Hallo Michael,
Was veranlaßt den Menschen zu forschen, neue Wege und Lösungen zu finden?
Eine genetische Veranlagung, welche sich im evolutionären Verdrängungswettkampf unseres Planeten als erfolgreiche Strategie durchgesetzt hat?
Ich versuch es mal anders zu erklären. Bei recht simplen chemischen Prozessen reagiert Element X mit Element Y etc. Im Prinzip reagiert um uns herum ständig Elemente und es wird Energie frei...
Ein rieseiges komplexes System. Meine Frage ist daher eher, bestimmen wir unser Handeln wirklich selbst, oder scheint es nur so?
Angenommen man könnte den Zustand aller Atome und Teilchen abbilden, dann könnte man quasi die Zukunft vorhersagen, theoretisch wohlgemerkt.
Wissen wir doch heute noch längst nicht alles, vermutlich nicht mal 1% von dem was es zu Wissen gibt.
In welcher Maßeinheit mißt Du Wissen? (Vor allem solches, das noch gar nicht verfügbar ist ...)
Wissen ist ansich "Information" die aus einer Folge von einer endlichen großen Zahl an Teilchen hervorgeht. Kombinierte Teilchen werden zu Objekten... Wenn man die Gesamtheit aller Teilchen nimmt, ist dies eine unvorstellbar große Menge, da habe ich mit 1 % sogar noch übertrieben.
Das Problem ist, daß wir unser Wissen in Fachgebiete aufteilen, die wir klar voneinander abgrenzen.
Erstens ist das keineswegs der Fall (viele Wissenschaften bedienen sich anderer Wissenschaften, etwa die Informatik der Mathematik), und zweitens ist angesichts der Komplexität des derzeit verfügbaren Wissens etwas Anderes als eine Spezialisierung gar nicht mehr möglich.
Von dem Rede ich doch gar nicht, Wissenschaften und Forscher machen das , richtig. Aber wer denkt denn bitte täglich über Folgen nach die eine bestimmte Handlung verursacht. Willst du mir etwa erzählen das sich z.B. ein Castorgegner Gedanken darüber macht, welchen Sinn (Nutzen) seine Aktionen und Demos haben?
Wofür sollte es relevant sein, wie jemand eine mathematische Gleichung löst?
Warum oder weshalb lösen "wir" eine Gleichung, ist es nicht der große chemische Prozess der das Erledigt?
Diese Forscher und Analytiker werden oft als Spinner oder Träumer abgetan,
Die breite Masse folgt dem allgemeinen Gedankenbild und passt sich an.Auch das sind unnötig wertende Aussagen, am Rande der Polemik.
Hm, würde ich nicht sagen, durch die Medien lässt sich ein groteil der Bevölkerung manipulieren. Ich erinnere nur mal auf den Konsumhunger und Markenkampf in Schulen ... Ansonsten wäre Werbung auch überflüssig.
Es gibt an Sportlern auch noch andere Eigenschaften als deren Leistung - beispielsweise ihr Auftreten in der Öffentlichkeit, ihr Verhalten den Fans gegenüber, ihre Einstellung (Kampfgeist) ...
Beispiel Jan Ullrich, erst hochgejubelt dann als Doping-Sünder abgestraft, obwohl er nicht mal zu sportlichen Zwecken "gedopt" hat.
Was zählt ist zum Teil nur das allgemeine Bild das die Medien und unsere Mitmenschen verbreiten.
Und zu vielen anderen Teilen ganz andere Kriterien, die Du absichtlich verschweigst. Deine Argumentationsweise kommt mir sehr einseitig vor.
Wer setzt denn die Maßstäbe, den Abluaf etc. die breite Masse der Bevölkerung, man hat Feiertage weil es die Masse so will etc. pp.
Wenn ich heute einen Feiertag einlegen will weil ich die Erleuchtung hatte, ist das quatsch. Wenn ich noch hundert Leute finde die mir glauben und dies weitererzählen klappts evtl.
Alles was wir nun nicht verstehen wird in ein Gebiet der Philosphie oder der Religion gesteckt.
Na und? Dafür sind diese Bereiche da. Würdest Du es lieber totschweigen?
Nein, aber warum soll man der Religion vertrauen schenken?
Die Christen glauben was anderes als die Moslems, als die Hindus etc.
Was stimmt dne nun, es ist doch unsinnig etwas zu verfolgen was ansich erfunden ist. Ich könnte genausogut daran glauben als Brennessel wiedergeboren zu werden, was bringts mir? Deswegen verstehe ich doch nicht mehr?
Sicher. Aber die meisten Menschen werden nach meiner Einschätzung sehr persönliche Antworten auf diese Frage haben, wenn sie sich diese denn schon einmal ernsthaft gestellt haben.
Ganau, _ernsthaft_ ist das Stichwort.
Und wenn wir schon an ein Leben nach dem Tod glauben, warum glauben wir dann nicht an eines vor der Geburt, was haben wir vor 1 mio Jahren gemacht?
Ich halte Deinen Versuch, das Wesen des Glaubens logischen Kriterien zu unterwerfen, für wenig aussichtsreich.
Wieso? Es muss eine Logik geben, es gibt für alles eine Logik nur nehmen wir das nicht unbedingt war, weil wir es nicht verstehen.
Warum muss alles Beginn und Ende haben? Oben und Unten ist ja auch nicht eindeutig definiert!
Doch - oben und unten ist eindeutig definiert, relativ zu einem entsprechenden Koordinatensystem.
Oben und Unten ist eine Wahrnehmung. Die sich auf _eine_ Sichtweise bezieht. Ein Anfang muss ja auch nicht zwangsläufig ein Ende haben.
Dies sind nur einige Aspekte die unsere Intelligenz in Frage stellen.
Wie kommst Du jetzt auf einmal von Wissen auf Intelligenz?
Intelligenz ist die Fähigkeit Wissen zu verarbeiten. Bei der vielzahl an Informationen kommt es zum Überlauf, daher die Infragstellung.
Das abstrakte Beispiel warum wir Menschen scheinbar die einzigen Intelligenten Lebewesen im Universum sind.
Du meinst doch wohl eher "anscheinend" als "scheinbar"?
Falls nicht, dann bitte ich Dich um den entsprechenden Gegenbeweis zu dieser These.
jepp, anscheinend. Ich selbst bin noch keinem grünen Mänchen begegnet.
Sehen wir im Fernsehen einen Beitrag in einem Magazin zum Thema Urknall, werden wir uns bestimmt ein paar Fragen zum Sinn des Lebens stellen. Doch wenig Später werden wir uns wieder dem Thema widmen das uns gerade umgibt, sprich viele sehen immer nur was gerade Aktuell ist
Genauso gut könnte ich sagen: "Erfreulicherweise sehen fast alle Menschen fast immer nur das, was gerade am Wichtigsten ist - denn ohne die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wären in den meisten Bereichen unserer Kultur nicht annähernd die inzwischen erreichten Leistungen und Ergebnisse möglich gewesen, sondern die Menschheit hätte sich in Nebensächlichkeiten verzettelt und wäre ausgestorben."
Ich rede ja auch vom Wesentlichen, was ich aber vielmehr Zeigen wollte, ist dieser ständige Wechsel der Interessen. Heute ist die Ölpest in Spanien aktuell, gestern wars BSE, etc... man verliert auch wichtige und wesentliche Sachen aus den Augen!!
Schon in der Schule beginnt dieses Phänomen der Desinteresse, in Industrieländern vielleicht noch etwas verstärkt.
Kannst Du diese wilde Behauptung vielleicht auch mit ein paar Fakten unterfüttern?
Schau dir den deutschen Schüler an und Schüler in Afrika.
Das Intresse für Neues und Lernintresse ist in Afrika höher.
Deutsche Schüler wollen in erster Linie (nicht alle) Spaß haben und sind nicht so verbissen etwas zu verstehen und auch nachzuvollziehen.
Das habe ich als Schüler selbst erlebt, ich bin einer der gerne Sachen logisch erklärt und z.B. in Mathe Beweise durchführt. Andere schreiben die Lösung hin die dem Lehere genügt. Problematisch wird es dann wenn der Lehere weg ist. Im Leben kann man sich nicht immer mit einer einfachen Lösung zufrieden geben.
was zählt sind aussaglose Noten
"zählt" - für wen? Lernst Du wirklich nur für die Schule und nicht (auch) für das Leben?
Fürs Leben, deshalb habe ich nur einen Schnitt von 1,8 gehabt.
Ich hätte auch Themen belanglos nach den Gesichtspunkten des Lehrers lernen können und meine Noten steigern. Ich habe mich entschieden Sachverhalte zu hinterfragen und daher etwas Leistung eingebüßt.
Ja, und? Hat denn irgendjemand das Gegenteil behauptet? Du kannst sogar den Begriff "scheinbar" streichen - ein gemessener IQ ist nicht nur scheinbar hoch, sondern wirklich
Nein, ein IQ ist eine Momentaufnahme. Wenn ich jeden Tag logische Rätsel löse hab ich ein gewisses System verstanden. Schneide im Test evtl. sehr gut ab. Bin ich deswegen klüger als vorher?
Sorry, aber das ist ja nun wirklich hanebüchener Unfug. Seit wann hat Intelligenz irgend etwas mit Aussehen zu tun?
Man könnte eine Statistik aufstellen, in der die Top Models mit den besten Wissenschaftlern verglichen werden. Das Ergebnis wäre wohl klar oder nicht? Es ist nur eine Frage der Moral und des Anstands zu sagen alles ist ausgeglichen.
Mit Rhetorik und Carisma allein sind noch keine bahnbrechenden Erkenntnisse gewonnen worden.
Ja, und? Hat jemand das Gegenteil behauptet?
Gerhard Schröder macht eine grotten Schelchte Politik, hat aber Austrahlung, was soll ich da noch sagen.
philosophische Grüße
Sorry - ich habe in Deinen Aussagen nicht viel Philosophisches erkennen können, dafür aber reichlich Allgemeinplätze, Egozentrik und Frustration.
Stellenweise sicher zutreffend, aber meine Aussagen haben "glaube" ich etwas wahres, aber Wahrheit tut nun mal weh.
Gruß
ueps