Moin!
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
- Warum sollte sich die weltbekannte Firma MS an einer Klitsche wie MiroSoft stören.
Warum _HAT_ sich Microsoft an "MikeRoweSoft" aus Canada gestört? Der Mensch hat nur deswegen "gewonnen", weil er die Weltpresse auf seine Seite bekommen hat.
- Der Name ist weder bewußt noch fälschlicherweise ähnlich: Mike = Mi - Roth = Ro und der Rest ist Soft
Es ist ein Kunstname, der keiner natürlichen Person zugeordnet werden kann - was bei GmbHs ja auch unerheblich ist, weil die Firma da ja eine eigene juristische Person darstellt.
- Der Firmenname ist bei der IHK eingetragen.
Das ist unerheblich. Microsoft wird auch dort eingetragen sein - hat aber auch Markenrechte für "Microsoft" in die Waagschale zu werfen, die mit Sicherheit schon länger als 1992 bestehen.
Kurze Abfrage beim DPMA:
Wortmarke "MICROSOFT"
Aktenzeichen 1062007
Inhaber: Microsoft Corp., Redmond, USA
Leitklasse 42, Klassen 42, 09, 16
Angemeldet 18.10.1979
bekanntgemacht 15.12.1982
eingetragen 06.04.1984
Veröffentlichung der Eintragung: 30.05.1984
Das bedeutet: Du wirst nahezu JEDEN Prozess, den Microsoft gegen deine GmbH führt, verlieren - es sei denn, der Richter folgt der Argumentation von Microsoft _nicht_, dass zwischen "Mirosoft" und "Microsoft" aufgrund des Buchstabens "c" Verwechslungsgefahr besteht.
Insbesondere weil du auf dem gleichen Gebiet wie Microsoft, nämlich Software, operierst.
Also, ich sehe da kein Problem und Du bist in keinster Weise auf meine Frage(n) eingegangen. BTW: Es gibt bereits Kaufinteressenten, die werden sich den "Schuh" wohl anziehen?!
Wenn die Kaufinteressenten diesen Thread hier lesen, oder spontan die Eingebung haben, dass der bestehende Name ein Markenrechtsproblem beinhaltet, werden sie vielleicht dann doch lieber zurückschrecken.
Wenn die natürlich nur den Mantel kaufen, und den Namen dann ändern - warum nicht...
Leider bin ich von Deinem Beitrag entäuscht, da hätte ich ausgerechnet von Dir mehr erwartet. Die Namensgebung stand nie zur Diskussion, und wie bereits erwähnt gibt es die GmbH seit 1992, und das ohne Probleme.
Weil sie _so_ unbekannt ist, dass nicht mal Microsoft drauf stößt. Nur weil es keine Probleme gab, bedeutet das ja nicht, dass deshalb keine Probleme mehr auftreten können.
Wenn jetzt irgendein Höddel diesen Thread hier liest und Microsoft eine Mail schreibt, hast du ein Problem. Das kostet dich mutmaßlich mindestens die Rechnung der gegnerischen Rechtsanwälte für die Abmahnung - ab 1000 Euro aufwärts. Es sei denn, du willst das vor Gericht durchfechten, dann wird es noch teurer - nicht unbedingt für dich, du könntest ja auch gewinnen, aber das Risiko ist enorm.
Was deine Enttäuschung über meinen Beitrag angeht: Ich versuche, wie immer, hilfreich zu sein. Dass ich mich auf den Firmennamen gestürzt habe, liegt einzig und allein darin begründet, dass ich dort das größte Konfliktpotential sehe. Und da du die Frage stellst, ob du die GmbH mit diesem gefährlichen Namen verkaufen sollst, riet ich (auch wenn dir das nicht aufgefallen ist - deshalb hier noch mal ganz langsam zum Mitschreiben): Ja, so schnell wie möglich verkaufen, denn ansonsten kann das sehr teuer werden. Oder behalten, dann aber schnellstens umbenennen.
Behalten und _nicht_ umbenennen ist eine Zeitbombe - die insbesondere dadurch, dass sie demnächst bei Google gefunden wird, hochgehen könnte!
- Sven Rautenberg