TS: freifunk.net

Hallo und guten Morgen,

kennt Ihr http://freifunk.net?
Macht von Euch jemand mit?

Was haltet Ihr davon?
Wird sich die Entwicklung fortsetzen?
Welche Chancen wird man in ländlichen Umgebungen dafür haben?

Morgen Nachmittag findet bei uns "auf dem Dorf" eine Infoveranstaltung darüber statt. Mich interesssiert das. Aber ich sehe für die ländliche Umgebung wenig Chancen, sowas umzusetzen. Da kann man froh sein, wenn man bis zum Nachbarn kommt mit seinem WiFi-AP.

Wie hoch darf die Sendeleistung eines solchen Gerätes sein, damit es innerhalb des gesetzlichen Rahmens bleibt?

Grüße
TS

Folgende Nachrichten verweisen auf diesen Beitrag:

  1. Hallo TS,

    kennt Ihr http://freifunk.net?

    Ja.

    Macht von Euch jemand mit?

    Jain. Ich engagiere mich in dem Bereich, habe aber selber keinen Freifunk-Router hier stehen, da meine Bandbreite dafür nicht ausreicht; die ist so gering, dass ich sie nicht teilen kann ohne Probleme bei der Ausübung meines Berufs zu bekommen.

    Gegen Ende des Jahres hat die Telekom uns 100mbit versprochen, da werde ich einen Freifunk-Router hier hin stellen.

    Was haltet Ihr davon?

    Ich finde es eine Klasse Entwicklung.

    Wird sich die Entwicklung fortsetzen?

    Vermutlich schon, Freifunk bekommt ja aktuell massiv Zulauf.

    Welche Chancen wird man in ländlichen Umgebungen dafür haben?

    Freifunk kann durchaus auch Techniken wie Richtfunk nutzen. Ein anderer Bekannter (ein Landwirt) hat selber Kabel verlegt und APs auf einer bestimmten Route aufgestellt (find ich ziemlich cool). Wenn du deine Nachbarn überzeugst, dann wird das sicherlich nützlich sein.

    Wie hoch darf die Sendeleistung eines solchen Gerätes sein, damit es innerhalb des gesetzlichen Rahmens bleibt?

    Das hängt vom Band ab. Auf 2,4GHz sind 100mW erlaubt. Im 5GHz-Band ist es komplizierter, aber das ist auch nicht so relevant, das würde man Outdoor eher nicht betreiben. Diese Tabelle ist vielleicht interessant für dich.

    LG,
    CK

    -- CK kennt Wayne
    1. Hallo und guten Morgen Christian,

      Welche Chancen wird man in ländlichen Umgebungen dafür haben?

      Freifunk kann durchaus auch Techniken wie Richtfunk nutzen. Ein anderer Bekannter (ein Landwirt) hat selber Kabel verlegt und APs auf einer bestimmten Route aufgestellt (find ich ziemlich cool). Wenn du deine Nachbarn überzeugst, dann wird das sicherlich nützlich sein.

      Wie hoch darf die Sendeleistung eines solchen Gerätes sein, damit es innerhalb des gesetzlichen Rahmens bleibt?

      Das hängt vom Band ab. Auf 2,4GHz sind 100mW erlaubt. Im 5GHz-Band ist es komplizierter, aber das ist auch nicht so relevant, das würde man Outdoor eher nicht betreiben. Diese Tabelle ist vielleicht interessant für dich.

      Danke. Das hilft schon mal weiter.

      Man benötigt also erstmal 40.000.000 Nutzer und Befürworter, dann kann man die Sendeleistung auch leicht erhöhen ;-))

      Grüße
      TS

    2. Hallo und guten Abend,

      kennt Ihr http://freifunk.net?

      ich habe am Info-Termin teilgenommen. War sehr aufschlussreich, wie sachlich, knapp und doch interessant die Materie den überwiegend Nicht-Branchen-Angehörigen dargeboten wurde. Die Teilnehmer waren aber trotzdem alle nicht unbeleckt. Der Vortrag nebst anschließender Diskussion dauerte ca. 100 Minuten. Die Fragen der ca. 40 Teilnehmer waren extrem gut!

      Ich habe den Eindruck gewonnen, dass man gerade in einem touristisch orientierten Gebiet mit "Freifunk" offene Türen einrennt. Um ein kleines Hotel/Pension mit WLAN zu versorgen, benötigte man bisher relativ teure und umständliche Ticket-Lösungen. Durch die Freifunk-Software ist es möglich, einen Betrieb relativ angstfrei mit Internetzugang zu versorgen. Die Software ermöglicht außerdem ein intelligentes Load-Balancing im WLAN-Netz und mit den Internet-Zugängen. Wenn größere Betriebe früher für die Lastverteilung auf mehrere DSL-Zugänge teure Balancer benötigten (ab 1000 Euro aufwärts), benötigen sie nun nur noch eine geeigente Anzahl der modifizieten TP-Link-Router. Freilich geht das einher mit dem lokalen Kontrollverlust über die Internetaktivitäten der Gäste - aber das soll ja auch irgendwo das Ziel sein.

      Man schlägt also gleich vier Fliegen mit einer Klappe:

      1. leichte Versorgung größerer Objekte mit WLAN
      2. automatisches Load-Balancing und Access-Rate-Stacking
      3. automatische Vernetzung mit Nachbarn und unterschiedlichen Access-Providern,
        hier habe ich aber selbstverständlich noch keine Werte, was bei Koppelung unterschiedlich intransparenter Access-Provider passiert. Ist die Software schlau genug, Filter zu erkennen und dann einfach über einen anderen Weg zu routen?
      4. es entsteht eine redundante Netzarchitektur

      Ich bleib da auf jeden Fall dran und werde mir mal zwei bis drei der Router/Accesspoints nebst externer Antennen aus den Rippen schneiden ;-O

      Mich interessiert zur Zeit am meisten, wie intelligent das Maschennetz bezüglich des Traffics segmentiert wird. Angeblich soll die Software das leisten, und den großen Mash-WLAN quasi zerteilen, wie ein Switch das tun würde. Kann der Traffic an einem Anschlusspunkt befriedigt werden, wird er nicht erst durch den Mash-WLAN geroutet. Schaun wir mal, welche Wege meine Pakete nehmen, wenn ich nur mit meinem Nachbarn P2P Daten austauschen will. :-))

      Grüße
      TS

      1. Wenn größere Betriebe früher für die Lastverteilung auf mehrere DSL-Zugänge teure Balancer benötigten (ab 1000 Euro aufwärts), benötigen sie nun nur noch eine geeigente Anzahl der modifizieten TP-Link-Router.

        Auch für dich: Freifunk ist nicht dafür gedacht, irgendwelchen Unternehmen dabei zu helfen, die bisher hohen Kosten für Bandbreite gen Null zu drücken. Die können gerne ein eigenes Freifunknetz aufbauen und finanzieren, aber die bestehenden, spendenfinanzierten Strukturen für lau zu nutzen, um selber höhere Gewinne einzufahren, ist asozial.

        1. Liebe Mitdenker, liebe Wissende, liebe Neugierige,

          Wenn größere Betriebe früher für die Lastverteilung auf mehrere DSL-Zugänge teure Balancer benötigten (ab 1000 Euro aufwärts), benötigen sie nun nur noch eine geeigente Anzahl der modifizieten TP-Link-Router.

          Auch für dich: Freifunk ist nicht dafür gedacht, irgendwelchen Unternehmen dabei zu helfen, die bisher hohen Kosten für Bandbreite gen Null zu drücken. Die können gerne ein eigenes Freifunknetz aufbauen und finanzieren, aber die bestehenden, spendenfinanzierten Strukturen für lau zu nutzen, um selber höhere Gewinne einzufahren, ist asozial.

          Das liest sich so angepisst.

          Wieso dürfen Unternehmen und deren Kunden nicht die technischen Vorteile von Freifunk, auch "Convenience" genannt, in Anspruch nehmen? Anstelle eines umständlichen Ticket-Systems einfach durch einen Klick am Internet teilnehmen zu können, ist doch eine feine Sache.

          Das hat doch gar nichts damit zu tun, wer wieviel Traffic-Access bereitstellt.

          Asozial ist, hier die Poster anzumachen!

          Spirituelle Grüße
          Euer Robert
          robert.r@online.de

          -- Möge der wahre Forumsgeist ewig leben!
        2. Hallo und guten Tag,

          Wenn größere Betriebe früher für die Lastverteilung auf mehrere DSL-Zugänge teure Balancer benötigten (ab 1000 Euro aufwärts), benötigen sie nun nur noch eine geeigente Anzahl der modifizieten TP-Link-Router.

          Auch für dich: Freifunk ist nicht dafür gedacht, irgendwelchen Unternehmen dabei zu helfen, die bisher hohen Kosten für Bandbreite gen Null zu drücken. Die können gerne ein eigenes Freifunknetz aufbauen und finanzieren, aber die bestehenden, spendenfinanzierten Strukturen für lau zu nutzen, um selber höhere Gewinne einzufahren, ist asozial.

          Könnte es ein, dass DU die technischen Rahmenbedingungen missverstanden hast?

          Soweit ich das verstanden habe, können meine lokalen Teilnehmer an Freifunk nur die volle Bandbreite nutzen, wenn ich diese auch selber bereitstelle und einspeise. Anderenfalls bekommen sie nur einen Durchschnittswert des Freifunk-WLANs bereitgestellt. Eine "Rückwärtseinspeisung" vom Freifunknetz in denn lokalen WAN-Knoten ist in der Software unterbunden, genauso wie ein Routing in das lokale Netz.

          Zweiterem würde ich aber nie trauen, sondern für ein Trunking bzw. Stacking immer den dafür vorgeshenen Port (Bei neueren Fritz-Boxen Port 4) und passender Konfiguration dafür benutzen.

          Alternativ-Text

          Haken bei "Gastzugang für LAN4 sktiv".

          Bevor Du hier herumpaulst, solltest Du dich vielleicht erst mal näher mit der Technik beschäftigen. Die ist nicht von Dummen ersonnen worden. Zu deiner Beruhigung, ich werde die nächten Treffen in meiner Nähe wahrnehmen und auch deine unterschwelligen "asozialen Ideen" vortragen und schauen, wie man denen technisch (ist mMn schon geschehen) und kommunikativ begegnen kann, sofern dies überhaupt erwünscht ist ;-)

          Grüße
          TS

  2. Hallo

    kennt Ihr http://freifunk.net?

    Ja.

    Macht von Euch jemand mit?

    Nein.

    Was haltet Ihr davon?
    Wird sich die Entwicklung fortsetzen?
    Welche Chancen wird man in ländlichen Umgebungen dafür haben?

    Ich halte das für eine gute Idee. nicht nur, dass Internetzugang bereitgestellt wird, auch ein Intranet und intern geteilte Dateien sind möglich. Das ist also mehr als nur ein gemeinsamer Internetzugang. Allerdings ist speziell die Funktion, Internetzugang für Gäste/Unbeteiligte zur Verfügung zu stellen, gefährdet, da man als privater WLAN-Betreiber, der man als am Freifunknetz beteiligter ist, in Hinsicht auf die Identitäten seiner WLAN-Gäste (höchstwahrscheinlich) bald nachweispflichtig wird.

    Es gibt in ländlichen Räumen Netze nach dem Freifunkprinzip. Der Internetzugang erfolgt dann gerne über den DSL-Zugang einer beteiligten Person oder Instanz ein oder zwei Orte weiter. Die Verbindung wird meist über eine Richtfunkstrecke hergestellt.

    Morgen Nachmittag findet bei uns "auf dem Dorf" eine Infoveranstaltung darüber statt. Mich interesssiert das. Aber ich sehe für die ländliche Umgebung wenig Chancen, sowas umzusetzen. Da kann man froh sein, wenn man bis zum Nachbarn kommt mit seinem WiFi-AP.

    Richtfunk ist das Zauberwort. Bauanleitungen für WLAN-Richtfunk-Antennen, gerne aus Pringles-Dosen, sollte es im Netz wie Sand am Meer geben.

    [edit]Die Einführung in die verwendeten Techniken auf freifunk.net sollten ein guter Einstieg sein.[/edit]

    Tschö, Auge

    -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
    Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
    1. Hallo Auge,

      Allerdings ist speziell die Funktion, Internetzugang für Gäste/Unbeteiligte zur Verfügung zu stellen, gefährdet, da man als privater WLAN-Betreiber, der man als am Freifunknetz beteiligter ist, in Hinsicht auf die Identitäten seiner WLAN-Gäste (höchstwahrscheinlich) bald nachweispflichtig wird.

      Das ist noch nicht raus. Einerseitz gilt Freifunk inzwischen als Provider und andererseits wird (als Gesetzes-Hack) gerade jeglicher Traffic durch IIRC Schweden geroutet, so dass er nicht unter deutsche Legislatur fällt. Bisher sind wir so um die Störerhaftung drum herum gekommen.

      LG,
      CK

      -- CK kennt Wayne
      1. Das ist noch nicht raus. Einerseitz gilt Freifunk inzwischen als Provider

        Nein. Es gibt nicht "den" Freifunk, es gibt eine Reihe von Gruppen, einige als eingetragene Vereine. Als Provider agieren davon meines Wissens bislang nur Freifunk Rheinland und der überregionale Förderverein.

        jeglicher Traffic durch IIRC Schweden geroutet

        Niederlande, kann aber auch anderswo sein, das hängt von der regionalen Gruppe und Tagesform ab. Wegen der Providergeschichte bleibt ein Teil des Verkehrs auch in Deutschland.

        1. Hallo Hannes,

          Das ist noch nicht raus. Einerseitz gilt Freifunk inzwischen als Provider

          Nein. Es gibt nicht "den" Freifunk, es gibt eine Reihe von Gruppen, einige als eingetragene Vereine. [...]

          Das ist zwar prinzipiell richtig, praktisch organisieren sich die meisten lokalen Communities aber in Dachverbänden. Der bekannteste dürfte hier wohl der Förderverein Freie Netze e. V. sein.

          LG,
          CK

          -- CK kennt Wayne
    2. Tach,

      Richtfunk ist das Zauberwort. Bauanleitungen für WLAN-Richtfunk-Antennen, gerne aus Pringles-Dosen, sollte es im Netz wie Sand am Meer geben.

      da muss man dann allerdings auch auf die erreichten Werte schauen, da man damit die Grenzwerte leicht überschreitet.

      mfg
      Woodfighter

    3. Hallo und guten Tag,

      Richtfunk ist das Zauberwort. Bauanleitungen für WLAN-Richtfunk-Antennen, gerne aus Pringles-Dosen, sollte es im Netz wie Sand am Meer geben.

      [edit]Die Einführung in die verwendeten Techniken auf freifunk.net sollten ein guter Einstieg sein.[/edit]

      Richtfunk ist nicht für temporäre Verbindungen mit dem Netz geeignet, wie sie überlicherweise von Mobilgeräten aufgebaut wird. Um den Gewinn einer Richtfunkantenne nutzen zu können, müssen beide Seiten eine vergleichbare Charakteristik bzw. Gewinn in derselben Richtung und entgegengesetzter Orientierung haben - zweckmäßigerweise aufeinander zu :-)

      Grüße
      TS

      1. Hallo TS,

        Richtfunk ist nicht für temporäre Verbindungen mit dem Netz geeignet, wie sie überlicherweise von Mobilgeräten aufgebaut wird.

        Sie ist aber dazu geeignet, weitere APs anzubinden.

        LG,
        CK

        -- CK kennt Wayne
        1. Hallo und guten Tag,

          Richtfunk ist nicht für temporäre Verbindungen mit dem Netz geeignet, wie sie überlicherweise von Mobilgeräten aufgebaut wird.

          Sie ist aber dazu geeignet, weitere APs anzubinden.

          Ja klar. Da gibt es mWn ein Projekt in Bamberg, die mit handelsüblichen Routern, bei denen man die Antennen bereits von Haus aus extern anschließen kann, mit Super-Yagis eine stabile Reichweite von 3,5km schaffen.

          Grüße
          TS

          Folgende Nachrichten verweisen auf diesen Beitrag:

      2. Hallo

        Richtfunk ist das Zauberwort. Bauanleitungen für WLAN-Richtfunk-Antennen, gerne aus Pringles-Dosen, sollte es im Netz wie Sand am Meer geben.

        [edit]Die Einführung in die verwendeten Techniken auf freifunk.net sollten ein guter Einstieg sein.[/edit]

        Richtfunk ist nicht für temporäre Verbindungen mit dem Netz geeignet …

        Sie ist aber dazu geeignet, den Nachbarn, der weiter als ein paar -zig Meter entfernt wohnt, dauerhaft anzubinden. Darum ging es doch 1?! Auch für das Erreichen eines Nachbarortes ist das die Lösung, wenn man keine Kabel verbuddeln will oder kann.

        Wie weit das gehen kann 2, hast du mittlerweile ja selbst rausgefunden.

        Tschö, Auge

        1. Da kann man froh sein, wenn man bis zum Nachbarn kommt mit seinem WiFi-AP.

        2. Wer weiß, ob mit den 3.5km schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

        -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
        Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
        1. Hallo und guten Tag,

          Wie weit das gehen kann 1, hast du mittlerweile ja selbst rausgefunden.

          Tschö, Auge

          mir ging es darum, wie weit man ohne Einrichtugsarbeiten aus dem Stand kommt.

          In den Anden angeblich mal 279km bei 100mW und 6kByte pro Sekunde mit Parabolantennen von mehr als 2,4 Meter Durchmnesser.
          http://www.golem.de/0604/44975.html

          Aber sowas ist wohl nicht allgemeingülitg reproduzierbar.

          Grüße
          TS

          1. Wer weiß, ob mit den 3.5km schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

          1. Hallo

            Wie weit das gehen kann [^2], hast du mittlerweile ja selbst rausgefunden.

            mir ging es darum, wie weit man ohne Einrichtugsarbeiten aus dem Stand kommt.

            Nun ja, mit einem Router von der Stange™ ist weder die Reichweite einer Pringles-Dose, noch die eines Paars 2.4m-Parabolspiegel erreichbar (vermute ich mal). Ich denke aber, dass sich der Aufwand für eine Pringles-Dosen-Richtfunk-Antenne in überschaubaren Grenzen hält. Ob sowas bei euch überhaupt relevant ist, sollte auf dem Treffen diskutiert werden.

            In den Anden angeblich mal 279km bei 100mW und 6kByte pro Sekunde mit Parabolantennen von mehr als 2,4 Meter Durchmnesser.

            Aber sowas ist wohl nicht allgemeingülitg reproduzierbar.

            Nö, wohl eher nicht.

            Tschö, Auge

            -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
            Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
        2. Hallo,

          Wer weiß, ob mit den 3.5km schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

          Wenn du tatsächlich das Ende der Fahnenstange nimmst, nicht so bald. Anderenfalls hast du bald ein Problem mit der Erdkrümmung.

          Gruß
          Kalk

          1. Hallo

            Wer weiß, ob mit den 3.5km schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

            Wenn du tatsächlich das Ende der Fahnenstange nimmst, nicht so bald. Anderenfalls hast du bald ein Problem mit der Erdkrümmung.

            Welche Erdkrümmung? Willst du uns was vom Pferd erzählen? Da sind Elefanten, keine Pferde!

            Davon ab; mit einer 3.5km langen Fahnenstange käme ich auch auf einer hypothetischen Rundwelt recht weit.

            Tschö, Auge

            -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
            Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
            1. Hallo und guten Abend,

              Wer weiß, ob mit den 3.5km schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

              Wenn du tatsächlich das Ende der Fahnenstange nimmst, nicht so bald. Anderenfalls hast du bald ein Problem mit der Erdkrümmung.

              Davon ab; mit einer 3.5km langen Fahnenstange käme ich auch auf einer hypothetischen Rundwelt recht weit.

              Ja, von einer 30m hohen Fahnenstange aus betrachtet ist der Horizont ca. 25km weit entfernt.

              https://www.netzangler.de/tools/horizont.html

              Und dahinter ist sowieso gar nix. :-)

              Grüße
              TS

  3. Was haltet Ihr davon?

    Nett.

    Wird sich die Entwicklung fortsetzen?

    Fraglich.

    Welche Chancen wird man in ländlichen Umgebungen dafür haben?

    Sehr fraglich.

    Freifunk ist kein Internetersatz. Weder ist es eine brauchbare Möglichkeit, um ins Internet zu kommen, noch stehen dort Inhalte zur Verfügung, die mehr als eine Handvoll interessieren (oder besser: von ihnen genutzt werden können).

    Die Vorstellungen der Kernfreifunker und eines Großteils der Freifunknutzer gehen in meinen Augen doch sehr auseinander. Wenn du dich mal in die Hintergründe einliest, wirst du feststellen, dass es den Initiatoren um Wege geht, eigene Inhalte in einem eigenen Netz verbreiten zu können.

    Die Nutzerdebatten drehen sich hingegen in erster Linie um die anonyme Nutzung (Stichwort Störerhaftung bzw. Urheberrechtsverstöße) und den kostenlosen Internetzugang - denen geht es also weniger darum, selbst etwas beizutragen, als vielmehr um eine Möglichkeit, irgendwas zu konsumieren und dafür am besten gar nichts zu bezahlen.

    Ich finde es ja wirklich nett, wenn jemand dem mittellosen Nachbarn oder einem Flüchtlingsheim seinen Internetzugang via Freifunk zur Verfügung stellt. Ich täte das auch, würde es in meiner großkotzigen Villengegend Bedarf geben. Aber der Großteil der Bevölkerung ist halt weder Flüchtling noch mittellos.

    Was soll ich als Otto Normalsurfer also mit einem Freifunkzugang, wenn ich sowieso 35 € für einen zehn- bis zwanzigmal so schnellen DSL-Zugang zahle (nb: meiner hat 12 MBit/s)? Das ist beknackt. Schlimmer: Warum soll ich meinen DSL-Zugang irgendwelchen Gören draußen auf der Straße zur Verfügung stellen, die zwar rund um die Uhr Selfies ins Fratzenbuch schieben wollen, aber zu geizig sind, 10 € im Monat für einen passenden Tarif auszugeben? Und Strom kostet das auch noch, mit meiner Ökofresse kann ich es nicht vereinbaren, Strom zu verbrauchen, ohne mir oder meinen Nächsten damit etwas Gutes zu tun.

    Bei der Vernetzung auf dem Land halte ich es darüber hinaus für kontraproduktiv. Kabel kosten nunmal Geld. Eine Anbindung fürs Dorf hat weniger Chancen, wenn investitionswillige Telekommunikatoren feststellen, dass im Dorf wegen Freifunk kaum Anschlüsse zu verkaufen sind. Das wäre zwar nur halb so schlimm, wir haben einen freien Markt, aber erstens muss das örtliche Freifunk-Netz selbst ins Netz kommen, und zweitens ist die Freifunk-Leistung bei weitem nicht so, wie es von WLAN auf den ersten Blick zu erwarten wäre. Ums mal im Nerdsprech zu sagen: Freifunk skaliert für sich nicht gut. Der einzige Grund, der Freifunk in größeren Gemeinden nutzbar bleiben lässt, ist die hohe Anzahl an Zugängen ins Internet - womit wir dann wieder bei obiger Frage nach dem Sinn des eigenen DSL-Zugangs sind.