Hallo, Simon.
Nachrichten muessen faktisch richtig und nachweisbar sein - Meinungen spiegeln die soziokulturelle Erfahrung des Schreibers wider.
Aber das heisst doch nicht, dass man seine Meinung nicht genauso begruenden muss, wie man Fakten belegen muss. Meinungen haben schliesslich auch Ursachen und wer diese nicht nennen kann, sollte seine Meinung lieber zurueckhalten.
Ich finde auch, dass man Meinungen begruenden sollte, und deshalb habe ich "ich finde auch" an den Anfang dieses Satzes gestellt ;o)
Die Begruendung von Meinungen stellt erst das Verstaendnis, die Verbindung zwischen Menschen her. Ohne Begruendung redet man schnell aneinander vorbei, missversteht sich oder versteht sich nicht.
In diesem Zusammenhang ein Buchtip:
Hans Manz - Die Welt der Woerter (Sprachbuch fuer Kinder und Neugierige)
Hans Manz, Schweizer Paedagoge und bekennender Moralist, schaerft hierin einfach etwas das Gespuer fuer Worte, deren Ge- und Missbrauch.
Zitat:
"
Was im Buche steht,
lass es nicht stehen.
Man kann die Worte so oder so drehen.
Also, leg sie auf die Goldwaage,
oder beweg sie mit einer Frage.
Nimm dir Zeit zu verweilen,
lies zwischen den Zeilen,
auch ein kurzes Gedicht hat viele Seiten.
"Es war einmal ..." meint - vielleicht - heutige Zeiten.
Buchstabieren allein genuegt nicht.
Lies einen Satz, wie in einem Gesicht,
wie, und warum er dir etwas zeigt,
und wo er verstummt und was er verschweigt.
"
Oh, es pfingstelt sehr ... :o)
Schoene Gruesse,
Uschi