Thorhall: (ZUR INFO) Toll, schon wieder neue VM von MS :-((((

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Hallo Michael,

hoffentlich kannst Du das noch lesen, bevor es durch den Schwanzabschneider verschwindet.

Du vielleicht - aber die vielen DAUs, für die das Paket gedacht ist, nicht.

Das will ich so nicht hinnehmen! 1. Viele User auch am privaten PC wissen inzwischen, was sie für Software wollen und was für Software nicht.
Und in den Firmen wäre es dann eh kein Problem, dort kann ja dann der EDV Verantwortliche den Standard definieren.

Klar. Aber nach diesem Maßstab ist leider so ungefähr *keine* Software  modular aufgebaut.

Das allerdings stimmt!! Aber meiner Einschätzung nach wird und muß sich das ändern.

Das macht der glatt, wenn Du dafür bereit bist, das kleinere Paket zu einem wesentlich höheren Preis zu kaufen.

Das ist ja nicht richtig, (aus meiner Sicht), wo lassen den die großen programmiern??
In Indien, Pakistan, Ukraine usw. Viele Teile eines Softwarepaketes, (und da siehst Du schon es würde gehen)
werden doch auf der ganzen Welt verstreut um dann später nur noch in Amiland oder Deutschland zusammen gefügt zu werden.
Ob man dann ein paar Inder mehr, die ein wening bessern modular aufgebauten Quellcode schreiben, noch zusätzlich einstellt, hat im Endeffekt kaum noch Einfluß auf die Endkosten.

Du geht von völlig falschen Voraussetzungen aus.

Du bezahlst keineswegs Sachen mit, die Du nicht brauchst. Du bekommst einfach mehr, als Du willst. Das ist eine Definitionsfrage. Und der Hersteller definiert, daß er bestimmt, was zusammenpaßt und was nicht.

Genau und hier liegt der Knackpunkt. Der Hersteller bestimmt das und nicht etwa der Kunde!
Aber warum sollte sich auf Dauer der Kunde das vorschreiben lassen??
Wer ist den nun der König, der Hersteller oder der Verkäufer??

Wenn Du darüber hinaus auch noch die Dienstleistung kaufen willst, daß der Hersteller bestimmte abstruse (nämlich nur genau von Dir und sonst niemandem gewünschte) Teilmengen austestet,

Eben nicht nur von mir! Es ist ja wohl kaum zu leugnen das sich auch andere Anwender über den vielen überflüssigen Schnickschnack auf ihrer Festplatte ärgern. Lies doch mal in vielen Fachzeitschriften die Leserbriefe wenn mal wieder so ein neues Officepaket rauskommt.

dann wirst Du dafür extra bezahlen müssen. Natürlich kostet das den Hersteller mehr Geld - und den Preis wird er an Dich, den Kunden, weitergeben.

Der Markt kann jeden Hersteller auch zwingen, Preise anzugleichen. Selbst Microsoft wird das noch merken und hat ja auch schon gerade für Firmen und Großkunden durch ihre Molp und andere Lizenzverfahren reagiert.

Klar, aber nicht umsonst.

Umsonst nicht, aber marktkonform.

Unsinn. Das ist effizienter Einsatz der Entwickler, nämlich die Anforderungen der vielen Kunden zu befriedigen und nicht diejenige der wenigen, nämlich von Dir.

Wie schon oben gesagt, die vielen Anforderungen der Kunden kommen doch aus den PR Abteilungen der Hersteller.
Es sind eher wenige die spezielle ausgefallene Zutaten für ihre Officepakete wünschen.
Es gibt vielleicht welche die sich beeinflussen lassen, "Du must jetzt dieses und jenes Feature haben" aber die Mehrheit????
Zumindestens wird sich das ändern.

Die meisten Kunden werden nämlich nicht um den freien Platz auf der CD-ROM kämpfen (den sie eh nicht nutzen können), sondern verhindern wollen, daß sie sie mühsam fehlende Treiber usw. aus dem WWW zusammensuchen müssen.
Die total cost of ownership eines Rechners wird überhaupt nur zu einem geringen Teil vom Kaufpreis der Hard- und Software geprägt, verglichen mit dem Aufwand der Betreuung. Vergleiche mal den Kaufpreis von Windows 9x mit dem Personalaufwand der Installation sämtlicher Service Packs innerhalb eines Jahres ...

Das ist kein Thema, womit wir wieder bei VON ANFANG AN gutgeschriebener Software wären. Klar Zeit und Konkurrenzdruck sind vorhanden, aber das ist in meinen Augen nicht die Pauschalentschuldigung für schlampige Programmierei.

Warum verdienen Suse und Red Hat wohl Geld mit dem eigentlich kostenlosen Linux? Weil sie genau das als Dienstleistung verkaufen, was Du geschenkt haben willst. Das gibt es nun mal nicht umsonst.

Ne, ich will nichts geschenkt haben, aber ich will bestimmen können was ich kaufen will.

Ich wiederhole: Du wirst eine höherwertige Dienstleistung auf keinen Fall für weniger Geld bekommen als eine bereits existierende. Entweder arbeitest Du selbst dafür, überflüssige Teile von der Platte zu löschen, oder Du kaufst Dir diese Dienstleistung.
Aber hört auf, zu jammern, Du hättest irgendwas mitbezahlt. Du kaufst ja auch keinen Neuwagen ohne Motor, Reifen, Sitze und Windschutzscheibe, bloß weil Dein alter Wagen das alles auch noch hätte.

Gut das stimmt! Aber ich kann doch gerade am Auto einiges schon bestimmen. Klar die Basis damit es fährt brauche ich schon, aber brauche ich Airbag, Klimaanlage, Metalliklackierung oder Sportfelgen.
Mir reicht auch ein Dreipunktgurt, eine Lüftung, normale Lackierung und Stahlfelgen. Wenn ich das andere haben will, dann kaufe ich es eben nach!

Wenn Du Dir ein gebrauchtes Office oder Windows laufen willst, dann verhandele mit dem Verkäufer, ob er Dir nur ein halbes Windows verkaufen will (obwohl er Dich wahrscheinlich für verrückt halten wird und zudem mit der anderen Hälfte gar nichts anfangen kann - wieso sollte er die also behalten wollen?).

Gut beim Betriebsystem habe ich kaum Chancen. Mich nerven hierbei auch schon einige Sachen (Zwangsinstallation es Browsers) aber damit muß ich entweder leben oder mir an andere OS zulegen.
Das geht aber leider nur privat, viele Firmen sehen das einfacher. Ist aber wieder auch eine Einstellung des EDV Leiters zu diesem Thema.

Es gibt solche Restaurants mit Pauschalpreisen für das Menü. Du solltest dort halt nicht essen, wenn Du schon satt bist, sondern dann, wenn Du vorher drei Tage gehungert hast. ;-)

Aber das Restaurant muß eben auch mit McDonalds-Preisen konkurrieren - Microsoft (noch) nicht.
Wäre das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Software derartig, wie Du es beschreibst, dann mach doch einfach eine Konkurrenzfirma auf, die minimal konfigurierte Standardsoftware zusammenstellt - das meine ich bitter ernst!

Wäre zwar eine Überlegung wert, aber da fehlt wohl das Startkapital.

Du wirst dann ja sehen, mit welchen Problemen Du zu kämpfen hast - nämlich daß nahezu niemand Deine Dienstleistung haben will, weil Festplatten inzwischen "nichts" mehr kosten - verglichen mit der Arbeitszeit der Leute, die Du einstellen und deren Gehälter Du bezahlen müßtest.

Bei der von mir gewünschten Software brauchte es nicht unbedingt mehr Leute mit großen Gehältern.
Die Software müßte nur schon beim Setup beginnend logisch und nachvollziehbar aufgebaut sein.
Mit den VERNÜNFTIGEN Manuals oder Handbüchern können dann sogar DAUs diese dann installieren. Muß man halt ein bißchen psychologisch ran.
Aber viele Handbücher und Helpdateien sind doch Müll.
Kümmert eben keinen, man möchte ja lieber eine Dienstleistung verkaufen.
Davon leben eben auch Red Hat und Suse, wenn Linux ein besseres Setup und gutgemachte Hnadbücher hätte, wäre es schon viel verbreiteter.
Das ist aber bekannt und man arbeitet dran.

Fazit: Vergiß den Traum von der Modularität. Mir wäre es wesentlich lieber, wenn der Hersteller die Zeit investieren würde, um Bugs rauszumachen und Standards zu befolgen. Verglichen damit fallen die paar hundert DM für die zusätzliche Festplatte auf dem Firmenserver unter "Rundungsfehler" im Budget.

<bockig>Nein nein </bockig> diesen Traum werde ich nicht vergessen. Und ich glaube fest daran, das irgendwann mehr Leute das was wir hier jetzt geschrieben haben sich mal in ihre Köpfe reindrücken.
Den dann werden diese auch mal lauter und dann wird sich auch was ändern. Das wirst Du sehen ;-))))

Schönes Wochenende noch,

GAA Thorhall