Sven Rautenberg: Anzeigebereich der Seite verkleinern ... welche Technik?

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Moin!

Manche verfluchen ja Frames, andere finden die Dinger einfach nur praktisch. Wieder andere schwören auf CSS, andere mögen's gern einfach und pragmatisch mit HTML-Tabellen. Gibt's hier einen Leitfaden?

Mach so, wie du meinst. Wirst du ja ohnehin machen. Benutze dabei die Technik, die dir am besten liegt, sofern du nicht noch äußere Zwänge hast, die deine Wahl einschränken. Wisse aber um die jeweiligen Nachteile!

Im Übrigen: Es ist mitnichten so, dass die Bildschirme immer größer werden. Würde das der Fall sein (dann könnte man die Fortschritte, die der Rest der Rechnertechnik gemacht hat, auch auf Monitore beziehen), dann säßen wir alle bereits vor 50-Zoll-Monitoren.

Da wir das alle nicht tun, scheinen die Monitore also nicht "immer größer" zu werden. Es gibt scheinbar ein Maximum, welches nicht überschritten wird - und das ist die Auflösung in Pixeln pro Bildschirmgröße. Es hat in der realen Computerwelt keinerlei Sinn, eine Wahnsinnsauflösung auf einen Laptopbildschirm zu pressen (um mal ein Beispiel zu bringen). Mein Chef hat so einen Laptop: 1600*1200* Pixel Auflösung auf ...hm, ich würde schätzen nicht mehr als 15 Zoll. Das Problem ist: Alle Webseiten, die er sich auf _diesem_ Bildschirm anguckt, haben recht winzige Schriftgrößen, die Icons sind ebenso klein, und entweder hat er nur die Hälfte der Bildschirmbreite ausgenutzt, oder die Textzeilen sind so lang, dass man sie kaum noch vernünftig lesen kann. Er hat am Laptop noch einen zweiten TFT-Monitor mit 1024er-Auflösung, den er hauptsächlich zum Arbeiten benutzt. Der Laptop-Bildschirm zeigt meist nur sein Outlook, damit er sieht, ob neue Mails gekommen sind.

Das Beispiel soll deutlich machen:

1. Auflösung ist nicht alles. Es macht keinen Sinn, die höchstmögliche Darstellung auf einen verhältnismäßig kleinen Bildschirm zu prügeln. Ein einzelner Pixel (jedenfalls das, was der Computer als "ein Pixel" behandelt" sollte eine gewisse optische Größe auf dem Bildschirm haben, sonst wird die Darstellung einfach zu winzig.

2. Es ist andererseits auch nicht zu erwarten, dass in Zukunft immer größere Monitore im Einsatz sein werden. TFT-Monitore in extrem hohen Auflösungen sind kaum fehlerfrei herzustellen, und Röhrenmonitore werden einfach zu groß und zu schwer. Außerdem sind beide Varianten ziemlich teuer.

Ich behaupte: Das "unterste Ende" der Monitor-Latte ist gestiegen. Wer früher einen billigen 14"-Monitor hatte, wird jetzt mindestens 15" haben, eher 17". Wer früher schon 17" hatte, wird jetzt vielleicht 21" haben. Aber irgendwann ist da dann auch mal Schluss. Und die benutzten Bildschirmauflösungen sind natürlich auch gestiegen, aber ebenfalls nicht bis unendlich. Aus diversten Webseitenstatistiken, die die Bildschirmauflösung erfassen, geht hervor, dass zwar 800*600 eher die Minderheit ist, die Mehrheit hat 1024, einige nutzen die Zwischenstufe 1152, und etliche auch 1280, aber darüber findet man nur ganz selten Benutzer.

Obendrein: Die verfügbare Bildschirmauflösung ist nicht gleichzusetzen mit der verfügbaren Fensterbreite des Browsers. Wie oben erwähnt: Leute wie mein Chef mit riesigen Auflösungen haben aufgrund der entstehenden ewig langen Textzeilen höchstwahrscheinlich den Browser _nicht_ im Vollbildmodus. Entweder ist die Webseite dynamisch und passt sich der Fensterbreite an - dann ist es schlau, das Fenster schmaler zu machen. Oder die Webseite ist starr und verschenkt den restlichen Platz - dann kann man das Fenster sowieso schmaler machen und den Rest des Bildschirms für was anderes nutzen. Computer sind ja heutzutage in der Lage, verschiedene Dinge gleichzeitig zu erledigen. :)

- Sven Rautenberg

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