Hallo Raik,
und da dich das vermutlich alles nicht überzeugt, beantworte mir doch mal eine frage: wie willst du den widerspruch zwischen (im durchschnitt) linear wachsendem bruttosozialprodukt und exponentiell wachsenden zinsen auflösen?
Wo liegt da ein Widerspruch? Zwischen diesen beiden Grössen gibt es doch gar keinen Zusammenhang. Das Bruttosozialprodukt könnte doch auch exponentiell steigen und die Zinslast linear sinken.
Ich sehe aber schon worauf du hinaus willst. Dir geht es darum, dass die Schulden und damit die Zinsen im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt überproportional wachsen. Das ist kein Widerspruch, sondern einfach eine Feststellung. Du projizierst nun die Entwicklung der vergangenen Jahre einfach in die Zukunft und siehst deshalb die Apokalypse auf uns zukommen. Was eigentlich passiert denn, wenn der Staat weder Zinsen zahlen, noch Schulden tilgen kann? Der geht im Prinzip Pleite, beim Staat heisst das etwas vornehmer, aber in jedem Fall verlieren die Kapitalgeber ihr Geld. Das müsste doch ganz in deinem Sinne sein. Zum Glück ist Deutschland aber noch weit von diesem Punkt entfernt. Die eigentlich Leidtragenden wären selbstverständlich nicht die Reichen.
Einen schönen Gruss
Richard