Hallo!
Ich wollte es gar nicht, weil schon so viele etwas geschreiben haben, daß ich mich nicht mehr traute (na ja also fast nicht mehr) etwas noch zu den Threads hinzufügen, aber da immmer wieder von der Bibel die Rede ist, muss (?) ich meine Meinung kundtun.
[als Vorwort: es geht mir nicht um den religiösen Inhalt der Bibel und mir ist es auch fern jemandens religiöse Gefühle verletzten zu wollen!]
Mir ist aufgefallen das SelfHTML hier sehr oft als "Bibel" zitiert wird.
Um Himmels willen, das ist (nach der copy&past Story vom PC-Intern) eine der schlimmsten Dinge die SELFHTML wiederfahren kann.
Etwas als Bibel zu bezeichnen bedeutet nicht nur, daß man es als unfehlbar und als höchste Instanz annimmt, aber auch etwas woran die wenigsten denken, die so schnell mit der Vergabe des Wortes "Bibel" sind.
Nämlich, daß die Bibel nicht andes ist als ein Musterbeispiel dafür wie man Texte verstümmeln, umschreiben, nach dem Geschmack von Herrschenden anpassen und so weit dehnen und drehen kann bis nichts mehr vom urspünglichen Text vorhanden ist und es jeder nach dem eigenen Gutdünken auslegen kann. Das ist doch etwas was ich unter keinen Umständen Selfhtml wünsche! Lieber die Apokryphen, was hier einfach "nicht kanonisiert" heissen soll.
Einem von Willkür der Wenigen bestimmten Text zu folgen, und auf dessen (und auch auf deren) unfehlbarkeit zu bauen kann sich sehr schnell als eine schlimme Fehleinschätzung erweisen.
Wie eine Münze zwei Seiten hat, so ist es mit der Selfhtml-Bibel auch; wer blind daran glaubt, der lässt sich nur allzu leicht gefangennehmen und zu falschen "Dogmen" verleiten. Wer aber so spöttisch und herablassend darüber spricht wie der Redner hier:
> "Falls du noch nie mit CSS gearbeitet hast, am besten die heilige HTML Bibel von Stefan Muenz besuchen". »»
der erniedrigt sich selbst und setzt sich selbst auf der Niveau einer Kröte, die sich, um Aufmerksamkeit zu erregen, aufbläst. Derjenige unterliegt einerseits einer doppelten Selbsttäuschung; er ist einer, der es (auch vor sich selber) nicht zugeben kann, daß er seinerzeit (oder noch immer) vermutlich selbst ein Selfhtml-leser war und daß sehr oft gerade die hochoffiziellen Spezifikationen unverständlich ja gerade unnachvollziehbar sind. Anderseits er ist ein Wahrnehmungsverweigerer, der es noch nicht erfasst hat, daß, wie so viele andere Dokumente, Selfhtml ein "as is" (oder ein "es ist was/wie es ist") Dokument ist, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Dies wird vom Stefan Münz auch immer wieder betont.
Wer sich also weigert, diese Tatsache zu akzeptieren und/oder wahrzunehemn ist gerade derjänige, der Selfhtml zur Bibel macht!
Daß viele diese Menschen einfach von Eifersucht und Neid geleitet werden ist die dabei mit zwingeder Macht auftretende Schulssfolgerung.
Statt Nachwort stehe hier nur der Titel eines Buches von Carlo Maria Martini und Umberto Eco:
" Woran glaubt, wer nicht glubt? "
Grüße
Thomas