Johannes Zeller: Schriftsprachlichkeit

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Hallo Marcus,

Die Änderung der Schrift in der Grundschule ist noch nicht im Gymnasium
angekommen. Meine Nichte hat die Schule gewechselt (innerhalb Bayerns) und ein Lehrer hat ihre Schrift als unleserlich zurückgewiesen, obwohl sie eigentlich ganz gut schreibt.

Dann ist das ein Problem mit dem Lehrer. Hier in NRW werden (jedenfalls war das zu meiner Zeit vor ca. 10 Jahren der Stand der Dinge) je nach Grundschule sowohl die vereinfachte Ausgangsschrift als auch die normale Schreibschrift gelernt. Auf den weiterführenden Schulen, treffen dann die verschiedenen Varianten aufeinander.

Da ein Gymnasiallehrer aber auch mit der Schrift von Oberstufenschülern, die längst eine individuelle Handschrift entwickelt haben, zurecht kommen muss, halte ich die Einstellung dieses Lehrers wirklich für Anstellerei. Wenn ich mit meiner Handschrift Klausuren schreibe, hat sich noch nie ein Lehrer darüber beschwert, und ich habe nicht unbedingt eine besonders ordentliche Schrift.

Ich glaube eher, dass der Lehrer deiner Nichte eine persönliche Abneigung gegen die vereinfachte Ausgangsschrift hat, und seine Schüler, die nichts dafür können, was man ihnen beigebracht hat, das ausbaden müssen. Aber da deine Nichte als weibliche Person später statistisch gesehen sowieso eine druckbuchstabenähnliche Handschrift entwickeln wird, sollte sie sich keine großen Gedanken machen, wenn sie gut damit zurecht kommt, Druckbuchstaben zu schreiben ;-)

Hallo Marcus,

Johannes