kaltauer: DIN-vorschriften für adress-formatierungen

hallo,

das es bestimmte DIN-vorgaben für die typographische gestaltung von z.b. telefonnummern gibt ist allgemein bekannt. der lesbarkeit halber ist meist auch gegen den einsatz ncihts einzuwenden.

ich bin momentan dazu "verdonnert", für eine semesterarbeit ein komplettes corporate-design für eine virtuelle firma zu entwickeln. an sich nicht das problem. nur nervt die dozentin ("dipl-designerin") von anfang an schon mit der aussage "alle(straßen-)namen müssen ausgeschrieben werden", also abkürzungen wie "str." oder "a.-schweitzer-str." sind verboten. genauso dürfen wir nur "telefon" schreiben, aber nicht etwa gebräuchliches wie "tel" oder "fon". da ich der meinung bin, dass das doch meine sache sein müsste, bin ich nun schon seit wochen auf der suche nach diesem regelwerk, wo das vorgeschrieben sein soll. ich würde ihr gern schwarz auf weiss präsentieren, dass das eben nicht vorgeschrieben ist ...

wenn ich z.b. bedenke, dass man unter www.telefonbuch.de nur straßen sofort findet, wenn man sie mit "str." abkürzt, ausgeschrieben komischerweise aber nicht, dann kann das einfach nicht stimmen.

hat da jemand ahnung von euch? kann es sein, dass das tatsächlich eine DIN-vorschrift ist? mehr als die normalen papier-formate bekommt man beim googeln nicht zu sehen - immer nur bücher zum kaufen *grmpf*.

gruß kaltauer

  1. Hallo.

    das es bestimmte DIN-vorgaben für die typographische gestaltung von z.b. telefonnummern gibt ist allgemein bekannt. der lesbarkeit halber ist meist auch gegen den einsatz ncihts einzuwenden.

    Du meinst DIN 5008.

    ich bin momentan dazu "verdonnert", für eine semesterarbeit ein komplettes corporate-design für eine virtuelle firma zu entwickeln. an sich nicht das problem. nur nervt die dozentin ("dipl-designerin") von anfang an schon mit der aussage "alle(straßen-)namen müssen ausgeschrieben werden", also abkürzungen wie "str." oder "a.-schweitzer-str." sind verboten. genauso dürfen wir nur "telefon" schreiben, aber nicht etwa gebräuchliches wie "tel" oder "fon". da ich der meinung bin, dass das doch meine sache sein müsste, bin ich nun schon seit wochen auf der suche nach diesem regelwerk, wo das vorgeschrieben sein soll. ich würde ihr gern schwarz auf weiss präsentieren, dass das eben nicht vorgeschrieben ist ...

    Die Freiheit der Lehre entbindet deine Dozentin zu Recht von der vermeintlichen Pflicht, nur das zu lehren, was irgendwo geschrieben steht. Du solltest dich dem fügen oder die mit den zu erwartenden Sanktionen leben.
    Im Übrigen unterstütze ich die Ansicht deiner Dozentin voll und ganz.

    wenn ich z.b. bedenke, dass man unter www.telefonbuch.de nur straßen sofort findet, wenn man sie mit "str." abkürzt, ausgeschrieben komischerweise aber nicht, dann kann das einfach nicht stimmen.

    Und welcher Norm entspricht http://www.telefonbuch.de/? In der Papier-Version ersetzt ein "-" den Wortteil "straße", was sicher auch keiner Norm entspricht und außerhalb von Telefonbüchern durchaus Verwirrung stiften könnte.

    hat da jemand ahnung von euch? kann es sein, dass das tatsächlich eine DIN-vorschrift ist? mehr als die normalen papier-formate bekommt man beim googeln nicht zu sehen - immer nur bücher zum kaufen *grmpf*.

    Gerade die DIN 5008 ist umstritten und lehrt teilweise veraltete oder hierzulande völlig ungebräuchliche Schreibweisen (Stichwort "internationales Datum"). Mehr entnimmst du bitte der Suchmschine deines Vertrauens (Suchwort: "DIN 5008").
    MfG, at

    1. Hallo.
      Ein kleine Ergänzung:

      Die Freiheit der Lehre entbindet deine Dozentin zu Recht von der vermeintlichen Pflicht, nur das zu lehren, was irgendwo geschrieben steht. Du solltest dich dem fügen oder die mit den zu erwartenden Sanktionen leben.

      Vielleicht kannst du sie gnädig stimmen, wenn du DIN 16518 auswendig lernst ;-)
      MfG, at

      1. Hello,

        und eine Idee könnte es sein, beim Direktmarketing-Center Deiner örtlichen Hauptpost (oder wie das heute heißt) mal nachzufassen.Die haben viel buntes und informatives material zu diesem Thema.

        Liebe Grüße aus http://www.braunschweig.de

        Tom

        --
        Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
        1. vielen dank für den hinweis. aber da kommt wohl dann ähnliches raus, wie die post-vorgabe, das die codier-zone einer briefhülle grundsätzlich und immer rein weiß zu sein hat und die grafische gestaltung der frankierzone doch möglichst auch zu unterlassen ist.

          und dann bekomme ich von der post briefumschläge in den kunterbuntesten farben, die ich problemlos versenden soll ... ja wie denn nun ...

          kaltauer

        2. Hallo.

          und eine Idee könnte es sein, beim Direktmarketing-Center Deiner örtlichen Hauptpost (oder wie das heute heißt) mal nachzufassen.Die haben viel buntes und informatives material zu diesem Thema.

          Und auch einiges zu Herunterladen.
          MfG, at

      2. hallo,

        mhm also ich bin der meinung, dass ich für ein modernes unternehmen mir auch herausnehmen darf es "Tel" abzukürzen, statt "Telefon" auszuschreiben.
        so, nun hattest mir ja die DIN 5008 angeboten - aber das ist ja genau das was ich meine: überall wird nur beschrieben, wie die nummern ansich formatiert werden sollen, da steht nicht, dass es "telefon" heissen muss. oder muss ich dafür das komplettpaket käuflich erwerben um es im nebensatz eines unterkapitels so ganz nebenbei zu erfahren?

        natürlich gebe ich mich letztlich geschlagen und riskiere keine schlechtere note, weil ich ihr nicht hörig war. aber ein kleiner hinweis noch zu ihrer normen-treue:

        uns erzählte sie, dass sie für ihre eigene telefonnummer die formatierung mit "durchwahl" , also bindestrich am ende, gewählt hat - weil sie sich selbst die nummer nur in diesem rhythmus merken kann und die formatierung in 2er-gruppen von hinten ihr nicht gepasst hat - obwohl es die einzige nummer ist, sie hat also keine telefonanalge, wo die durchwahl nötig wäre anzugeben .... alles sehr komisch irgendwie...

        gruß kaltauer

        1. Hello,

          wie wärs denn mit Bildchen für Telefon, Fax und email?

          Liebe Grüße aus http://www.braunschweig.de

          Tom

          --
          Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
          1. passt so überhaupt gar nicht ins angedachte design ...

            gruß kaltauer

            1. Hallo.

              passt so überhaupt gar nicht ins angedachte design ...

              Du sollst Inhalt gestalten, nicht verunstalten.
              MfG, at

        2. Hallo.

          mhm also ich bin der meinung, dass ich für ein modernes unternehmen mir auch herausnehmen darf es "Tel" abzukürzen, statt "Telefon" auszuschreiben.

          "Tel" ist die denkabr schlechteste Abkürzung, da sie sowohl für "_Tel_efon" als auch für "_Tel_efax" stehen kann. Der Zusammenhang mit einem modernen Unternehmen erschließt sich mir nicht.

          so, nun hattest mir ja die DIN 5008 angeboten - aber das ist ja genau das was ich meine: überall wird nur beschrieben, wie die nummern ansich formatiert werden sollen, da steht nicht, dass es "telefon" heissen muss. oder muss ich dafür das komplettpaket käuflich erwerben um es im nebensatz eines unterkapitels so ganz nebenbei zu erfahren?

          Diese Aussage wirst du nirgends als Norm finden.

          uns erzählte sie, dass sie für ihre eigene telefonnummer die formatierung mit "durchwahl" , also bindestrich am ende, gewählt hat - weil sie sich selbst die nummer nur in diesem rhythmus merken kann und die formatierung in 2er-gruppen von hinten ihr nicht gepasst hat - obwohl es die einzige nummer ist, sie hat also keine telefonanalge, wo die durchwahl nötig wäre anzugeben .... alles sehr komisch irgendwie...

          Wenn sie einen oder mehrere Anlagenanschlüsse bereithält, ist diese Schreibweise richtig, auch wenn sie nur eine einzige Durchwahl angibt. Wenn sie tatsächlich keine Durchwahl hat, ist dies falsch. Wenn sie einen zusammenhängenden Block von MSN hat, ist es aber zumindest unproblematisch, da die vermeintlichen Durchwahlen ja alle funktionieren. Richtig problematisch wird es erst dann, wenn sie eine mehrstellige Durchwahl angibt, die dazugehörige Zentraldurchwahl aber anderweitig vergeben ist.
          Im Übrigens besagen die Regeln des Duden, dass Telefonnummern durchaus anders gruppiert werden dürfen, wenn dies sinnvoll erscheint oder einfach besser aussieht.
          Die Meinung zur DIN 5008 kannst du übrigens auch im Archiv recherchieren.
          MfG, at

          1. Hallo at,

            "Tel" ist die denkabr schlechteste Abkürzung, da sie sowohl für "_Tel_efon" als auch für "_Tel_efax" stehen kann.

            oder "Teleprompter" oder "Telepathie" oder "Teleskopantenne" oder "Tellerwäscher" oder... ;)

            Gruß, Andreas

          2. "Tel" ist die denkabr schlechteste Abkürzung, da sie sowohl für "_Tel_efon" als auch für "_Tel_efax" stehen kann. Der Zusammenhang mit einem modernen Unternehmen erschließt sich mir nicht.

            das willst du mir jetzt nicht wirklich weiß machen, dass du an "fax" denkst, wenn du "tel" ließt??
            genauso wirst du kaum "A.-Schweitzer-Str. 23" nicht als Adressbezeichnung missinterpretieren, oder doch?

            und "modern" einfach deshalb, weil man heute mehr denn jeh das corporate design auch grafisch aufpeppen _kann_, nicht einfach linie + logo + anschrift an den linken rand klatscht.
            und jeh nach (angedachtem) design ist es nun mal typographisch hinderlich, "telefon" auszuschreiben wenn z.b. noch "fax" darunter steht.

            Wenn sie tatsächlich keine Durchwahl hat, ist dies falsch. Wenn sie einen zusammenhängenden Block von MSN hat, ist es aber zumindest unproblematisch, da die vermeintlichen Durchwahlen ja alle funktionieren. Richtig problematisch wird es erst dann, wenn sie eine mehrstellige Durchwahl angibt, die dazugehörige Zentraldurchwahl aber anderweitig vergeben ist.

            ich weiss, dass es ein polemischer versuch ist, dmait klar zu machen, welche abneigung ich ginge diese frau hege - dennoch scheint es mir unbegreiflich, und als studenten regeln einbläuen zu wollen und sie selbst nicht nur zu überdehnen, sondern gar falsch anzuwenden.

            Im Übrigens besagen die Regeln des Duden, dass Telefonnummern durchaus anders gruppiert werden dürfen, wenn dies sinnvoll erscheint oder einfach besser aussieht.

            jawollja! aber dann kann sie das ncith von uns verlangen.

            gruß kaltauer

            1. Hallo.

              das willst du mir jetzt nicht wirklich weiß machen, dass du an "fax" denkst, wenn du "tel" ließt??

              Ich denke dabei sofort an schlechte Gestaltung -- was aber zugegebennermaßen eine Berufkrankheit von Gestaltern sein mag.

              genauso wirst du kaum "A.-Schweitzer-Str. 23" nicht als Adressbezeichnung missinterpretieren, oder doch?

              Ich nicht, aber andere vielleicht. Und spätestens mit "H.-Schmidt-Str." hätte man durchaus Verwirrung gestiftet.

              und "modern" einfach deshalb, weil man heute mehr denn jeh das corporate design auch grafisch aufpeppen _kann_, nicht einfach linie + logo + anschrift an den linken rand klatscht.

              Wenn du die Dinge so gestaltest, weil man es kann, wird eh nichts relevantes entstehen.

              und jeh nach (angedachtem) design ist es nun mal typographisch hinderlich, "telefon" auszuschreiben wenn z.b. noch "fax" darunter steht.

              Dann schreibt man es eben auch richtig und schon sieht es wieder gut aus. Aber du solltest die Vorgehensweise des "Andenkens" noch einmal überdenken. Das Ergebnis könnte dich überraschen, denn Gestaltung ist ein Entstehungsprozess, kein Schnellschuss.

              ich weiss, dass es ein polemischer versuch ist, dmait klar zu machen, welche abneigung ich ginge diese frau hege - dennoch scheint es mir unbegreiflich, und als studenten regeln einbläuen zu wollen und sie selbst nicht nur zu überdehnen, sondern gar falsch anzuwenden.

              Gestaltung bedeutet, gegen wenige Regeln bewusst zu verstoßen. Alles andere ist Norm. Ich schreibe auch "eMail" oder "e.mail", aber ich schreibe das Datum aus. Dies alles tue ich aber bewusst und beende den kreativen Prozess nicht mit dem "Andenken", das ich übrigens "Idee" nenne.

              Im Übrigens besagen die Regeln des Duden, dass Telefonnummern durchaus anders gruppiert werden dürfen, wenn dies sinnvoll erscheint oder einfach besser aussieht.

              jawollja! aber dann kann sie das ncith von uns verlangen.

              Dann setze dich doch darüber hinweg und lebe mit den Konsequenzen. Wozu die Aufregung?
              MfG, at

            2. Hallo kaltauer!

              Telefon
              Telefax

              und jeh nach (angedachtem) design ist es nun mal typographisch hinderlich, "telefon" auszuschreiben wenn z.b. noch "fax" darunter steht.

              Wirklich?

              MFG
              Detlef

              --
              - Wissen ist gut
              - Können ist besser
              - aber das Beste und Interessanteste ist Weg dahin!
        3. Hallo kaltauer,

          mhm also ich bin der meinung, dass ich für ein modernes unternehmen mir auch herausnehmen darf es "Tel" abzukürzen, statt "Telefon" auszuschreiben.

          ähem, ich will Dir nicht an den Karren fahren, aber Deine "Meinung" ist diesem Zusammenhang nicht sonderlich relevant. Es geht bei Schrift und Schriftsatz um eine Jahrtausende- bzw. Jahrhunderte alte Kulturtradition. (natürlich ist das Telefon noch keine Jahrhunderte alt, aber es ist eher die Ausnahme). "tel" war schon immer falsch und ist schon gar nicht modern. Was Du eher schon machen kannst ist "fon". Das mußt Du aber begründen können. Richtig ist seit jeher "Telefon".

          ...oder muss ich dafür das komplettpaket käuflich erwerben um es im nebensatz eines unterkapitels so ganz nebenbei zu erfahren?

          nein die Schriftsatzregeln haben sich in der Praxis entwickelt und sind von _maßgeblichen_ Setzern und Schreibmeistern (das sind Künstler!) zusammengetragen und aufgeschrieben worden. Besonders ist hier Jan Tschichold zu erwähnen. Ein sehr gutes Buch in dem alle Regeln zusammengefasst sind ist: MANFRED SIMONEIT, Typographisches Gestalten, Frankfurt (1989). ISBN 3-87641-253-6

          natürlich gebe ich mich letztlich geschlagen und riskiere keine schlechtere note, weil ich ihr nicht hörig war.

          mir scheint, Du hast da ein Problem mit Deiner Dozentin, das läßt sich nicht lösen, wenn Du ihr irgendwas "beweisen" willst, wovon Du selbst keine Ahnung hast. Mein Tip: mach' es so, wie sie es sagt und freu Dich, daß Du die Chance hast bei einer zu lernen, die weiß, wovon sie redet - das stirbt leider auch im Design-Studium aus.

          Gruß, Andreas

          1. Hallo,

            Was Du eher schon machen kannst ist "fon".

            fon ist aber keine Kulturelle "Eigenentwicklung" und ist nur eine "die-Amis-müssen-ja-doch-toll-sein" Erscheinung. Nur das "Phone" bei denen ein bereits gebräuchliches Wort ist was auch im normalen Sprachgebrauch vorkommt. Hierzulande sagen aber nur relativ verdepperte "Isch jeb Disch mal meine Fonnummer...."

            Chräcker

            1. Was Du eher schon machen kannst ist "fon".

              fon ist aber keine Kulturelle "Eigenentwicklung" und ist nur eine "die-Amis-müssen-ja-doch-toll-sein" Erscheinung.

              "fon" ist so eine art Szene-Ausdruck und in diesem Zusammenhang durchaus brauchbar. Man sollte das aber wissen und in der einzelnen Anwendung - wie ich schon geschrieben habe - begründen können. Ganz gut ist es im Zusammenhang mit "fax". Da läßt sich viel über die Form-Gemeinsamkeiten schwadronieren. Besonders gefallen hat mir mal auf einer Visitenkarte "fax'n'fon" von einem Typen, der für beides die gleiche Nummer hatte.

              Gruß, Andreas

              1. Hello,

                fon ist aber keine Kulturelle "Eigenentwicklung" und ist nur eine "die-Amis-müssen-ja-doch-toll-sein" Erscheinung.

                Der AküFi ist auch nix neues...

                Liebe Grüße aus http://www.braunschweig.de

                Tom

                --
                Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
              2. Hallo,

                "fon" ist so eine art Szene-Ausdruck

                das würde ja noch angehen. Aber das ist es eben nicht. Jede dritte KFZ-Bude von nebenan läst ihren Stift nicht mehr zum angegammelten Telefon über dem Altöleimer, sondern zum fon schlurfen. Am Rest hat sich dadurch nichts geändert und um so peinlicher sieht für mich eben dieses fon immer aus.

                Chräcker

                1. das würde ja noch angehen. Aber das ist es eben nicht. Jede dritte KFZ-Bude von nebenan läst ihren Stift nicht mehr zum angegammelten Telefon über dem Altöleimer, sondern zum fon schlurfen.

                  Ich hab noch in keiner KFZ-bude gearbeitet, aber durchaus im Handwerk und habe noch in keiner Werkstatt diese Ausdrucksweise erlebt.

                  Gruß, Andreas

                  1. Hallo,

                    und habe noch in keiner Werkstatt diese Ausdrucksweise erlebt.

                    dann gib mal

                    kfz Werkstatt fon

                    bei google ein ;-) Und ich glaube nicht, das es wenigere werden. Allerdings gebe ich gerne zu, das es eine überspptzung von mir war, die nun jedoch von google eingeholt wurde....

                    Laß es mich anders ausdrücken: Ein schlechter Kundenservice wird nicht besser, wenn man jetzt anstelle Tel. fon auf die Visitenkarte druckt. Ein guter Kundenservice braucht solche modischen Erscheinungen eh nicht....

                    Chräcker

          2. Deine "Meinung" ist diesem Zusammenhang nicht sonderlich relevant. Es geht bei Schrift und Schriftsatz um eine Jahrtausende- bzw. Jahrhunderte alte Kulturtradition.

            nagut, der will ich natürlich nicht im wege stehen.

            (natürlich ist das Telefon noch keine Jahrhunderte alt, aber es ist eher die Ausnahme). "tel" war schon immer falsch und ist schon gar nicht modern. Was Du eher schon machen kannst ist "fon". Das mußt Du aber begründen können. Richtig ist seit jeher "Telefon".

            und warum jetzt "fon" und nicht "tel"?

            ...oder muss ich dafür das komplettpaket käuflich erwerben um es im nebensatz eines unterkapitels so ganz nebenbei zu erfahren?
            nein die Schriftsatzregeln haben sich in der Praxis entwickelt und sind von _maßgeblichen_ Setzern und Schreibmeistern (das sind Künstler!) zusammengetragen und aufgeschrieben worden. Besonders ist hier Jan Tschichold zu erwähnen. Ein sehr gutes Buch in dem alle Regeln zusammengefasst sind ist: MANFRED SIMONEIT, Typographisches Gestalten, Frankfurt (1989). ISBN 3-87641-253-6

            thx, werde ich mir anschauen. obwohl es immer diese 2 lager geben wird, der reinen typographen, die alles nur durch schrift, satz und -schnitt regeln und grafiker, die ihrer kreativität freien lauf lassen wollen, und auch abstrakte cd-konzepte entwickeln, vor allem wenn es um firmen geht, die selbst abstrakte und exotische dienstleistungen anbieten ..

            »»Mein Tip: mach' es so, wie sie es sagt und freu Dich, daß Du die Chance hast bei einer zu lernen, die weiß, wovon sie redet - das stirbt leider auch im Design-Studium aus.

            natürlich komme ich nicht darum, es so zu machen. aber den 2. teil deines satzes solltest du überdenken, denn du hast die frau noch nicht erlebt. "glücklicherweise" bin ich nicht der einzige gnom, de rmit ihr ein problem hat - der ganze studiengang verzweifelt an der frau. aber gut, das ist eine andere geschichte, die hier nicht her gehört ..

            1. Hallo!

              ihrer kreativität freien lauf lassen

              Das ist eine gefährliche Drohung.

              emu

            2. Hallo.

              thx, werde ich mir anschauen. obwohl es immer diese 2 lager geben wird, der reinen typographen, die alles nur durch schrift, satz und -schnitt regeln und grafiker, die ihrer kreativität freien lauf lassen wollen, und auch abstrakte cd-konzepte entwickeln, vor allem wenn es um firmen geht, die selbst abstrakte und exotische dienstleistungen anbieten ..

              Es wird wohl tatsächlich immer zwei Lager geben: Die einen verstehen und nutzen ihre Werkzeuge, die anderen reduzieren das Ergebnis auf das Wesentliche.
              MfG, at

          3. Hi,

            Richtig ist seit jeher "Telefon".

            Ja? Ich sage nur: "Telephon".

            Aber heutzutage darf man ja auch Delfin oder Filosofie schreiben... :-(

            cu,
            Andreas

            --
            MudGuard? Siehe http://www.mud-guard.de/
  2. Hallo kaltauer,

    ich sehe die Sache so:
    Deine Dozentin hat dir die Aufgabe zur Semesterarbeit gegeben.
    _Sie_ legt die Bedingungen fest, die diese erfüllen soll.
    Ob jede ihrer Forderungen durch Normen unterstützt wird oder nicht, ob ihre Forderungen eventuell sogar diesen entgegenstehen, ist vielleicht ein interessantes Diskussionsthema, tut aber nichts zur Sache.

    Wenn du z.B. einen Kundenauftrag ausführst, und dieser unsinnige oder normabweichende Vorgaben macht, kannst du mit dem Kunden reden (sehr diplomatisch), und versuchen ihn von deiner Meinung zu überzeugen. Wenn dies nicht zum Erfolg führt, hast du nur zwei Möglichkeiten, entweder du erfüllst seine Vorgaben oder lehnst den Auftrag ab.

    Den Versuch, deine Dozentin ("dipl-designerin") davon zu überzeugen, dass sie im Unrecht ist, halte ich nicht für förderlich. Den Auftrag (Semesterarbeit) ablehnen ist bestimmt auch keine gute Idee.

    MFG
    Detlef

    --
    - Wissen ist gut
    - Können ist besser
    - aber das Beste und Interessanteste ist Weg dahin!
  3. Hi,

    das es bestimmte DIN-vorgaben für die typographische gestaltung von z.b. telefonnummern gibt ist allgemein bekannt. der lesbarkeit halber ist meist auch gegen den einsatz ncihts einzuwenden.

    Dein letzter Satz scheint mir ein Indiz dafür zu sein, daß Dir die Erneuerung der DIN 5008 aus 2001 entgangen zu sein scheint. Die Zweiergruppierung von rechts bei Telefonnummern war in der Vorgängerausgabe zu finden. Zur aktuellen Ausgabe schreibt das Bundesverwaltungsamt in seiner INFO 1668 August 2001: "Das Schreiben von Klammern und die Gliederung von Zweiergruppen von rechts beginnend entfällt." Was die Rufnummern nicht unbedingt lesbarer und mir als glühendem Verfechter der DIN 5008 meinen missionarischen Eifer nicht einfacher macht.

    nur nervt die dozentin ("dipl-designerin") von anfang an schon mit der aussage "alle(straßen-)namen müssen ausgeschrieben werden",

    AFAIK steht ist das nirgends normiert. Ich persönlich halte es jedoch für eine Form von Höflichkeit und Wertschätzung gegenüber dem Adressaten, wenn sich der Absender der Mühe zweier zusätzlicher Tastenanschläge befleißigt. Eine Form von _Achtsamkeit_ - aber dieser Begriff und die dahinterstehende philosophische Grundlage für ein zivilisiertes Zusammenleben sind ja dem modernen Geist entrückt (jetzt wäre mein üblicher Sermon à la "Deutschland ist im tiefsten Grund seiner Seele asozial", "Alles ist Popkultur" etc. fällig...).

    genauso dürfen wir nur "telefon" schreiben, aber nicht etwa gebräuchliches wie "tel" oder "fon".

    Aus 12.6 in der alten 5008 hätte man das interpretieren können (jedoch mit großem Anfangsbuchstaben); der für Dich entscheidende Satz in der Neufassung dürfte lauten (Zitat aus der o.a. INFO 1668, nicht aus der DIN): "Neu aufgenommen wurden 'E-Mail' und der Hinweis, dass Leitwörter ergänzt, _verändert_ oder weggelassen werden dürfen [...]".

    wenn ich z.b. bedenke, dass man unter www.telefonbuch.de nur straßen sofort findet, wenn man sie mit "str." abkürzt, ausgeschrieben komischerweise aber nicht, dann kann das einfach nicht stimmen.

    Ich kann es nicht glauben, daß jemand, der eine akademische Ausbildung durchläuft, zu einer derart verquasten Logik fähig ist. Setzen, sechs! Vielleicht doch besser Popstar werden?

    hat da jemand ahnung von euch? kann es sein, dass das tatsächlich eine DIN-vorschrift ist? mehr als die normalen papier-formate bekommt man beim googeln nicht zu sehen - immer nur bücher zum kaufen *grmpf*.

    Ich kann es nicht glauben , daß jemand, der eine akademische Ausbildung durchläuft, eine derartige Unfähigkeit zur Quellenrecherche und -nutzung an den Tag legt. "Hallo McFly - _Biblothek_?". Zu dieser Frage denkst Du Dich in den Schwitzkasten eines vierschrötigen, bis auf Blut gereizten und höchst aggressiven Fragestellers genommen, der dabei eine Kadenz schmerzhaftester Kopfnüsse auf Dich einprasseln läßt. Jede vernünftige Bibliothek ermöglicht den Zugriff auf normative Werke, manchmal sogar (wie bei uns in der Rheinischen Landesbibliothek) über herrlich altmodische Medien wie Mikrofiche, die die Suche zu einem sherlock-homesque-haptischen Ereignis - Schnitt: was rede ich da? Ich sollte besser den Rand halten, der Versuch eines Dialoges über die Wonnen eines Liebesaktes mit einem Kastraten ist Energieverschwendung.

    Was höre ich dieser Tage - erstmals mehr als zwei Millionen Studenten? Wir brauchen noch zwei Dutzend Dieter Bohlens, um davon anderthalb Millionen Superstars abzusondern. Vielleicht geht es dann mir Wirtschaft und Kultur wieder bergauf...

    HTH Robert

    P.S. Beim nachmaligen Überfliegen meines Postings bekam ich den Eindruck, daß es möglicherweise etwas persönlich-offensiv wirken könnte. So ist das nicht gemeint, zwischen den Zeilen Deines Postings schwingt nur ein interpretierbares Symptom einer gesellschaftlichen Krankheit...

    1. Hallo.

      HTH Robert

      Diese Hoffnung scheint mir unbegründet, aber dein Beitrag unterhält erstklassig :-)
      MfG, at

      1. Hallo at,

        HTH Robert

        ich hatte schon immer das Gefühl, den hier geforderten abschließenden Gruß in meinen Posting missen zu lassen; deshalb werde ich zukünftig HTH dazu gebrauchen - auch wenn es in seiner eigentlichen Bedeutung nicht immer in den Kontext passt. Es gibt mir das Gefühl, einer ordentlichen Form und meinem eigenen Ruf nach Achtsamkeit zu genügen.

        Diese Hoffnung scheint mir unbegründet, aber dein Beitrag unterhält erstklassig :-)

        Danke! Ist aber nicht unterhaltend gemeint, sondern Ausdruck tiefster Bestürzung angesichts des herannahenden sozio-kulturellen Untergangs... Es sollte vielleicht viel mehr penetrant-wadenbeißige Mahner geben (wie sehr verehre ich einen der eloquentesten Wadenbeißer unserer Nation, Harald Martenstein (z.B. http://193.203.238.133/leben.html -> "Lebenszeichen"; finde ich immer unterhaltend, das soll wohl nicht so sein...). Ich höre schon die Satzfetzen aus den Reden bei meiner eigenen Beerdigung: "...uns in unermüdlicher Repitition den Spiegel vorhaltenden...", "...steter Mahner einer Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Konventionen...", "...beharrlicher Verteidiger humanistischer Bildungsprinzipien...". Aaaah Narzißmus - welch tiefst menschliche Eigenschaft!-)

        HTH Robert

    2. hiho,

      Dein letzter Satz scheint mir ein Indiz dafür zu sein, daß Dir die Erneuerung der DIN 5008 aus 2001 entgangen zu sein scheint.

      wie recht du hast. leider kommt man bei der bundeswehr nur selten mit din-normen zum schriftsatz in berührung ...

      Was die Rufnummern nicht unbedingt lesbarer und mir als glühendem Verfechter der DIN 5008 meinen missionarischen Eifer nicht einfacher macht.

      bin mir nicht sicher, ob ich jetzt sagen soll "sorry, dass du alles milimetergenau und immer verkrustet streng nach regel haben musst" - aber wer bin ich denn? immerhin ist, was von jeher schon immer so war, ja auch weiterhin richtig und brauch sich nicht der gesamtkulturellen entwicklung beugen.

      AFAIK steht ist das nirgends normiert.

      ist letztlich wohl mein problem. wäre besser, es stünde irgendwo. bzw. dessen gegenteil.

      »»Ich persönlich halte es jedoch für eine Form von Höflichkeit und Wertschätzung gegenüber dem Adressaten, wenn sich der Absender der Mühe zweier zusätzlicher Tastenanschläge befleißigt.

      tastenschläge bei briefbogen und visitenkarte, die zu zig-tausend aus der druckerei kommen?

      Aus 12.6 in der alten 5008 hätte man das interpretieren können (jedoch mit großem Anfangsbuchstaben); der für Dich entscheidende Satz in der Neufassung dürfte lauten (Zitat aus der o.a. INFO 1668, nicht aus der DIN): "Neu aufgenommen wurden 'E-Mail' und der Hinweis, dass Leitwörter ergänzt, _verändert_ oder weggelassen werden dürfen [...]".

      kommt _meiner_ sache wohl am nächsten *grübel* ..

      Ich kann es nicht glauben, daß jemand, der eine akademische Ausbildung durchläuft, zu einer derart verquasten Logik fähig ist. Setzen, sechs! Vielleicht doch besser Popstar werden?

      nunja, ich habe sicher nicht den anspruch mich umgangssprachlich so zu artikluieren, wie du es in vortrefflicher, und doch auch unterhaltender art und weise, hier in diesem posting getan hast. ich würde bei dem beispiel mit www.telfonbuch.de eher meinen, es ist eine durchaus angemessen art von usability, straßennamen auch dann zu erkennen, wenn sie nur mit dem gebräuchlichen "str." eingegeben werden. als fatale missleistung deute ich hingegen, dass die norm, also "straße" auszuschreiben, zu keinem direkten treffer führt ...

      hat da jemand ahnung von euch? kann es sein, dass das tatsächlich eine DIN-vorschrift ist? mehr als die normalen papier-formate bekommt man beim googeln nicht zu sehen - immer nur bücher zum kaufen *grmpf*.

      ox glaub das ruhig. wenn jeder immer überall nach der lösung seiner probleme suchen würde, wäre dieses forum hier nur nur zu einem viertel "dick" und deine hilfe dementsprechend nur selten in anspruch zu nehmen ...
      ich wusste nunmal nicht dass mich DIN 5008 interessieren soll, wogegen DIN 16518 knapp daran vorbeischrammt ...

      Was höre ich dieser Tage - erstmals mehr als zwei Millionen Studenten? Wir brauchen noch zwei Dutzend Dieter Bohlens, um davon anderthalb Millionen Superstars abzusondern. Vielleicht geht es dann mir Wirtschaft und Kultur wieder bergauf...

      das würde mich jedenfall nicht wundern. wenn all die jugendlichen mit dem selbstbewusstsein dass sie bei den casting-shows an den tag legen, arbeiten bzw. sich bewerben würden, das könnte glatt einen aufschwung geben. nicht zuletzt der wirtschaftl. erfolg von d. bohlen muss einem doch zu denken geben, dass diese rmann irgendwas richtig macht ...

      P.S. Beim nachmaligen Überfliegen meines Postings bekam ich den Eindruck, daß es möglicherweise etwas persönlich-offensiv wirken könnte. So ist das nicht gemeint, zwischen den Zeilen Deines Postings schwingt nur ein interpretierbares Symptom einer gesellschaftlichen Krankheit...

      dito.

      gruß kaltauer

      1. Hi,

        wie recht du hast. leider kommt man bei der bundeswehr nur selten mit din-normen zum schriftsatz in berührung ...

        Ich bin verwirrt - Bundeswehr? In Deinem ersten Posting stand sowas wie Semesterarbeit und Dozentin.

        bin mir nicht sicher, ob ich jetzt sagen soll "sorry, dass du alles milimetergenau und immer verkrustet streng nach regel haben musst" - aber wer bin ich denn? immerhin ist, was von jeher schon immer so war, ja auch weiterhin richtig und brauch sich nicht der gesamtkulturellen entwicklung beugen.

        Nein nein... Natürlich fordere ich keine kritiklose Normenhörigkeit. Aber ich fordere einen eigenverantwortlich-kompetenten Umgang mit Normen. Da muß ich mal wieder Kurt Gödel bemühen: "Jedes formale System sprengt seine Axiome". Will sagen: es kann keine geschlossenen axiomatisch-normative Systeme geben, in denen alle möglichen Fälle widerspruchsfrei denkbar sind. Die ganz Sache ist ein wenig komplex und würde hier sicher zu weit führen. Mein Schluß daraus ist, daß man eine Materie beherrschen sollte, bevor meine sich über ihre Grenzen hinauswagt (so wie nur ein formal perfekter Musiker zur gelungenen freien Improvisation befähigt ist). Also: beherrsche erst die Formalita, bevor Du Deinen eigenen Stil kreirst; sonst wird Dein Output einfach nur peinlich, mindestens aber unprofessionell...

        AFAIK steht ist das nirgends normiert.
        ist letztlich wohl mein problem. wäre besser, es stünde irgendwo. bzw. dessen gegenteil.

        Was ist das schon wieder für eine Logik? Multiple Umkehrschlüsse? Wenn in einer Norm nicht steht, daß Straßennamen ausgeschrieben werden müßen, muß dann das Gegenteil formuliert sein? Daraus ließe sich schließen, daß eine Norm alle Permutationen der möglichen Aussagen über den normierten Gegenstand enthalten müsse - oder deren Gegenteil. Also wäre jedes Normenwerk unendlich groß. Nein, so geht das nicht... Ergo hat _sie_ _Dir_ offenzulegen, wo ihre These den normativen Rückhalt hat - damit ist es letztlich wohl nicht Dein Problem, sondern ihres. Was pflegt Ihr für eine Diskussionskultur, ist das ein Kindergarten?

        tastenschläge bei briefbogen und visitenkarte, die zu zig-tausend aus der druckerei kommen?

        Es wird noch lächerlicher und würdeloser, wenn für eine tausendfache Auflage zwei Anschläge bei der Erstellung der Druckvorlage gespart würden.

        ich wusste nunmal nicht dass mich DIN 5008 interessieren soll, wogegen DIN 16518 knapp daran vorbeischrammt ...

        Ein primäres Ziel Deiner (und jeder anderen) akademischen Ausbildung ist der Erwerb der Fähigkeit zur Klärung der Frage, welche Quellen die Antworten auf Deine Fragestellung bieten.

        Was höre ich dieser Tage - erstmals mehr als zwei Millionen Studenten? Wir brauchen noch zwei Dutzend Dieter Bohlens, um davon anderthalb Millionen Superstars abzusondern. Vielleicht geht es dann mir Wirtschaft und Kultur wieder bergauf...

        das würde mich jedenfall nicht wundern. wenn all die jugendlichen mit dem selbstbewusstsein dass sie bei den casting-shows an den tag legen, arbeiten bzw. sich bewerben würden, das könnte glatt einen aufschwung geben. nicht zuletzt der wirtschaftl. erfolg von d. bohlen muss einem doch zu denken geben, dass diese rmann irgendwas richtig macht ...

        Wohl wahr - sehr gute Erkenntnis.

        HTH Robert

      2. Hallo.

        wie recht du hast. leider kommt man bei der bundeswehr nur selten mit din-normen zum schriftsatz in berührung ...

        Immerhin durftest du wahrscheinlich noch Hemden auf DIN-Maße falten ;-)

        nunja, ich habe sicher nicht den anspruch mich umgangssprachlich so zu artikluieren, wie du es in vortrefflicher, und doch auch unterhaltender art und weise, hier in diesem posting getan hast. ich würde bei dem beispiel mit www.telfonbuch.de eher meinen, es ist eine durchaus angemessen art von usability, straßennamen auch dann zu erkennen, wenn sie nur mit dem gebräuchlichen "str." eingegeben werden. als fatale missleistung deute ich hingegen, dass die norm, also "straße" auszuschreiben, zu keinem direkten treffer führt ...

        Im gleichen Satz von Usability zu sprechen und zu wiederholten Mal einen Link nicht zu setzen, spricht Bände.

        ich wusste nunmal nicht dass mich DIN 5008 interessieren soll, wogegen DIN 16518 knapp daran vorbeischrammt ...

        Vor Gestaltern, die ein stimmiges visuelles Erscheinungsbild ohne Kenntnis und Berücksichtigung der DIN 16518 erstellen, hätte ich größten Respekt. Seltsamerweise ist mir noch kein solcher untergekommen.

        das würde mich jedenfall nicht wundern. wenn all die jugendlichen mit dem selbstbewusstsein dass sie bei den casting-shows an den tag legen, arbeiten bzw. sich bewerben würden, das könnte glatt einen aufschwung geben. nicht zuletzt der wirtschaftl. erfolg von d. bohlen muss einem doch zu denken geben, dass diese rmann irgendwas richtig macht ...

        Es gibt doch hinreichend viele Gestalter die ähnlich arbeiten. Befasse dich doch spaßeshalber einmal mit Luigi Colani :-)
        MfG, at

  4. Moin!

    ich bin momentan dazu "verdonnert", für eine semesterarbeit ein komplettes corporate-design für eine virtuelle firma zu entwickeln. an sich nicht das problem. nur nervt die dozentin ("dipl-designerin") von anfang an schon mit der aussage "alle(straßen-)namen müssen ausgeschrieben werden", also abkürzungen wie "str." oder "a.-schweitzer-str." sind verboten. genauso dürfen wir nur "telefon" schreiben, aber nicht etwa gebräuchliches wie "tel" oder "fon". da ich der meinung bin, dass das doch meine sache sein müsste, bin ich nun schon seit wochen auf der suche nach diesem regelwerk, wo das vorgeschrieben sein soll. ich würde ihr gern schwarz auf weiss präsentieren, dass das eben nicht vorgeschrieben ist ...

    Ok, du hast eine Aufgabe gekriegt, die du scheinbar nicht mit der überwältigenden Arbeitsfreude anzugehen gedenkst, wie die Dozentin sich das wünschen würde.

    Trotzdem: Die Dozentin setzt die Maßstäbe. Und bildet sozusagen die Realität des "Kundenwunsches" ab. Kunde ist König. In der Realität hat man auch nicht immer unbedingt Lust zu einer Aufgabe, braucht aber das Geld. Und wenn dann der Kunde noch feststehende Vorgaben hat, ist die künstlerische Freiheit natürlich auch begrenzt, aber gewisse Vorgaben sind einfach unumgehbar.

    Von daher hättest du deine Suche nach irgendeinem "Gegenbeweis" schon aus dem Grunde sparen können, weil die Vorgabe "Straßennamen ausschreiben" ja gar nicht auf irgendeiner DIN-Regel basieren muß, sondern schlicht ausgedachte Vorgabe der Dozentin sein könnte, an der du mit der besten DIN-Recherche nicht rütteln könntest.

    Vorgaben sind dazu da, eingehalten zu werden. Punkt. In der Realität hat man die Wahl, den Job dann nicht zu machen, bei Lehrveranstaltungen nicht. In beiden Fällen muß man die Nichteinhaltung der Vorgaben dann eben selbst verantworten.

    - Sven Rautenberg

    --
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    1. Hallo.

      Und wenn dann der Kunde noch feststehende Vorgaben hat, ist die künstlerische Freiheit natürlich auch begrenzt, aber gewisse Vorgaben sind einfach unumgehbar.

      Bitte benutze in diesem Zusammenhang nicht das den Begriffe der "künstlerischen Freiheit", denn Gestaltung ist in Hinblick auf Verständlichkeit, Eindeutigkeit, Interpretationsbedürftigkeit etc. das genaue Gegenteil von Kunst. In diesem Sinne ist die künstlerische Freiheit niemals begrenzt, die gestalterische jedoch permanent.
      Dem restlichen Beitrag stimme ich hingegen selbstverständlich zu.
      MfG, at