Hi Michael,
interessant, meist kauf ich auch was von der Stange, weil's meist soviel billiger ist, und schraube dann gleich am ersten Tag daran herum, weil ich mich nicht ärgern will. Wie die Massenläden ihre Sachen ausliefern, ob Softwareeinstellungen, Bios, oder Verkabelung, meist ist es ein Skandal....
auch mein Konverter hat diese Option mit den zwei Durchgängen - wobei das nach meiner Erfahrung vom verwendeten Codec abzuhängen scheint, ob das etwas bringt. (Von den Hintergründen habe ich praktisch keine Ahnung - ich habe mich nur auf ein Verfahren hin interiert, das für meine Zwecke brauchbare Ergebnisse liefert ...)
Die Codecs sind _ein_ Qualitätsgeheimnis, da machen die Profi-Systeme den wirklichen Schnitt. Teilweise hängt die Qualität auch am Grundprinzip. Aus Gründen der Farbkomprimierung hat DV z.B. in bestimmten Bereichen klare Grenzen, etwa beim Einrechnen von Grafiken, Texten, Bluescreens usw. Die zwei Durchläufe und ihre Effizienz hängen aber sehr stark vom Bilmaterial ab. Bei wenig bewegten Bildern, etwa einem Interview oder einer ruhig gefilmten Talkshow ist eine konstante Datenrate meist ausreichend, manchmal aber lohnt es sich wirklich, bei schnellen Kamerafahrten und dergleichen, d.h. bei schwer komprimierbaren Bildern, eine höhere Datenrate zu fahren.
Auch das De-Interlacen kann der Konverter, den ich verwende. Da ich die Filme nicht am Fernseher ansehen kann (der steht zu weit entfernt), habe ich allerdings keine Verwendung dafür.
Die De-Interlace Funktion ist eigentlich meines Wissens nicht für den Fernseher, sondern umgekehrt bei der Übertragung von Fernsehbildern auf den Rechner, etwa für Standbilder wichtig. Das Fernsehbild besteht z.B. bei PAL aus zwei Halbbildern, die abwechselnd gesendet werden, Du kannst etwa bei Photoshop aber aus einem Halbbild relativ effizient ein Ganzbild machen. Eine Kombination aus zwei aufeinander folgenden Halbbildern verbietet sich, weil dadurch Bewegungsunschärfe entstehen würde. Es kann aber auch andere Hintergründe haben, es gibt zum Beispiel höher auflösende Fernsehsysteme, die nicht mit Halbbildern arbeiten, zum Beispiel in der NTSC-Welt.
[...] da die bisherige Hardware zum ersten Mal nicht hoffnungslos veraltet war und ich eher an mehr Features interessiert war als an mehr Power (und weil ich das Aufrüsten auch erstmals organisatorisch problemlos und gleichzeitig preisgünstig hingekriegt habe).
Was mich immer wieder schockt, wieviel Arbeit es ist, bis man sich an ein neues System gewöhnt hat, und alles wieder so eingerichtet hat, wie man es haben will. Meist bei mir aus der Dummheit heraus, gleichzeitig mit der Hardware auch einen Haufen neuerer Softwareversionen aufzuspielen....
Viele Grüße
Mathias Bigge