Hallo liebes Forum,
durch einige Auseinandersetzungen, die ich in letzter Zeit hier im Forum sowohl verfolgen durfte als auch leider daran teilhaben musste, ist folgende kleine Anregung entstanden:
Jegliche Kommentare sind (wie immer) willkommen und vielleicht finet man ja endlich mal einen Konsens ueber dieses leidige Thema.
Bei den erfahrenen Usern dieses Forums scheint ja eindeutig die Meinung vertreten zu sein, das Dinge wie durch Javascript kontrollierte Fenstergroessen, Ausschalten der Toolbars usw. eine Todsuende sind und nur von einer schlechten Website zeugen, da sie dem User die Kontrolle zu entziehen versuchen und durch die Browser Konfiguration sowieso zu blockieren sind usw.
Und ich denke ich kann dieser Meinung mittlerweile sogar problemlos zustimmen, jedenfalls solange wir von Websites sprechen, die als Hauptfunktion die Uebermittlung von Informationen (in Form von Text usw.) besitzen. Wenn ich auf ne Nachrichtenseite wie Spiegel.de oder Heute.de gehe und mir wuerden zwei drei popups entgegenspringen (passiert bei Spiegel.de sogar!) dann wuerde mich das ziemlich ankotzen, von festen Fenstergroesen garnicht zu reden. Der Seiteninhalt solcher Seiten sollte sich natuerlich bis zu einem gewissen Grad der Browsergroesse anpassen und Funktionen wie Forward und Backwards sind natuerlich auch noetig.
Jetzt kommt der heikle Teil: Was aber ist mit Sites die einen anderen Ansatz verfolgen, naemlich den mehr kuenstlerischen, multimedialen Weg einschlagen. Wieso sollte der Webmaster bzw. der Ersteller der Seite nicht entscheiden duerfen in welcher Form die Seite bei dem User erscheint, es ist doch schliesslich auch seine Entscheidung wie die Seite design ist, mit welchem Thema sie sich befasst usw.
Ich spreche hier nicht von 10 Popups mit irgendwelchen Tittenbildern die aufpoppen, sondern schlicht und einfach von einigen Javascript funktionen wie z.b. feste Fenstergroesse, keine Menubar usw.
Das Fenster ist dann nicht mehr als Website zusehen, sondern als eine Art CDROM Anwendung die eben ueber die Telefonleitung zu einem auf den Screen kommt. Vielleicht sollte man dort den Anspruch auf totale Kontrolle ueber absolut Alles etwas drosseln und sich entweder drauf einlassen oder eben die Seite schliessen. Wieso nicht ausprobieren, ob die Seite doch gut ist, und ob man all diese Freiheit die man sich beim Betreten freiwillig nehmen lassen hat in diesem spezifischen Fall wirklich benoetigt.
Ich benutze Frames und eine feste Fenstergroesse, und meine Seite sieht in jedem getesteten Browser gleich aus, auch in Mozilla. Natuerlich funktioniert sie nicht, wenn der User in z.b. Mozilla das Javascript ausschaltet, doch mit der Standardkonfiguration ist die Seite wunderbar funktionstuechtig, nervt den User in meinen Augen nicht und ist immer zu schliessen.
Warum also generalisieren, Websites sind nicht immer riesige Portale mit hunderten oder gar tausenden von Usern am Tag, sondern manchmal auch eigenwillige Interpretationen, eigene Kunstformen usw.
Ich weiss, dass dieses Forum hauptsaechlich von Programmieren gelesen wird, aber ich spreche hier aus der Perspektive eines Designers der den Code nur als Mittel zum Zweck benutzt, naemlich um die Seite graphisch interesanter zu machen.
Ist es nicht in gewissem Masse engstirnig immer nur von der einen Seite an die Sache heranzugehen, naemlich die des Coders, der 99,5% aller User erreichen will und vorallem die, die Mozilla oder Opera benutzen und das halbe Programm selber umgeshcrieben haben? Ist es nicht legitim eine Website fuer eine gewisse Interessengruppe/Usergruppe zu entwerfen?
Wollte das alles mal los werden und bin gespannt wer von euch mir
gleich an den Hals springt, oder gar mir zustimmen wird (ganz vorsichtig, natuerlich)
Gruesse
Thomas