Bewerbung mit Website - Welcher Umfang?
Alexander
- software
Hoi ihr Lieben :)
ich möchte mich demnächst für ein Praktikum bewerben und habe mir überlegt, dass ich für diesen Zweck auch eine Website erstellen will.
Ich bin mir nur nicht sicher wie und in welchem Umfang:
An sich wollte ich nur die Bewerbungsunterlagen, die ich den entsprechenden Firmen zuschicke, als PDF-Dokumente zum Download anzubieten und eventuell weitere Dokumente, die ich an sich nicht mit einer Bewerbung verschicken würde (z.B. Praktikumsberichte von früheren Pratika etc.).
Oder soll ich ne "richtige" Seite erstellen, wo ich meinen Lebenslauf, Bewerbungschreiben etc. veröffentliche.
Was ich _nicht_ machen möchte ist, nur ein Schreiben erstellen und dann auf die Website verweisen. Ich möchte ja was von den Firmen und fände es nicht ok, wenn ich sagen würde "alles weitere auf meiner Website"...
Aber wo ich halt wirklich noch unentschlossen bin, ist der Umfang einer solchen Site.
Was würdet ihr machen bzw. was findet ihr ok oder übertrieben?
Hat einer von Euch mit sowas schon Erfahrungen gesammelt oder weiss, was man in den Personalabteilungen gerne sieht?
Bewerben ist schwerer als ich dachte ;o)
Viele Grüße und schonmal vielen Dank...
Alex :)
Hallo.
An sich wollte ich nur die Bewerbungsunterlagen... als PDF-Dokumente zum Download anzubieten
Wozu dann eine Website? Wenn dort nicht mehr zu erfahren ist, als die Firmen eh schon von Dir wissen, dann ist sie überflüssig.
Was ich _nicht_ machen möchte ist, nur ein Schreiben erstellen und dann auf die Website verweisen.
Denke, hier wird es sehr drauf ankommen, für was Du Dich bewirbst und wie die Firma ist. Bewirbst Du Dich im Bereich Webdesign/-programmierung, so würde ich eine reine Online-Bewerbung durchaus befürworten. Da zeigst Du ja schon mal, was Du drauf hast. Leider besteht dabei aber die GEfahr, dass Du bei einigen eher konservativen Firmen schon gleich bei der Vorsortierung aus dem bewerberstapel fliegst.
Grüße aus Würzburg
Julian
Hi,
An sich wollte ich nur die Bewerbungsunterlagen... als PDF-Dokumente zum Download anzubieten
Wozu dann eine Website? Wenn dort nicht mehr zu erfahren ist, als die Firmen eh schon von Dir wissen, dann ist sie überflüssig.
Es ist bei heutige Firmen durchaus üblich, dass Bewerbungsunterlagen digitalisiert werden. So können die Personalakten mit allen Original-Dokumenten in der Personalabteilung bleiben und wichtige Einstellungsunterlagen können trotzdem Abteilungsleitern etc. verfügbar gemacht werden.
Zudem wäre die Idee, dort Dateien, die ich z.B. im Zuge anderer Praktika erstellt habe (z.B. AutoCad Zeichnugen, MatbLab Simulationen etc.) dort abzulegen.
Was ich _nicht_ machen möchte ist, nur ein Schreiben erstellen und dann auf die Website verweisen.
Denke, hier wird es sehr drauf ankommen, für was Du Dich bewirbst und wie die Firma ist. Bewirbst Du Dich im Bereich Webdesign/-programmierung, so würde ich eine reine Online-Bewerbung durchaus befürworten.
Dieser Bereich ist es nicht. Es ist allerdings ein technischer Bereich, der aber nichts direkt mit Internet/Webdesign zu tun hat.
Viele Grüße...
Alex :)
Moin!
Was ich _nicht_ machen möchte ist, nur ein Schreiben erstellen und dann auf die Website verweisen. Ich möchte ja was von den Firmen und fände es nicht ok, wenn ich sagen würde "alles weitere auf meiner Website"...
Das Problem mit Bewerbungen ist, dass man praktisch nie die richtige Art trifft.
Ich habe schon die eine oder andere Erfahrung mit dem Bewerten von Bewerbungen gemacht - auf der "anderen Seite".
Kriegt man, obwohl niemand dazu aufgerufen hat, einen Stapel Bewerbungsunterlagen als Papier, hat man das Problem, dass die irgendwo gelassen werden müssen. Sie sind unflexibel, unteilbar, möchten vielleicht sorgsam behandelt werden, aber im Prinzip kommen sie ungelegen. Bei großen Unternehmen mag die Personalabteilung darauf spezialisiert sein, in kleinen Unternehmen ist niemand darauf spezialisiert, und eine Bewerbung eigentlich eher ein Nerv-Faktor.
Wenn man hingegen den Nerv-Faktor einer umfangreichen Bewerbung (denn was in der Bewerbung nicht drinsteht, kann zur Bewertung nicht herangezogen werden) dadurch senkt, dass man erstmal nur ein simples A4-Anschreiben verschickt und die Firma zu einer Antwort überreden will, hat man zwar bei Initiativbewerbungen in der Hinsicht bessere Karten, weil man nicht ewig auf die Rücksendung der Bewerbungsunterlagen warten muß (siehe beispielsweise http://udoslive.blogspot.com/2003_10_01_udoslive_archive.html#106650054999970552), und man kann leichter als "brauchen wir nicht, antworten wir nicht" im Müll entsorgt werden. Webseiten sind bei reinen Papierbewerbungen irgendwie nicht im Ablauf vorgesehen.
Andererseits: Wenn man sich komplett elektronisch bewirbt, was den Vorteil hat, dass es für einen selbst als auch für das Unternehmen billiger ist, dann ist eine Website, je nach Unternehmen und dessen elektronischen Bewerbungsverfahren, unter Umständen unumgänglich. Zumindest, um dort die relevanten Dokumente als PDF abrufen zu lassen, wenn man sich per Mail bewirbt. Denn eine umfangreiche Bewerbung mit Attachments loszuschicken, das ist natürlich auch wieder nichts. Die Mail an sich muß dann natürlich schon so relevante Daten haben, dass man entscheiden kann, ob sich der Download lohnt, und wer im Zweifel dafür zuständig ist, den Bewerber näher unter die Lupe zu nehmen.
Wenn man hingegen ein Webformular nutzt, dann kann man dort in der Regel - sofern es vom Unternehmen als sinnvoll erachtet wird - Attachments gleich mit dranhängen.
Fazit: "Es hängt davon ab." :)
Was ich im Prinzip immer noch als streng voneinander abgegrenzt sehe, sind die zwei Welten "Papier" und "elektronisch". Hier den Brückenschlag zu erreichen, dürfte nicht wirklich gelingen.
Wer sich per EMail bewirbt, kann natürlich das Versenden von Papier anbieten - besser wäre es aber, man kann sich die Dokumente direkt online ansehen. Da hat der Bewerber auch gleich einen Indikator, wieviele Erst-Hürden er schon überwunden hat.
Wer sich hingegen mit Papier bewirbt, der dürfte den Personalmensch nicht wirklich ins Netz bewegen können. Entweder sind die Unterlagen nach Maßgabe des Unternehmens vollständig (per Hand weitere Infos aus dem Netz ziehen und ausdrucken wird niemand), oder nicht (bei Praktikanten dürften unvollständige Unterlagen zum Aussortieren führen).
- Sven Rautenberg
habe d'ehre
Andererseits: Wenn man sich komplett elektronisch bewirbt, was den Vorteil hat, dass es für einen selbst als auch für das Unternehmen billiger ist, dann ist eine Website, je nach Unternehmen und dessen elektronischen Bewerbungsverfahren, unter Umständen unumgänglich.
Was ich im Prinzip immer noch als streng voneinander abgegrenzt sehe, sind die zwei Welten "Papier" und "elektronisch". Hier den Brückenschlag zu erreichen, dürfte nicht wirklich gelingen.
Eine Webagentur sucht jemand. Es melden sich dreissig Leute, zwanzig davon bieten Unterlagen zum Download an. Waere ich Personaler, ich wuerde erst die zehn anderen in die engere Auswahl nehmen. Wieso sollte ich - als Stellengeber - mir die Arbeit aufhalsen, erstmal zig Dokumente aus dem Web zu holen, diese sauber archivieren und dann sichten. Ich wuerde einzig eine Webseite anklicken um bereits erstellte Projekte zu begutachten.
Fuer alle anderen Jobs kommt IMHO die Downloadvariante eh nicht in Frage. Wie gesagt, zuviel Aufwand fuer den Stellengeber, Innovationsbereitschaft hin oder her.
Es waere allerdings ein nettes Projekt, eine Software zu entwickeln, mit der Bewerber ihre Unterlagen auf ein Extranet des Stellenanbieter legen koennen damit die Personaler diese zentral auswerten koennen, Quervergleiche ziehen etc, inklusive Bewertungssystem fuer "Toepfchen" und "Kroepfchen". Wie dies allerdings sicherheitstechnisch und OCR-maessig zu loesen waere ist eine andere Frage.
carpe diem
Wilhelm
Hi,
Was ich im Prinzip immer noch als streng voneinander abgegrenzt sehe, sind die zwei Welten "Papier" und "elektronisch". Hier den Brückenschlag zu erreichen, dürfte nicht wirklich gelingen.
Eine Webagentur sucht jemand. Es melden sich dreissig Leute, zwanzig davon bieten Unterlagen zum Download an. Waere ich Personaler, ich wuerde erst die zehn anderen in die engere Auswahl nehmen. Wieso sollte ich - als Stellengeber - mir die Arbeit aufhalsen, erstmal zig Dokumente aus dem Web zu holen, diese sauber archivieren und dann sichten. Ich wuerde einzig eine Webseite anklicken um bereits erstellte Projekte zu begutachten.
Das ist auch der Grund, weshalb ich nicht auf die Papierbewerbung verzichten möchte. Da ich jedoch weiss, dass viele (insbesondere grosse Firmen) die Bewerbungsunterlagen eh einscannen (um Teile der Bewerbung anderen Abteilungen zugänglich zu machen ohne die Originale aus der Hand geben zu müssen), möchte ich diesen die Arbeit abnehmen und die Dokumente meinerseits schon elektronisch anbieten. Einen weiteren Punkt habe ich ja auch schon angesprochen: Man kann bestimmte DAteien einfach nicht gut auf Papier brngen. Wenn ich eine technische Simulation oder ähnliches habe, so kann man diese zwar zu Papier bringen und die Ergebnisse vielleicht gut visualisieren, man erfährt jedoch nicht, wie gut derjenige mit dem Programm umgehen kann. Das kann man erst beurteilen, wenn man die Datei selbst betrachten kann. (vgl. HTML-Seiten: Eine ausgedruckte Website mag gut aussehen, ob der Quelltext jedoch gut ist, erkenne ich daran nicht).
Ich gebe Dir jedoch in dem Punkte recht, dass ich es auch nicht gut finde, wenn ich mich bewerbe und der Firma zumute, sich meine Dokumente selbst zu besorgen, indem sie aktiv werden und meine Site besuchen.
Viele Grüße...
Alex :)
wenn du dich nicht direkt als webentwickler, -designer oder sonstwas bewirbst würde ich einfach beides tun: eine 'konservative' bewerbung mit allen unterlagen auf papier und darin der hinweis, dass es auf deiner website die unterlagen auch zum download gibt und dazu noch weitere informationen über dich. das macht allerdings nur sinn, wenn du tatsächlich mehr über dich zu sagen hast und du davon überzeugt bist, dass deine site gut ist. eine schlampig mit frontpage gebaute standardsite die nur aus drei seiten besteht wird dir türen zuschlagen, eine sauber gebaute und informative site auf der du auch frühere arbeiten von dir vorstellst kann eindruck machen. wobei du natürlich schon aufpassen musst für welches zielpublikum du die site erstellst. ein personaltyp der deutschen bank versteht unter 'guter webpräsenz' wahrscheinlich etwas völlig anderes als jemand aus einer hippen werbeagentur.
ach und nochwas: die personalabteilung interessiert sich überhaupt nicht für deine 10 lieblings-cd´s, bilder von deinem letzten mallorca-urlaub oder ähnliches. weiss ich aus eigener erfahrung, mir kommen nämlich auch gelegentlich bewerbungen auf den tisch und wir haben uns mehr als einmal mit der gesamten belegschaft der firma bei der ich arbeite über solche 'privaten hompages' amüsiert (ich weiss, ist gemein aber lustig :-)
gruss aus berlin, volker
Hi volker,
eine schlampig mit frontpage gebaute standardsite die nur aus drei seiten besteht wird dir türen zuschlagen, eine sauber gebaute und informative site auf der du auch frühere arbeiten von dir vorstellst kann eindruck machen. wobei du natürlich schon aufpassen musst für welches zielpublikum du die site erstellst. ein personaltyp der deutschen bank versteht unter 'guter webpräsenz' wahrscheinlich etwas völlig anderes als jemand aus einer hippen werbeagentur.
Hmm ja, diesen Punkt der, ich nenne es mal "Zielgruppe" ist mir durchaus bewusst. Ich kann dich jedoch in der Hinsicht beruhige, dass meine Website mit Sicherheit keine Frontpage Seite wird.
ach und nochwas: die personalabteilung interessiert sich überhaupt nicht für deine 10 lieblings-cd´s, bilder von deinem letzten mallorca-urlaub oder ähnliches.
Ich hatte auch nicht vor, so etwas auf meine Homepage zu bringen. Es wird keine "Hallo, hier bin ich"-Seite, sondern eine speziell für den Zweck der Bewerbung erstellte Seite.
Viele Grüße...
Alex :)