Lieber Bio,
recherchier doch mal ein bisschen. Die Unterschriftensammlung Kochs gegen die doppelte Staatsbürgerschaft hat das Thema Einwanderung in aufgeheizter Stimmung zum Wahlkampfthema gemacht. Und genau da liegt der Unterschied zwischen seriöser Diskussion und Meinungsmache auf Kosten von Minderheiten: Ob man solche Stimmungen rücksichtslos für den eigenen politischen Erfolg nutzt, oder ob man wirklich problembewusst diskutieren will. Ansonsten waren durchaus verschiedene Meinungen in verschidenen politischen Gruppen zur Einwanderungspolitik vorhanden und sind es immer noch. Das von Dir genannte DIskussionsverbot existierte gar nicht. Und bis heute, siehe etwa die Debatte um die Vorschläge unseres Innenministers, lassen sich viele Beiträge nicht ohne weiteres dem linken und dem rechten Spektrum zuordnen. Das macht es für die CDU ja so schwer, überhaupt noch krampfhaft gegenüber den weitgehend ähnlichen Vorschlägen noch eine eigene Linie zu formulieren!
Und dieser Unterschied, diese Methodik, vermeintlich oder auf den ersten Blick "rechte" Vorschläge und Konzepte grundlos mit Hilfe der Medien niederzumachen, ist das, woran meiner Meinung nach unsere Demokratie besonders krankt.
Gibt es wirklich Tabus und Denkverbote für rechte Positionen? Was genau ist für dich rechts? Was ist Deine eigene Position? Ist die rechts? Oder links? Oder unorthodox? Oder jungkonservativ? Oder siehst Du Dich mehr über den Wassern schweben, frei von allen Tabus? Als Gekreuzigter aller Debatten, weil als einziger Denker unterwegs?
Ich habe inzwischen mal den älteren Thread zum Thema Antisemitismus nachgelesen, den irgendjemand hier zitiert hat. Deine Diskussionstaktik ist immer die gleiche. Du äußerst etwas unklar Provozierendes, ohne Dich zu einer wirklichen Stellungnahme vorzuwagen, und machst dann den Beleidigten, wenn jemand, wie erhofft, darauf reagiert. Vielleicht hast Du eher ein psychologisches als ein politisches Problem? Oder gar kein Problem, sondern nur das Lebensprinzip, die größtmögliche Nervigkeit in allen Debatten zu produzieren? Wenn Gespräche zu etwas führen sollen, muss jeder Beteiligte auch mal ein bisschen Einblick in sein Denken geben, sonst wird's einfach nur eine formale Würgerei!
Viele Grüße
Mathias Bigge