgegenzukommen, dann verzichte ich lieber ganz auf den Firmenwagen und nehme für Geschäftsreisen (wenn ich sie nicht abwehren kann) stattdessen mein Privatauto.

                      Und wen die Felgen keinen TÜV haben und du nen Unfall baust, hast du halt Pech gehabt?

                      Genau. Dann bin ich natürlich selbst in der Haftung, wenn ich vorher nicht sorgfältig genug war.

                      Wenn es die Hardware des Arbeitgebers ist, hat der zu entscheiden, was du damit machen darfst. Wenn dir das nicht gefällt, nimm deine eigene.

                      Ja, genau darauf läuft's dann hinaus.

                      Grundsätzlich ist es ok, wenn ein AN seinen Laptop so einrichtet, wie er das will, solange die nötigen Vorgaben erfüllt werden.

                      Richtig. Und wenn die Vorgaben enger gefasst werden als es technisch (also für das reibungslose Funktionieren aller Dienste) nötig ist, bin ich nicht bereit, sie zu akzeptieren.

                      Und wenn der AG den IE vorschreibt, weil sein Intranet nur damit funktioniert (ja, das gibts, auch wenn ich es nicht gut finde), dann hast du den zu nutzen und nicht dem AG zu sagen "Stell deine Software um, ich mag den IE nicht".

                      Ja, gut. Es spricht aber nichts dagegen, dass ich dann für andere Dienste als das Firmen-Intranet, also das Internet da draußen, trotzdem "meinen" Opera benutze.

                      Das letzte Wort hat grundsätzlich der AG, denn der zahlt das Gehalt und kauft die Hardware.

                      Ja. Aber als AN habe ich immer noch die Möglichkeit, dieses letzte Wort zu akzeptieren oder eben die Konsequenzen zu ziehen. Und ein AG, der mir allzu weitreichende Vorschriften machen will und nicht zum Nachgeben bereit ist, der *ist* eben nicht mehr mein AG. Ebenso wie der Versicherungsfuzzi nicht mit mir ins Geschäft kommt, wenn er nicht bereit ist, seinen "Standard-Vertrag" hier und da anzupassen.

                      Ciao,
                       Martin

                      --
                      Küssen ist die schönste Methode, eine Frau zum Schweigen zu bringen.
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                      1. Mahlzeit,

                        ist ein bisschen weit hergeholt - aber zumindest würde ich das Einverständnis *fordern*, dass ich beispielsweise ein anderes Autoradio oder eine andere Handyhalterung einbauen, die Winterreifen selbst auswählen und Zierstreifen an den Längsseiten anbringen darf (unabhängig davon, dass ich letzteres nicht will, es geht ums Prinzip).
                        Ist der AG nicht bereit, mir soweit entgegenzukommen, dann verzichte ich lieber ganz auf den Firmenwagen und nehme für Geschäftsreisen (wenn ich sie nicht abwehren kann) stattdessen mein Privatauto.

                        Dabei scheinst du aber zu vergessen, dass du immer deinen AG repräsentierst. Also hat er auch das Recht, dein Auftreten zu gestalten. Wenn er auf ein dunkles Auto mit neongrünen Firmenlogo besteht, ist das sein gutes recht. Wenn dir das nicht gefällt, zeigt das IMO, dass du dich nicht mit der Firma identifizierst.

                        Ein anderes Beispiel: Du hast ein Auto, das rostig und schmuddelig ist und vielleicht schon 15 Jahre alt. Das macht beim Kunden keinen guten Eindruck. Einmal entsteht der Eindruck, die Firma hat kein Geld, zum anderen schliesst der Kunde vom Auto auf die Arbeitsleistung.

                        Das sind keine Erfindungen von mir sondern Untersuchungen von grossen Firmen.

                        Nur mal so als Beispiel, wieso ein AG das Auto vorschreiben wollen könnte.

                        Genau. Dann bin ich natürlich selbst in der Haftung, wenn ich vorher nicht sorgfältig genug war.

                        Und du glaubst, sowas fällt nicht auf deinen AG zurück? Das ist IMO naiv. Alles, was du wären der Arbeitszeit (und auch ausserhalb) tust, kann und wird auf deinen AG zurückfallen.

                        Ja, genau darauf läuft's dann hinaus.

                        Mag bei nem Laptop noch ok sein, solange der Kunde dann kein Pornobild als Hintergrund bei dir sieht (also auch hier bestehen Grenzen, weil es den AG schädigt).

                        Richtig. Und wenn die Vorgaben enger gefasst werden als es technisch (also für das reibungslose Funktionieren aller Dienste) nötig ist, bin ich nicht bereit, sie zu akzeptieren.

                        Damit akzeptierst du das Konzept und die Autorität deines AG nicht. Ich würde so jemand nicht wirklich beschäftigen wollen, der nicht hinter mir bzw. meiner Firma steht.

                        Ja, gut. Es spricht aber nichts dagegen, dass ich dann für andere Dienste als das Firmen-Intranet, also das Internet da draußen, trotzdem "meinen" Opera benutze.

                        Es kann gründe dafür geben und dein AG ist nichtmal verpflichtet, diese zu nennen.

                        Ja. Aber als AN habe ich immer noch die Möglichkeit, dieses letzte Wort zu akzeptieren oder eben die Konsequenzen zu ziehen.

                        Stimmt. Und wenn du nicht hinter deinem AG stehst, solltest du das tun. Besser für beide.

                        Und ein AG, der mir allzu weitreichende Vorschriften machen will und nicht zum Nachgeben bereit ist, der *ist* eben nicht mehr mein AG.

                        Also bist du der Meinung, der AG hat dir jede Entscheidung zu begründen bzw. sich nach dir zu richten?
                        Also bist du entweder ein Genie, das jeder AG unbedingt haben will oder du überschätzt deine Rechte als AN masslos ;)

                        Ebenso wie der Versicherungsfuzzi nicht mit mir ins Geschäft kommt, wenn er nicht bereit ist, seinen "Standard-Vertrag" hier und da anzupassen.

                        Du vergleichst Äpfel mit Fahrrädern. Dein AG will von dir Arbeit und gibt dir dafür Geld.
                        Ein Versicherungfsfuzzi will dich als Kunde, damit bist du quasi in der Rolle als AG.

                        Also willst du als AN nicht, dass dir der AG Vorschriften macht, wenn du als AG auftrittst willst du deinem AN aber Vorschriften machen. Etwas paradox, wie ich finde (nein, nicht böse gemeint ;))

                        --
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                        1. Hallo,

                          Ist der AG nicht bereit, mir soweit entgegenzukommen, dann verzichte ich lieber ganz auf den Firmenwagen und nehme für Geschäftsreisen (wenn ich sie nicht abwehren kann) stattdessen mein Privatauto.
                          Dabei scheinst du aber zu vergessen, dass du immer deinen AG repräsentierst. Also hat er auch das Recht, dein Auftreten zu gestalten.

                          hat er nicht - oder wenn er darauf besteht, dieses Recht zu haben, kommt er als AG für mich nicht in Frage.

                          Wenn er auf ein dunkles Auto mit neongrünen Firmenlogo besteht, ist das sein gutes recht. Wenn dir das nicht gefällt, zeigt das IMO, dass du dich nicht mit der Firma identifizierst.

                          Selbstverständlich tu ich das nicht. Der Arbeitgeber ist ein notwendiges Übel: Ich stelle meine Arbeitskraft zur Verfügung, um Geld dafür zu bekommen. Mehr nicht.

                          Richtig. Und wenn die Vorgaben enger gefasst werden als es technisch (also für das reibungslose Funktionieren aller Dienste) nötig ist, bin ich nicht bereit, sie zu akzeptieren.
                          Damit akzeptierst du das Konzept und die Autorität deines AG nicht.

                          Korrekt. Das liegt daran, dass ich die Rechte des Individuum höher bewerte als die eines Kollektivs.

                          Also bist du der Meinung, der AG hat dir jede Entscheidung zu begründen bzw. sich nach dir zu richten?

                          Er hat mir *mindestens* die Entscheidungen schlüssig zu begründen, die mit meinen eigenen Interessen und Wünschen kollidieren, und mir dann eine Gelegenheit zu geben, diese Entscheidungen in dem Ausmaß, wie sie mich betreffen, zu verhandeln. Das fordere ich von jedem, mit dem ich irgendwie zu tun habe. Umgekehrt natürlich genauso.

                          Du vergleichst Äpfel mit Fahrrädern. Dein AG will von dir Arbeit und gibt dir dafür Geld.

                          Genau. Aber er kann nicht beliebig über mich verfügen.

                          Ein Versicherungfsfuzzi will dich als Kunde, damit bist du quasi in der Rolle als AG.
                          Also willst du als AN nicht, dass dir der AG Vorschriften macht, wenn du als AG auftrittst willst du deinem AN aber Vorschriften machen. Etwas paradox, wie ich finde (nein, nicht böse gemeint ;))

                          Nein, das ist nicht paradox. Ich fordere nur, egal auf welcher Seite ich stehe, dass individuelle Freiheit respektiert und so wenig wie nur möglich beschnitten wird - und wenn überhaupt, dann nur als Kompromiss bei gleichzeitiger Einschränkung der Rechte einer anderen Person, die mit betroffen ist. Wohlgemerkt: Person, nicht Kollektiv. Ich halte nichts von künstlich gebildeten Sozialstrukturen - egal ob es sich dabei um ein Unternehmen, einen Verein, eine Gewerkschaft oder einen Staat handelt. Für mich steht stattdessen immer der Mensch als Individuum im Vordergrund.

                          Ciao,
                           Martin

                          --
                          Auch mit eckigen Radios kann man Rundfunk hören.
                          Selfcode: fo:) ch:{ rl:| br:< n4:( ie:| mo:| va:) de:] zu:) fl:{ ss:) ls:µ js:(
                          1. Mahlzeit,

                            Ich gehe davon aus, du hast nen AG, bei dem das funktioniert, was du schreibst :)

                            Ich stelle fest, selbst als AG hab ich nicht diese Freiheit, die du als AN erwartest. Der AG muss sich am Markt und damit an den Kunden orientieren.
                            Wenn dein AG also das so zulässt, wie du es schilderst, hast du mehr Freiheiten als dein Chef, dann dürfte das dein Traumjob sein und deshalb bin ich ein wenig neidisch ;)

                            --
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                            1. Hallo,

                              Ich gehe davon aus, du hast nen AG, bei dem das funktioniert, was du schreibst :)

                              mal eben in den Spiegel gucken ... hmm, ja, scheint so.

                              Ich stelle fest, selbst als AG hab ich nicht diese Freiheit, die du als AN erwartest. Der AG muss sich am Markt und damit an den Kunden orientieren.

                              Du hast Mitarbeiter, soweit ich weiß, gegenüber denen du eine Verantwortung hast. Ich muss nur für mich selbst entscheiden.

                              Wenn dein AG also das so zulässt, wie du es schilderst, ...

                              Bei meinem Ex-Arbeitgeber war das bis zu einem gewissen Grad so. Dass diese Freiheiten mehr und mehr eingeschränkt wurden, war für mich vor gut fünf Jahren schließlich einer der Gründe, mich von ihm zu trennen.

                              Ciao,
                               Martin

                              --
                              In sein ist schon längst wieder out.
                              Selfcode: fo:) ch:{ rl:| br:< n4:( ie:| mo:| va:) de:] zu:) fl:{ ss:) ls:µ js:(
  2. Denn mit normalen Clone Programmen klappt es nicht, da die 250gb SSD zu klein ist. 500gb Platte klonen und auf 250gb schieben geht nicht. Also müßte ich die Windows Partition auf 250gb verkleinern, dann würde es gehen. Aber auf meiner Windows 500gb Platte (alt) sind ja noch versteckte Partitionen also für die Systemwiederherstellung.

    Was tun fragte Zeus.

    Ich stelle mal das hier zur Diskussion,

    --  denn es ist etwas "tricky", Ich kann mich verschrieben, geirrt, was übersehen oder für selbstverständlich gehalten haben.

    Vereinfachtes Vorgehen für Laien(!):

    A) Zutaten:

    1. weitere (USB-) Platte für das Backup. (Mindestens so groß wie die alte Platte, folgend "Backupdisk")
    2. ein USB-Stick mit halbwegs aktuellem [U|Ku|Xu]bunto (folgend "Ubuntu")
    3. Optional einen USB(3)-SATA-Connector
    4. Zeit, Ruhe und ein Quäntchen Glück
    5. Das unter "C: Hinweise" dort Punkt 2.) ganz unten vermittelte Wissen.

    B) Kochen:

    1.)
    Rechner ausschalten - es ist vorteilhaft oder gar notwendig die Platte vorher (mehrfach) zu defragmentieren, benutze dazu ggf. externe Tools und "komprimiere" die Platte auch, das heisst, sorge dafür, dass alle Daten hübsch hintereinander in den ersten 250GB liegen. Windows hat die Macke, die Daten zu verstreuen.

    2.)
    Du baust die Backupdisk ein oder schließt diese an (USB)

    3.)
    Du bootest den Rechner - und zwar vom USB-Stick mit Ubuntu

    4.)
    Klicke alle Platten auf dem Desktop mal an und stelle danach fest, wohin Ubuntu die Backup-Disk geladen hat.Gib dazu "less /etc/mtab" in einem Terminal ein und sieh nach, welches "Gerät" nach /media/SONSTWAS gemounted wurde. Ansonsten hilft auch das Programm gparted beim Nachschauen.

    5.)
    In der Konsole oder Terminal:
    sudo dd if=/dev/sda of=/dev/SONSTWAS (also das erkannte Gerät)

    Warten bis das fertig ist. Bei Fehlermeldung hier mit derselben melden.

    6.)
    Jetzt tust Du so, als wölltest Du Ubuntu installieren.

    7.)
    Wähle dann im Setup-Programm "Installieren neben Windows" und "Verkleinern der Windows-Partition"

    8.)
    Gehe weiter, bis die Verkleinerung erfolgreich war.  Bei Fehlermeldung hier mit derselben melden.

    9.)
    Setup nach der Verkleinerung sofort abbrechen(!) Rechner herunter fahren.

    10.) Boote wieder Ubuntu von Stick.

    11.)
    Schließe jetzt die neue SSD an (am besten via USB(3))

    11.)
    Stelle danach fest, wohin Ubuntu die SSD geladen hat.Gib dazu "less /etc/mtab" in einem Terminal ein und sieh nach, welches "Gerät" nach /media/SONSTWAS gemounted wurde. Ansonsten hilft auch das Programm gparted beim Nachschauen.

    12.)
    In der Konsole oder Terminal kopierst Du Boot-Sektor und Partitionstabelle:
    sudo dd  count=2048 bs=1024 if=/dev/sda of=/dev/DEINE_SSD (also das erkannte Gerät)

    13.)
    Wenn USB: SSD trennen und neu anschließen
    Wenn nicht via USB: neu starten, damit das System die Partitionstabelle der SSD neu liest.

    14.)
    Kopiere (in der Konsole oder Terminal) den Inhalt der Partitionen auf die SSD:

    sudo dd  if=/dev/sda1 of=/dev/DEINE_SSD1
    sudo dd  if=/dev/sda2 of=/dev/DEINE_SSD2
    (Wahrscheinlich gibt es für Windows eine "System-Reserviert"-Partition)

    15.)
    Baue die alte Platte aus und die SSD ein.
    Boote von der SSD.
    Geht das, so bist Du fertig.

    C: Hinweise:

    1.)
    Noch einfacher könnte es sein, unter Ubuntu (vom Boot-Stick) die via USB(3) angeschlossene SSD zu partitionieren (ggf. existierende "System-Reserviert"-Partition als FAT32 formatieren und den boot-Falg setzen, die Hauptpartition als NTFS formatieren!). Die Daten von der Platte in einem Dateimanager auf die SSD zu kopieren (achte bitte auf die ggf. existierende "System-Reserviert"-Partition), dann Platten umbauen (SSD als EINZIGE Platte einbauen!) und mit der Windows-Installations-CD booten und statt des Setup die "Windows-Systemreperatur" zu versuchen.

    Nur würde ich dem repariertem Windows nicht über den Weg trauen, weil durch das "normale" Kopieren die Rechte an Dateien und Verzeichnissen "geschüsst" sind. Windows selbst wieder wird das Kopieren nicht zulassen. Ein Dilemma erster Güte.

    2.)
    Sehr viel einfacher und zielführender wird es wohl sein, Windows neu zu installieren.
    Das würde ich jedenfalls machen FALLS ich nochmal Windows installieren würde. Hat bisher noch jedem Windows gut getan. Das ist optimale Variante und zu bevorzugen wenn es keine zwingenden Gründe gibt, obiges zu versuchen.

    Jörg Reinholz

  3. Hallo,

    wenn du Windows 7 Ultimate hast (da ist es auf jedenfall dabei), dann kannst du das über "Sichern und Wiederherstellen" machen (Systemsteuerung). Habe hier aber noch nie eine Festplatte wiederhergestellt, daher ... ungetestet.

    Wiederherstellen des Computers

    Zuvor alles sichern was dir lieb und teuer ist, Systemabbild erstellen, Datensicherung durchführen und einen Systemreparaturdatenträger erstellen.

    hth