Moin,
Dennoch schlage ich vor, dass wir hier nicht gegen den Gastgeber polemisieren.
ich habe nicht behauptet, dass man gegen irgendwas hier polemisieren koennte.
Aha.
Was wuerdest Du machen, wenn Du BK waerst?
Mich erschießen. Denn so wenig Macht für so wenig Geld bei so viel Terminen und redenmüssen würde mir den Rest des Selbstwertgefühles nehmen. Frage und Antwort sind aber höchst virtuell, da ich nicht glaube, dass ich jemals so blöd sein werde, dieses Amt anzustreben oder anzunehmen ;-)
Du bist neu hier, Ludger. Uns interessiert - glaube ich - deshalb viel brennender, wie Du die Sache so siehst. Viele sind gespannt, ob Du Stellung beziehst, ob Du den Vorwurf an Dein alter ego Lude, herumzueieren, wenn es konkret wirst, widerlegen willst.
Wie kommst Du überhaupt auf die Idee, mich als "Gewerkschafter" zu bezeichnen?
Weil Du Dich selbst als Gewerkschafter geoutet hast, bzw. explizit geschrieben hast, dass Du nichts dagegen hast, wenn man Dich als Gewerkschafter bezeichnet (auch wenn Du zurzeit nicht fuer die Gewerkschaften arbeitest, oder so aehnlich).
Die Frage, was ich als "Gewerkschafter" dazu meine, kann ich schon deshalb nicht beantworten, weil ich kein Mandat verspüre, als "Gewerkschafter" sprechen zu dürfen. Ich habe es auch immer für wichtiger gehalten, als Person/Individuum Stellung zu beziehen. Und was _ich_ dazu meine (nämlich nichts) habe ich ja schon gesagt. Die Thesen des Profs bewegen mich nicht; sie lösen kein Interesse in mir aus; sie sind nicht sonderlich neu oder provakativ; sie bringen auch nicht auf den Punkt. Ich halte z.B. die Forderung nach einen "angemessenen" (Himmel Hilf, was soll das sein? Gibt es unangemessene Diskurse? Wer entscheidet das? Was nützt das? Geht es um Diskurse im klassischen Sinn oder meint er hierarchiefreie Diskurse im Habermasschen Sinne oder wie oder was? Ich selbst neige übrigens zu Foucault, halte also die Art und Weise des praktizieren Diskurses für Ausdruck eben unsere Gesellschaft) Diskurs über den Begriff der Gerechtigkeit (wieder so ein leere in den Raum geworfene Worthülse, die jeder anders versteht. An anderer Seite spricht er von Fairness und definiert das dann als Verteilung von Chancen - na toll, glaubt er, dass das Ergebnis einer Verteilung der Chancen von den Beglückten immmer als "fair" bezeichnet werden wird oder gar muss?) auch für eher esoterisch: Diskurse entstehen, sie lassen sich nicht per "order de mufti" ändern. Und so weiter und so weiter. Ich finde nichts Verständliches oder Erhellendes an dem Interview. Dusselige Allgemeinplätze ohne erkennbare Richtung aneinander gereiht. Von den Fragen mal ganz zu schweigen.
Ach ja: Genau genommen fühle ich mich sogar ein wenig mißachtet, wenn man nicht mich (Swen), sondern eine Rolle von mir (Gewerkschafter), um Stellungnahme bittet. Ich frage Dich ja auch nicht, was Du denn als "Schachspieler" so zum Wetter heute sagst :-)
Grüße
Swen Wacker