Hi.
Beschämend finde ich hingegen nur alle jene Versuche von innerhalb Europas, diese Veröffentlich zu relativieren oder schlechtzureden (auch wenn die Zeichnungen tatsächlich schlecht sein mögen, aber genau darum geht es ja nicht).
Peinlich und übertrieben in der Tat Passagen wie hier in der Sueddeutschen beim Kommentar von Bernd Graff am 2.2.:
"... Es sind schlechte Karikaturen. Grottenschlechte sogar. Sie haben weder Stil noch besonderen Witz – bewegen sich eigentlich auf dem
Niveau von ambitionierten Schülerzeitungen.
Sentimentgetriebene Brausekopfzeichnungen, die einen grobschlächtigen Sinn für Humor mit platten Pamphletbildern bedienen. Nein, wir zeigen sie darum auch nicht. Denn um die Bilder selber geht es nicht. Beziehungsweise: Darum geht es längst nicht mehr.
Denn diese Karikaturen haben - unabhängig von Strich und Stil - inzwischen eine ganz eigene Dynamik entwickelt, sie haben eine Symbolwirkung erlangt, und sie sind inzwischen zum Politikum geworden – ganz einfach, weil es sie gibt. Und weil sie inzwischen aus politischen Gründen mehrfach wiederabgedruckt wurden. Wiegesagt: Ästhetische oder gar aufklärerische Gründe dafür wird niemand benennen können."
So kann Journalismus auch mißverstanden werden, und so soll denn begründet sein: "wir zeigen sie darum auch nicht".
Immerhin nur ein Kommentar, es gibt auch andere Töne bei der Zeitung
http://sueddeutsche.de/,tt1l2/ausland/artikel/526/69457/
http://sueddeutsche.de/,tt1m2/ausland/artikel/562/69493/
Gruß CurtB