Hallo, Marlis - und alle anderen!
ich habe die Menschen noch nie als Subjekte begriffen, aber das kam wohl eher daher, dass "Subjekt", bezogen auf einen Menschen, in meiner Umgebung sozusagen als Schimpfwort benutzt wird.
Vielleicht kommt das Dilemma daher, das jeder Mensch für sich ein "Subject" ist, die anderen Menschen aber "Objecte". (die Begriffe im Sinne der Syntax gesehen)
Will meinen, jeder sieht sich zunächst selbst im Zentrum seiner Erfahrungswelt und geht davon aus, dass der andere diese seine perönlichen Erfahrungen teilt. Dass dies nicht so ist, lernt man erst nach etlichen Mißverständnissen.
Jeder sieht eben die Welt vom Hügel seiner gemachten Erfahrungen aus. Diese Hügel sind unterschiedlich hoch, daher sind auch die Blickwinkel verschieden.
Uns bleibt nur das Wort, um zu beschreiben, was wir sehen, und die Hoffnung, dass der andere Mensch eine ähnliche Perspektive hat und durch Verstehen zu unserer Sicht der Dinge kommt.
Insofern ist der Beitrag von Kess in diesem Forum am rechten Platz. Was wäre das Wort ohne die Kraft und die Fähigkeit des Verstehens?
Liebe Grüße
Eckard.