erika: Eine kleine Weihnachtsgeschichte

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Hallo molily,

kennst Du die Bilder von Ludwig Richter? Da gab es auch eins über ein "Schlachtefest". Für die kleinen Leute, bei denen früher oft Schmalhans Küchenmeister war, war ein "Sauschlachten" halt doch ein Ereignis, und wenn auch nicht gerade zu Weihnachten geschlachtet wurde, so aber doch in der kalten Jahreszeit, wegen der Haltbarkeit des Fleisches. Und so ein Schwein mußte lange reichen. Nicht so wie heute, wo die Läden übervoll sind und wöchentlich die Discounter mit ihren Werbeprospekten zum Kauf von Fleisch- und Wurstmassen animieren wollen, das einem wirklich der Appetit vergehen kann. Wer aus ethischen, religiösen oder gesundheitlichen Gründen kein Fleisch essen mag - Respekt, das ist okay. Und auch die Nicht-Vegetarier sollten durchaus ihren Fleischverbrauch einschränken. Jeden Tag Fleisch muss nicht sein. Ich koche oft eine einfache Gemüsesuppe und würze mit Kräutern, schmeckt lecker und ist gesund. Ich freu mich aber auch auf einen Festtagsbraten zu Weihnachten.
Der Satz von  Adorno gibt zu denken, aber Auschwitz hat wohl doch tiefere Ursachen. Allerdings: Wer Tiere quält, der foltert unter bestimmten Umständen auch Menschen. In meiner Kindheit habe ich gelernt: Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie Du den Schmerz. Und wer junge Bäume umknickt, hat keine Achtung vor dem Leben. Denn auch Pflanzen sind Lebewesen.
Man könnte noch viel dazu schreiben, aber das würde den Rahmen des Forums sprengen.

Viele Grüsse
erika