Hi,
ich hatte noch irgendwie gemeint zu verstehen, dass wir weggehen sollten von einer emotionalen (gerechten) Sichtweise auf unsere Probleme und stattdessen auf die Soziologen hoeren sollten, deren auf Kooperationstheorien basierendes "Wissen" uns neue Anhaltspunkte fuer Entscheidungesfindungen in der nun sehr komplex gewordenen modernen Welt geben koennten.
Das habe ich im Text nicht entdecken können. Soziologie kommt darin nicht vor, Kooperationstheorien auch nicht.
Ich bezog mich auf den Satz 'Der Diskurs muss weg von der Verteilungsdiskussion hin zu einer Debatte über Fairness, also die Verteilung von Chancen.' und zugegebenermassen habe ich mir streberhafterweise noch die Praesis http://www.absolventum.de/pdf/vortrag_Wieland.pdf und http://www.akademie-rs.de/gdcms/files/20040113_2126_wieland.pdf reingezogen. Fuer mich ist das Soziologie.
Dass die emotionale Sichtweise die "gerechte" sei, lese ich darin auch nicht.
Ebenfalls zugegebenermassen hatte ich mich unklar ausgedrueckt, ich meinte sowas wie: Gerechtigkeit oder Fairness entsteht nicht im Bauch sondern im Kopf, also durch Analyse und nicht aus Gefuehlen heraus (was aber auch nicht schlecht sein muss, nur in diesem speziellen Fall eher nicht greift).
Was genau daraus zu folgern ist, ist eine der wichtigen Fragen, oder? ;-)
Dass wir den Normalmenschen dazu bekommen, nach soziologischen Theorien zu handeln, glaube ich ja mal nicht, also können wir uns die Debatte über diese Option eigentlich sparen.
Du kennst die Bedeutung, die Fairness beispielsweise in Amerika hat? Ist das nicht vielleicht ein Begriff im soziologischen Sinn?
Aber wenn Du meinst, wir könnten von der Soziologie was lernen, dann erzähl' doch mal was wir Deiner Meinung nach Lernen könnten, und veranstalte kein Ratespiel.
Sorry, war gestern schon etwas muede. (Oder wird so eine Entschuldigung hier eher nicht akzeptiert? ;-)
Gruss,
Ludger