Der Martin: Daten von sehr alter Platte retten

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Hallo Christoph,

ich hoffe, dass meine alten BIOS- und DOS-Kenntnisse vielleicht doch nch für irgendwas gut sind...

Ich habe ein Problem *g*

Wer hat das nicht! :-|
Und in jedem kleinen Problem steckt bekanntlich ein großes, das nur zu gern raus will.

[...] dummerweise meine auf Slave gejumperte eigene Platte dringelassen habe, hats mir auf "meiner" Platte den MBR so zerschossen, daß ich ihn nicht mehr reparieren kann, grmpf.

Oh ja. Das habe ich auch schon mal geschafft. :(

[...] kann die Plattengeometrie auslesen (17 Zylinder ...), aber nix kopieren. Selbst "dd" von LINUX aus versagt.

Du hast bestimmt 17 Sektoren gemeint. Ja, das hätte ich erwartet. Damals hatten "alle" Platten 17 Sektoren - jedenfalls haben sie sich dem IDE-Controller gegenüber so identifiziert. Aus historischen Gründen. Aber wahrscheinlich hat das BIOS des alten Rechners schon eine Übersetzung der Geometrie auf möglicherweise 63 Sektoren gemacht. Dann müsste man die Platte auch wieder mit dieser Geometrie ansprechen, sonst gibt's nur elektronisches Kleinholz.
Ah, Moment: Wie hast du die Platte (im neuen Rechner) im BIOS-Setup eingetragen? Gar nicht? Automatisch? Das könnte der Schlüssel sein. Versuch mal, die Plattengeometrie einzugeben, die dein Linux rausgekriegt hat. Auf keinen Fall LBA!!

Warum stöpselst du nicht probehalber mal ein funktionierendes Netzteil in den Uralt-PC? Wenn sich nur das Netzteil entseelt hat, besteht Hoffnung, dass der Rest noch funktioniert.
Und 80MB -oder das wichtigste davon- kann man in der allergrößten Not sogar noch via Disketten rüberziehen.

Ich habe inzwischen gesagt bekommen, diese Platte sei mit FAT formatiert - natürlich weder FAT16 noch FAT32

Doch, es muss FAT16 sein. Nur wenn die Platte _winzige_ Partitionen enthielt (weniger als 4MB), kann es auch noch FAT12 gewesen sein.

aber was gabs denn da noch?

Nichts - wenn ich mal davon ausgehe, dass diese Platte unter DOS eingerichtet und benutzt wurde (und das erscheint mir bei dem Alter naheliegend). Das gute alte DOS kannte bis einschließlich Version 6.22 nichts außer FAT12 (vorwiegend für Disketten) und FAT16.

Ich habs von DOS 6.22 aus probiert, leider erfolglos.

Auf einem anderen PC? Dann _muss_ die Plattengeometrie im BIOS dieselbe sein, wie im ursprünglichen Rechner eingestellt (siehe oben, Übersetzung durch den IDE-Controller).

Hat jemand eventuell einen Hinweis, wie ich dieses Museumsstück dazu bringen könnte, mir seine Geheimnisse preiszugeben?

Wie gesagt: Funktionierendes Netzteil, dann nochmal mit dem Dinosaurier probieren. Da sehe ich die größte Erfolgschance.

Ich bin nicht sicher, ob das eine DOS/Win3.1-Installation ist.

Zumindest von DOS würde ich mit ziemlicher Sicherheit ausgehen.
Ich hoffe, das bringt dich ein kleines Stück weiter.
Viel Glück,

Martin