Hallo!
Da widersprichst Du Dir doch selber!
Das denke ich nicht. Im Web finden sich so viele grausige Seiten, die von Leuten erstellt wurden, die einen Editor haben, die nur leider überhaupt keine Ahnung von Html, Layout oder einer vernünftigen Struktur einer Site haben . _Das_ ist das Problem.
Da kann mann nicht einfach sagen: Ja, ein Editor ist oK. Mach deine Seiten damit. Wenn man schon einen Editor benutzt, sollte man auch wissen, was man sich da gerade zusammenklickt.
Weil du die Java-Applets ansprichst: Man muß natürlich nicht Java beherrschen, um sie einzusetzen. Aber ich, z.B. schreibe das hier gerade mit einem Opera _ohne_ Java. Komme ich also auf eine Seite, auf der ein Java-Menu ist sehe ich - nichts. Das ist der Punkt. Genauso kenne ich einige Firmen und Organisationen, bei denen JavaScript aus Sicherheitsgründen deaktiviert ist. Ob das nun Sinn macht oder nicht, völlig egal, aber auf vielen Seiten sehen auch die Leute nichts. Ganz zu schweigen von denen die freiwillig JavaScript deaktivieren.
Viele Leute klicken sich im Editor eine Seite zusammen, ohne sich um so etwas gedanken zu machen. Die sehen nur: Ach das ist ja toll, bauen es ein und fertig. Ob damit Besucher einer Seite vergrault werden - völlig egal. Oder ob die Seite behindertengerecht ist (siehe http://aktuell.de.selfhtml.org/artikel/design/barrierefrei/index.htm) oder zu lange braucht, bis sie geladen ist.
Webseitenerstellung ist eben mehr, als nur einen Editor bedienen zu können. Man kann sicherlich auch mit einem Html-Editor gute Seiten ertsellen, keine Frage. Nur wenn man keine Ahnung von dem hat, was man da zusammenklickt leider auch sehr schlechte. Deshalb kann man nicht jedem empfehelen, einen Editor zu benutzen, sondern muß allen raten, sich erst einmal mit purem Html sowie einigen Grundsätzen auseinanderzusetzen.
Letzten Endes ist es nicht wichtig, was ich kann, was ich tolles in meine Homepage einbauen kann, sondern was der Besucher meiner seite wünscht. Das sollte man nicht aus den augen verlieren.
_Das_ meinte ich mit "Wichtig ist, was hinten rauskommt". Man kann sich sicherlich, wie du schon sagst, viel Arbeit ersparen. Nur sollte man dann auch wissen, was man tut, sonst hat man u.U. hinterher noch viel mehr Arbeit.
Gruß Markus