Moin
Ach Gott, das ist doch nicht schlimmes :-) Das kennen die Nutzer doch. Die wissen alle, dass sie kein Hochglanzbroschüre vor sich haben.
das stimmt nun wirklich nicht, solche Dinge können durchaus als Mangel einer Seite wahrgenommen werden.
Von wem? Von den Besuchern einer Site? Hast du eine Untersuchung zur Hand? Würde mich interessieren.
Wir haben jetzt dank css eine Situation wo mit html sinnvoll gearbeitet werden kann, auch die Hochglanzbroschüre ist fast möglich.
Nein. Printersatz ist auch nicht der Mehrwert des www.
Da stört die Gefahr von sichtbaren Markierungen enorm.
Nochmal: _Wen_ stört das? Mit ist keine Studie bekannt, aus der ersichtlich ist, dass Anwender Seiten "broschürenhaft" glatt erwarten. Aus meiner Erfahrung (Umgang mit Menschen, die PC/Intranet eher zögerlich in der Arbeitsumgebung akzeptiert haben) wird das kopieren können eher als Mehrwert (selbst einzelner Wörter!) anerkannt. Geht es irgendwo nicht, wird die Seite als kaputt eingestuft.
Als störend wird das zumeist von Menschen empfunden, die mit dem ästhestischen Anspruch des Printgewerbes auf das www losmarschieren. Hier wird häufig der unterschiedliche Ansatz und Sinn des www negiert sondern eher die Vorteile des www gegenüber Printmedien stillschweigend hingenommen, jedoch die bekannten aber im www nicht wiedergefundenen Vorzügen des Printgewerbes als Mangel angeprangert.
Das ist letztendlich ein politisches Problem, wenn html nicht schnell genug erwachsen wird machen sich in vielen Bereichen eigentlich unsinnige Flashkonstruktionen breit.
Der Erfolg von HTML liegt imo u.a. darin begründet, dass
- es jeder schnell lernen kann,
- es ohne zusätzlichen Aufwand von vertrauten, immer gleichen
Standardprodukten interpretiert werden kann, - die Browser robust genug sind, Fehler im Code zu tolerieren,
- es ohne großen finanziellen Aufwand betreiben zu müssen,
hergestellt werden kann.
Ich halte den Flashhype aus mehreren der eben genannte Gründe für einen vorübergehende Sache.
Dann werden die erwähnten ästhetischen Eigenheiten weder von "Nutzer" noch von Kunden akzeptiert.
Es gehört zu einen der imo völlig zu Recht von Nielsen angeprangerten Grundfehlern der Sitesdesign, die Site den "Bossen" und nicht den Kunden gefällig zu machen.
Ich habe erst vor einigen Wochen an einer umfangreichen Präsentation teilgenommen und war sehr erstaunt, wieviele Agenturen es sich erlaubten, überdeutlich auf das Wohlgefallen der "Bosse" zu schielen. Das kam in der Sitzung eventuell sogar an. In den Auswertungsgesprächen verrauchte der Schein aber wieder schnell und rückte die Frage der kundengefälligkeit in den Vordergrund.
Jetzt zu den Kunden. Meine Erfahrung in der Begleitung von Menschen an browserbasierten Arbeitsplätzen zeigt mir, dass Anwender sehr empfindlich und verunsichert auf Veränderungen in dem ihnen nicht alltäglichen Werkzeug "Browser" reagieren: Text nicht markieren zu können, wegfallende Browserwerkzeuge, aufpoppende Fenster, flashbasierte Navigationflächen führen eher zu Abwehr und Unsicherheit. Akzeptiert wird Flash aber eindeutig als lustiges Gimmick in möglichst eingegrenzten Rahmen, Trickfilm halt, bewegte Comics. Eine Seite wo Katzen(oder waren es Fische?) "lustig" gegrillt/erschossen/oder sonstwas werden: Das ist lustig, solche links werden gern "rumgereicht". Im Vergleich zu contentlastigen Links (da ist mir erst einer untergekommen, der dies war _und_ Flashzentriert aufbebaut war) sind solche Tipps aber erstaunlich selten.
Viele Grüße
Swen