Moin
[a lot of good stuff]
Bis auf deinen Skeptizismus hinsichtlich JS volle Übereinstimmung.
Auch wenn vieles von dem, was du sagst, mancher als banal abtun würde, kann man diese Roots imo nicht häufig genug in Erinnerung bringen.
Nicht nur hier in Forum (z.B. bein Netscape-Thread) klingt für mich in der letzen Zeit eine merkwürdige Verdrehung dr Dinge an: Da wird gefragt, warum sich nicht alle an die Syntax von Microsoft halten, oder gesagt, dass alles doch viel einfacher wäre, wenn es nur einen Browser gäbe, dann müsse man sich nicht immer mit mehreren browsern rumplagen etc.
Ich denke dann manchmal, dass die Rolle des W3C für das www von vielen "Neuen" nicht erkannt wird (Ich will mich darüber nicht lustig machen oder den zeigefinger erheben; ich habe selbst z.B. die RFC´s des Internets im meiner Anfangszeit für übertriebenen Technizismus gehalten und mich über "beamtete Ingenieure" lustig gemacht).
Woran liegt das und wie kann man das ändern? Mit SELFHTML gibt es imo ein gutes deutschsprachiges Werk, dass nicht den Anspruch erhebt, den täglichen Hype zu erklären, sondern den grundsätzlichen Sinn von HTML immer im Auge behält. Und: es ist deutschsprachig. Ich glaube, dass die eigene Muttersprache mehr Zugang bedeutet, als wir gemeinhin glauben. In Gegensatz zu vielen anderen Sprachkreisen sind die Übersetzungen der W3C Specs in die deutsche Sprache bislang eher Mangelware. Das verwundert eigentlich; schließlich sagt man doch gerade den Deutschen nach, sie würde ohne Vorschriften nicht leben und nicht sterben wollen. Ob es tatsächlich daran liegt, dass alle Deutschen eben so gut englisch können? Ich habe da meine Zweifel. Demnächst wird die HTML 4.01 Spec (und viele andere Specs auch) in ihrer deutschen Übersetzung erscheinen. Ich denke, dass das ein weiter Schritt sein kann, die Bedeutung der Specs und damit des W3C in den Vordergrund zu heben. Vielleicht ist das Verständis-problem wirklich so banal zu lösen.
Wichtig ist vor allem, dass sich eine geeignete Sprache durchsetzt und dass diese unabhaengig und frei ist (nicht wie Flash). Nicht wichtig dagegen ist, ob diese Sprache ein Klartextformat (vs. binary) ist, oder ob sie auf XML basiert, obwohl dies gewisse Vorteile haette (z.B. Standard-XML-Tools anwendbar).
Da möchte ich widersprechen. Gerade die Eigenschaft von XML, für Menschen und Maschinen lesbar zu sein, halte ich für ein großen auch psychologischen Vorteil auf den Weg in ein semantisches Web. Sicher, dort wo es performant zugehen muss, sind XML bislang eher lahme Krücken. Aber XML als Metasprache, aus der sich der riesige Rest entwickeln kann, hat schon fast kosmische Züge :-)
Viel Grüße
Swen