Hi,
- Der Erfinder des WWW erhebt auch keine Lizenzgebühren. Wahrscheinlcih wäre Berners-Lee mittlerweile ein reicher Mensch, wenn er seine Ideen patentiert hätte.
Nein - wenn Berners-Lee (schreibt man den überhaupt so?) seine Ideen patentiert hätte, dann wäre das Internet nie zu dem geworden, was es heute ist (und er auch nicht viel reicher als heute).
Ok, das ist natürlich auch eine Option. Oder er hätte es wie die Firma aus Texas gemacht - erst einen Quasi-Standard sich etablieren lassen, und dann das Patent rauskramen...
Übrigens habe ich Berners-Lee richtig geschrieben, ich habe extra nochmal nachgeguckt!
- Die Firmen, die im W3C sitzen sollten ihr Geld mit den Programmen verdienen, die die Standards nutzen. Denn schließlich sparen die Standards auch Geld, weil langfristig Fremdformate nicht mehr unterstützt werden müssen und die Entwicklungskosten für die Programmeigenen Formate auch entfallen.
Full ACK.
Wofür steht "ACK"? In diesen Abkürzungen bin ich nicht so bewandert.
Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Patente, und sehe auch ihre Notwendigkeit. Aber alles sollte seine Grenzen haben.
Ich bin grundsätzlich gegen Softwarepatente. (Argumente dazu findet man überall im Netz - bin zugegebenermaßen jetzt etwas faul, die Links rauszusuchen)
Nein, auch Softwarepatente können sinnvoll sein. Z.B. halte ich die Methode, wie Google sucht für patentwürdig. Da steckt viel Arbeit in der Entwicklung, und da soll die Firma auch ruhig was von haben.
Oder nimm den Bereich Kryptographie, mit den mathematischen Verfahren, die dahinter stecken.
Oder nimm Grafikengines von Computerspielen.
Ich habe nur etwas gegen Patente, die auf einmal auf Quasistandards erhoben werden, nachdem man entweder diesen Standard von vorneherein stoppen können (Adobe bei SVG), oder nachdem man das Patent zig Jahre in der Ecke hat liegen lassen (Forgent bei JPEG). Besonders amüsant wäre es bei den Links geworden, auf die "British Telecom" einen Patentanspruch angemeldet hat.
Tschüß
Carl