Hallo, TomIRL!
Raik man hat Dir vergewsssen zu sagen, dass die Freiheit in diesem Staat seine Preis hat, der Preis für die freiheit ist, dass Du Dich zunächst um Dich selber kümmern mußt.
ja, vor dieser art von freiheit grausst mir. ich würde auch als bergsteiger in der steilwand eine sicherungsleine vorziehen, ich gehöre halt zu den feiglingen.
Was willst Du eigentlich?
Du bist jung genug was für Deine Altersversorgung zu tun.
allerdings wird das durch zwei faktoren erheblich erschwert: angeblich müssen die löhne (stärker noch, als sie das real bisher schon tun) sinken, um die wirtschaft wieder in schwung zu bringen. zweitens muss ich zusätzlich noch in die zwangsversicherung einzahlen, die für mich nur ein schwarzes loch darstellt.
Und so viel eingezahlt hast Du bisher auch nicht.
aber ich werde gezwungen, weiter einzuzahlen mit der gewissheit, dass das ein hochgradiges verlustgeschäft für mich ist (warscheinlich totalverlust). und wenn meine generation die staatsverschuldung tatsächlich wieder senken will, was die bisherigen generationen auf unsere kosten unterlassen haben, dann kommen da auch nochmal erhebliche belastungen auf uns zu.
unsere politiker diskutieren in der öffentlichkeit jedenfalls nur über "sozialschmarotzer" und überzogene ansprüche (des "kleinen mannes"). über steuerverschwendung und überzogene ansprüche der geldkapitalbesitzer reden sie nicht. und erst recht nicht über ideen, wie eine umlaufgebühr fürs geld.
Man man man gucke Dir Dir Anteile am Haushalt an, welcher Teil für soziale Aufwendungen getätigt wird.
zu den 40% gehört allerdings weit mehr, als nur die gelder für die arbeitslosen. davon werden auch einrichtungen finanziert, die von allen genutzt werden.
Gehen wir mal davon aus, dass es etwa 30 % der Bundesbürger gibt die aus dem Sozialen Töpfen Gelder beziehen, warum solten Diese 30%, 40% des Gesamthaushalts bekommen?
warum regst du dich eigentlich über die arbeitslosen auf, die 345 euro/monat bekommen (zuzügl. miete), wenn dich andererseits kalt lässt, dass z.b. fräulein quandt 325.000 euro _pro_tag_ bekommt, ohne etwas dafür zu tun? sie besitzt drei milliarden und irgend ein vorfahre von ihr hat mal einen bruchteil davon zur bank getragen.
und dabei muss man das nicht neu erfinden und braucht dafür auch keine "experten" mit beraterverträgen. man muss sich nur ein bischen in der geschichte umsehen. es gibt durchaus historische beispiele, an denen man sich orientieren könnte, beispielsweise die zeit, in der die hansestädte entstanden sind.
Jaja Tauschhandel und so..
Wir leben in einem internatinalen Wettbewerbsfeld, Du kannst keine Warentauschsystem aller Hanse einführen, das hat im RGW schon nicht funktioniert.Die sichere Apokalypse ist ein Kernmerkmal für Verschwörungstheorien. Weißt Du, wie lange dieser Zusammenbruch schon immer wieder angekündigt wird?
vielleicht solltest du dich erst mal etwas gründlicher damit beschäftigen, bevor du dich dazu äusserst. von "tauschhandel" war nie die rede.
die hansestädte hatten auch eine währung, der unterschied war nur, dass man mit dem geld kein einkommen erzielen konnte, so dass nur seine funktion als tauschhilfsmittel übrig blieb.
bevor du andere ideen, als die aus deinem studium als blödsinn hinstellst, solltest du dich erst mal mit ihnen vertraut machen.
wenn du konkret sagen kannst, an welchen stellen z.b. h. creutz falsche schlussfolgerungen zieht, dann können wir darüber auch diskutieren.
(z.b. hier: http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/creutz/geldsyndrom/)
bisher höre ich immer wieder nur, dass das alles viel komplexer ist (anders gesagt: "das verstehst du nicht, du bist zu doof dafür, du hast ja nicht studiert.")
weist du, wann in deutschland der letzte stattgefunden hat?
Die Angekündigten Zusammenbrüche, ja die letzet war während der Weltwirtschaftskrise in den 20iger Jahren.
ahso? es gibt sie also doch, die zusammenbrüche?
es ist doch eine ganz einfache rechenaufgabe:
die verzinsung der kapitalvermögen steigt exponentiell, das sozialprodukt aber nur linear (und das absolut und nicht prozentual).
in den 50ern waren es 8%, heute werden bereits 40% des sozialproduktes für zinsen aufgewendet (von denen der löwenanteil gewiss nicht an die kleinsparer geht).
1+1=2 -> irgendwann fressen die zinsforderungen an den staat das gesamte sozialprodukt auf. das sterben des mittelstandes hat bereits begonnen.
Ich bin immer noch nicht der Meinung, dass Du genau weißt was das Sozialprodukt ist.
nenn es, wie du willst. zinsen wachsen exponentiell, d.h. die geschwindigkeit ihres wachstums steigt immer weiter an. das wirtschaftsergebnis muss also auch immer schneller wachsen (undzwar noch um den teil schneller, den die zinsen an ihm fordern). wir müssen mehr produzieren, mehr verbrauchen und mehr zinsen erwirtschaften. andererseits willst du aber gerade sparen. wie sollen wir mit weniger geld mehr umlauf erzeugen?
freundl. Grüsse aus Berlin, Raik