Die meisten Versicherer bieten eine Art Grundtarif an, der in etwa dem Leistungsumfang der gesetzlichen KV entspricht. Daneben kannst du in der Regel zwischen verschiedenen Zusätzen wählen, die du dir - wie Cheatah schon schrieb - nach deinen individuellen Bedürfnissen zusammenstellen solltest. Das fängt an bei Brillenzusatz- oder Zahnersatzversicherung und hört auf bei Chefarztbehandlung und Anspruch auf Einzelzimmer. Du solltest also zuallerserst feststellen, was du eigentlich wirklich brauchst und wofür du bereit bist, Geld auszugeben. Ein sehr wichtiger Baustein (zumeist leider auch ein recht teurer) ist die Krankentagegeldversicherung.
Genau hier liegt eigentlich das Problem. Durch die schier endlose Liste an Variablen, lassen sich die Angebote extrem schlecht vergleichen. Beschränkt sich beim einen der Selbstbehalt nur auf die ambulate Versorgung, liefert der andere Erstattung über den Höchstsatz der GOZ hinaus, wieder ein anderer knausert bei Auslandsbehandlungen usw...könnte die Liste ewig fortsetzen. Ich weiß zwar genau, was ich brauche, nur findet sich leider kein einziges Angebot, was dem exakt 1:1 entspräche.
Eine Frage solltest du dir ebenfalls beantworten: die nach der Selbstbeteiligung.
Hier finde ich die Antwort eigentlich recht einfach: Immer mit SB! Wenn ich die SB auf den Monat umlege fährt man damit fast immer günstiger, von den arztfreien Jahren einmal ganz zu schweigen. Ist ja auch ziemlich logisch, dass sich dieses System eigentlich immer rechnen muss.
Nicht zuletzt sollte man *immer* einen Vergleich zwischen PKV und einer freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV machen. Solche Dinge wie Eintrittsalter oder mitzuversichernde Kinder spielen dabei eine gewichtige Rolle.
Hast im Prinzip Recht. Als junger dynamischer kinderloser Modellathlet ohne Heiratsabsichten ist für mich die GKV aber absolut unattraktiv. Das mag sich im Alter ändern, aber dann wird eben zurückgewechselt...Möglichkeiten gibts da eigentlich immer.
Danke für die kompetente Hilfe
Gruß
Josef K.