Hallo,
Das frage ich mich bei praktisch allem, was der Staat so treibt, und auch bei einigen größeren Unternehmen.
gut getroffen. ;-)
Sie hat also etwa 20 Jahre als Hautärztin praktiziert.
Na ja, ein Hautarzt ist natürlich überhaupt nicht mit einem Zahnarzt zu vergleichen.
Einerseits das (verschiedene Ärztegruppen verdienen wirklich sehr unterschiedlich, am schlechtesten die Chirurgen), ...
Dass gerade Chirurgen zu den schlecht verdienenden gehören, überrascht mich. Aber ich habe da auch keine Einblicke.
Wie dem auch sei - cygnus berichtet ja, dass seine Verwandte eben nicht "nur" als Hautärztin praktiziert hätte, sondern daneben auch im kosmetischen Bereich (es fiel der Begriff "Schönheitsfarm") tätig war. Und gerade das ist ja im Gegensatz zu medizinisch notwendigen ärztlichen Leistungen doch eher im Bereich Luxus anzusiedeln, wird selten (wenn überhaupt) von den Kassen unterstützt, also ausschließlich privat bezahlt. Aufgrund des Luxuscharakters gehe ich davon aus, dass die typische Klientel einer "Schönheitsfarm" doch eher bereit ist, auch mal etwas tiefer in die Tasche zu greifen.
Das Einkommen der erwähnten Dame rekrutiert sich daher vermutlich vor allem aus diesem Bereich, und weniger aus ihrer Tätigkeit als Hautärztin im medizinischen Sinn.
aber vor allem ist »vor 20 Jahren« kaum noch mit »heute« zu vergleichen.
Das ist natürlich auch wahr.
und vor ein paar Jahren hat eine Studie ergeben, daß eine jetzt eröffnete, schuldenfinanzierte Zahnarztpraxis sich nicht mehr amortisieren kann. Sprich: Ein Zahnarzt kann nur noch dann von seiner Praxis leben, wenn er sie fertig eingerichtet vom Vater übernimmt.
Oha. Ja, ich erinnere mich auch, dass in meiner Kindheit gerade Zahnärzte noch als Inbegriff des Wohlstands galten. Tempora mutantur.
Wie Snafu ganz richtig geschrieben hat, gibt’s für eine Beratung maximal 10 € brutto, und eine ordentliche Beratung dauert nunmal durchschnittlich eine Stunde. 10 € für eine Stunde Arbeitszeit eines Akademikers ist einfach lächerlich.
Das ist vielleicht auch der Grund, warum viele Ärzte gar keine Beratung im eigentlichen Sinn durchführen oder sie zumindest meiden, wenn der Patient nicht ganz gezielt danach fragt. Gerade bei Zahnärzten kenne ich eher die Masche, dass sie im Rahmen einer Kontrolluntersuchung "beiläufig" feststellen, "Oh, das sieht aber nicht gut aus, da müssen wir wohl was machen", und eh man sich als hilflos daliegender Patient versieht, hat man schon den Bohrer oder sonstige Werkzeuge in der Gosche und kann sich höchstens hinterher drüber aufregen. Vor allem, wenn dann ein anderer Fachmann zu dem Ergebnis kommt, dass z.B. eine Krone hier völlig unnötig war, ärgert man sich nicht nur wegen der Kosten, sondern auch, weil man plötzlich unnötigerweise ein Ersatzteil hat, obwohl es auch anders gegangen wäre. Genau wegen einem solchen Fall streitet sich einer meiner Kollegen nun mit seinem Zahnarzt.
Schönen Sonntag noch,
Martin
Funktion und Referenz auf diese sind mir bekannt, mit Zeigern kann ich nicht viel mehr anfangen, als damit auf Buttons zu klicken.
(Ashura)