Moin
Wurden damals zu einen vortrag der feuerwehr gebracht und da bekammen wir eine 3/4 Stunde Dia-"Show" zu sehen, die sich wirklich gewaschen hat. Ich sag nur das einige hinausgegangen sind um sich am WC zu erleichtern.
Ich erinnere mich an wohl vergleichbare Lehrveranstaltungen, wo selbst gestandene Rettungssänitäter den Raum verlassen haben. Selbst in einem lehrhaften Kontext, der darauf abzielt, Situationen kennenzulernen, wo man also darauf vorbereitete ist, schlimmes zu sehen und weiss, dass man es wissen sollte, um später nützlich reagieren zu können, ist so etwas schrecklich. Und das ist auch gut so. Es zeigt uns ja, dass wir unsere Empfindlichkeit bewahrt haben: "man" ist nicht "mannhaft", nur weil "man" solche Situationen aushält.
Schlimmer und schmerzhafter empfinde ich mittlerweile die Abwesenhiet von "Nachsorge" in den helfende Berufen. Meine Frau supervidiert sehr viel in diesen Berufen und kann kein schönes Lied davon singen. Über Trauerarbeit hat sie ihre Magisterarbeit geschrieben, ich maile sie dir diese Woche.
Nein kenne ich leider nicht - sollte ich aber ändern.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3518017721/
Wenn du willst schicke ich dir mal die Arbeit.
jepp :-)
Oder wenn er nicht mehr leben will, obwohl du dich bemühst. Und dann fragst du dich, was (oder besser: das) du da machst.
Es hätte heißen sollen (oder besser: warum).
[...]
es gab nur einen fall von suizid bei uns auf der nachbarstation - und ich fand was die frau gemacht hat bewunderswert
Ich bezog mich auf Reanimationen. Das war häufig Thema auf der Wache oder in den Ausbildungsveranstaltungen. Wo man sich fragte, ob man Schicksal spielen darf (z.b. bei älternen Menschen, die offensichtlich soeben friedlich starben?), oder ob selbst schon die Suche nach Außnahmetatsbeständen (wie eben in der Klammer) ein Anmassung ist und man verpflichtet sei, sein Können unbedingt anzuwenden. Ein Teufelskreis.
Und dann die Diskssionen über Triage (keine Ahnung, ob dass so richtig geschrieben ist), also über die Festlegungen über die Behandlungsreihenfolge (oder eben Nichtbehandlung) bei Großschadensereignissen (naturbedingte wie technische Katastrophen mit einer Vielzahl von unterschiedlichst Verletzen, Krieg ist insoweit ein Unterfall der technischen Katastrophe).
Da habe ich manchmal schon gefragt, ob der Grundwehrdienst mein Gewissen in einer gewissen Art nicht sogar weniger belastet hätte.
Grüße
Swen