Andreas: Anzeigebereich der Seite verkleinern ... welche Technik?

Hallo zusammen!

Bildschirme werden immer größer (im Durchschnitt) und viele Webseiten verwenden schon gar nicht mehr den jew. maximal zur Verfügung stehenden Platz, sondern schränken das Anzeigefeld künstlich ein - ohne 'ne Wertung darüber abgeben zu wollen (kommt halt auf den Inhalt an, finde ich).

Ein Beispiel unter vielen: http://www.lingsoft.fi/de/

Um dies zu erreichen, gibt's ja unterschiedliche Möglichkeiten: Tabellenbreite, Angaben im body-tag, CSS und Frames sind die, die mir jetzt persönlich spontan einfallen.

Meine Frage nun: Welche "Programmiertechnik" bietet sich denn am meisten an, um den Anzeigebereich zu verkleinern? Was sind so die Argumente für und wider?
Manche verfluchen ja Frames, andere finden die Dinger einfach nur praktisch. Wieder andere schwören auf CSS, andere mögen's gern einfach und pragmatisch mit HTML-Tabellen. Gibt's hier einen Leitfaden?

Schöne Grüße,
Andreas

  1. Moin!

    Manche verfluchen ja Frames, andere finden die Dinger einfach nur praktisch. Wieder andere schwören auf CSS, andere mögen's gern einfach und pragmatisch mit HTML-Tabellen. Gibt's hier einen Leitfaden?

    Mach so, wie du meinst. Wirst du ja ohnehin machen. Benutze dabei die Technik, die dir am besten liegt, sofern du nicht noch äußere Zwänge hast, die deine Wahl einschränken. Wisse aber um die jeweiligen Nachteile!

    Im Übrigen: Es ist mitnichten so, dass die Bildschirme immer größer werden. Würde das der Fall sein (dann könnte man die Fortschritte, die der Rest der Rechnertechnik gemacht hat, auch auf Monitore beziehen), dann säßen wir alle bereits vor 50-Zoll-Monitoren.

    Da wir das alle nicht tun, scheinen die Monitore also nicht "immer größer" zu werden. Es gibt scheinbar ein Maximum, welches nicht überschritten wird - und das ist die Auflösung in Pixeln pro Bildschirmgröße. Es hat in der realen Computerwelt keinerlei Sinn, eine Wahnsinnsauflösung auf einen Laptopbildschirm zu pressen (um mal ein Beispiel zu bringen). Mein Chef hat so einen Laptop: 1600*1200* Pixel Auflösung auf ...hm, ich würde schätzen nicht mehr als 15 Zoll. Das Problem ist: Alle Webseiten, die er sich auf _diesem_ Bildschirm anguckt, haben recht winzige Schriftgrößen, die Icons sind ebenso klein, und entweder hat er nur die Hälfte der Bildschirmbreite ausgenutzt, oder die Textzeilen sind so lang, dass man sie kaum noch vernünftig lesen kann. Er hat am Laptop noch einen zweiten TFT-Monitor mit 1024er-Auflösung, den er hauptsächlich zum Arbeiten benutzt. Der Laptop-Bildschirm zeigt meist nur sein Outlook, damit er sieht, ob neue Mails gekommen sind.

    Das Beispiel soll deutlich machen:

    1. Auflösung ist nicht alles. Es macht keinen Sinn, die höchstmögliche Darstellung auf einen verhältnismäßig kleinen Bildschirm zu prügeln. Ein einzelner Pixel (jedenfalls das, was der Computer als "ein Pixel" behandelt" sollte eine gewisse optische Größe auf dem Bildschirm haben, sonst wird die Darstellung einfach zu winzig.

    2. Es ist andererseits auch nicht zu erwarten, dass in Zukunft immer größere Monitore im Einsatz sein werden. TFT-Monitore in extrem hohen Auflösungen sind kaum fehlerfrei herzustellen, und Röhrenmonitore werden einfach zu groß und zu schwer. Außerdem sind beide Varianten ziemlich teuer.

    Ich behaupte: Das "unterste Ende" der Monitor-Latte ist gestiegen. Wer früher einen billigen 14"-Monitor hatte, wird jetzt mindestens 15" haben, eher 17". Wer früher schon 17" hatte, wird jetzt vielleicht 21" haben. Aber irgendwann ist da dann auch mal Schluss. Und die benutzten Bildschirmauflösungen sind natürlich auch gestiegen, aber ebenfalls nicht bis unendlich. Aus diversten Webseitenstatistiken, die die Bildschirmauflösung erfassen, geht hervor, dass zwar 800*600 eher die Minderheit ist, die Mehrheit hat 1024, einige nutzen die Zwischenstufe 1152, und etliche auch 1280, aber darüber findet man nur ganz selten Benutzer.

    Obendrein: Die verfügbare Bildschirmauflösung ist nicht gleichzusetzen mit der verfügbaren Fensterbreite des Browsers. Wie oben erwähnt: Leute wie mein Chef mit riesigen Auflösungen haben aufgrund der entstehenden ewig langen Textzeilen höchstwahrscheinlich den Browser _nicht_ im Vollbildmodus. Entweder ist die Webseite dynamisch und passt sich der Fensterbreite an - dann ist es schlau, das Fenster schmaler zu machen. Oder die Webseite ist starr und verschenkt den restlichen Platz - dann kann man das Fenster sowieso schmaler machen und den Rest des Bildschirms für was anderes nutzen. Computer sind ja heutzutage in der Lage, verschiedene Dinge gleichzeitig zu erledigen. :)

    - Sven Rautenberg

    --
    "Bei einer Geschichte gibt es immer vier Seiten: Deine Seite, ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich passiert ist." (Rousseau)
    1. Hallo Sven,

      Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht. Es ist zwar Sams-
      tag, aber meistens verstehe ich nicht, wo Du deine Zeit dafür
      hernimmt, Dich wirklich hinzusetzen und mehr als nur ein paar
      Zeilen zu schreiben. Nur so eine kleine Anmerkung am Rande ;-)

      1. Auflösung ist nicht alles. Es macht keinen Sinn, die höchstmögliche Darstellung auf einen verhältnismäßig kleinen Bildschirm zu prügeln. Ein einzelner Pixel (jedenfalls das, was der Computer als "ein Pixel" behandelt" sollte eine gewisse optische Größe auf dem Bildschirm haben, sonst wird die Darstellung einfach zu winzig.

      Das ist nicht ganz korrekt, ich finde 800x600 auf 19"-Bildschirmen
      einfach zu riesig.

      Bye,
      Peter

      --
      Ich bitte darum, dass ein Themenbereich (BARRIEREFREIHEIT) eingerichtet wird.
      1. Moin!

        1. Auflösung ist nicht alles. Es macht keinen Sinn, die höchstmögliche Darstellung auf einen verhältnismäßig kleinen Bildschirm zu prügeln. Ein einzelner Pixel (jedenfalls das, was der Computer als "ein Pixel" behandelt" sollte eine gewisse optische Größe auf dem Bildschirm haben, sonst wird die Darstellung einfach zu winzig.

        Das ist nicht ganz korrekt, ich finde 800x600 auf 19"-Bildschirmen
        einfach zu riesig.

        Da widersprichst du mir aber nicht. Ich meinte, ein Pixel sollte eine gewisse, mit dem Lineal nachmessbare, _Mindest_größe haben. Dass ein Pixel, der das Format eines ganzen Bildschirms hat, als etwas pixelig empfunden wird, ist sicherlich richtig.

        Es ist ja so: Die Benutzer möchten auf ihrem Bildschirm eine gewisse Menge an Informationen darstellen - und sei es nur, dass sie eine A4-Seite in Word voll darstellen wollen. Dazu brauchen sie eine gewisse Auflösung in Pixeln. Und damit diese Pixel nicht zu winzig werden, brauchen sie eine gewisse Fläche, auf der diese Pixel dargestellt werden.

        Sobald der Trieb nachlässt, auf dem Monitor noch mehr Informationen darstellen zu wollen (etwa weil die meisten Benutzer mit dem Darstellbaren zufrieden sind), lässt auch der Trieb nach größeren Monitoren nach. 14" und 15" sind (außer vielleicht bei Laptops) praktisch aus dem Angebot verschwunden (jaja, 15"-TFTs sind noch da - die haben aber auch eine größere Anzeigefläche als Röhrenmonitore). Also wird die benutzte Auflösung sich ebenso langsam weiterentwickeln.

        - Sven Rautenberg

        --
        "Bei einer Geschichte gibt es immer vier Seiten: Deine Seite, ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich passiert ist." (Rousseau)
    2. Hi Sven,

      1. Auflösung ist nicht alles. Es macht keinen Sinn, die höchstmögliche Darstellung auf einen verhältnismäßig kleinen Bildschirm zu prügeln. Ein einzelner Pixel (jedenfalls das, was der Computer als "ein Pixel" behandelt" sollte eine gewisse optische Größe auf dem Bildschirm haben, sonst wird die Darstellung einfach zu winzig.

      das sehe ich nicht so - zumindest nicht bei Schrift.

      Ich habe sehr viel lieber eine 24px-Schrift bei einer Auflösung von 1600 * 1200 als eine 12px-Schrift bei 800 * 600 - erstere ist einfach runder und besser lesbar.

      Natürlich muß bei Verwendung einer größeren Auflösung die Höhe eines elementaren Zeichens (etwa eines Buchstaben) in physikalischen Einheiten (c, nicht px) näherungsweise erhalten bleiben.
      Deshalb besteht massiver Bedarf nach Skalierungsmöglichkeiten für Seiteninhalte durch den Anwender - und die sind bei Schrift heute überwiegend gegeben (Mozilla und Opera, M$IE bei nicht-px-Schriftgrößen), während Bilder bisher nur von Opera mit skaliert werden.

      Ich würde heute als Anwender bei jedem Bildschirm versuchen, die maximale Auflösung einzustellen, die mir dieser Monitor flimmerfrei liefern kann. Mit der tatsächlichen physikalischen Größe der Fenster hat das m. E. überhaupt nichts zu tun - auf einem 22"-Bildschirm werde ich den Browser immer noch im Vollbildschirm-Modus verwenden, allerdings mit ca. 150%-Skalierung der Fonts.

      Viele Grüße
            Michael

      --
      T'Pol: I apologize if I acted inappropriately.
      V'Lar: Not at all. In fact, your bluntness made me reconsider some of my positions. Much as it has now.