Chräcker Heller: Meine Homepage wie ein Plakat??

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Hallo,

gemeint ist wohl(?!?), das Du (wie ich übrigens meistens auch) versuchst, Deine Elemente (Bilder, Grafiken, texte) fest auf den Bildschirm zu zementieren. Oder, wie ich es immer sage, zu kleben. Als "Drucker" arbeitest Du ansatzweise so: Du hast links auf dem Schreibtisch eine kiste mit lauter ausgeschnittenen Fetzen Papier, da sind ausgeschnittene Bilder, Textblöcke etc. drin, rechts davon und genau vor Dir liegend ist ein weißes Blatt Papier und in der rechten Hand hast Du eine flasche klebstoff. jetzt nimmst Du ein Stück Papier nach dem anderen aus der Kiste und klebst es aufs Papier. Ist alles zu Deiner Zufriedenheit fertig, kann die Seite so "in Druck". Da Dein Papier einer Din-Norm entspricht und die Drucker die gleichen Papiergrößen nutzen, da die Umschläge, Plakattafeln etc sich auch an diese Vorgaben halten etc, bekommst Du auch keine Probleme mit dieser Methode. Deswegen hat sie sich durchgesetzt.

Deine Seite fürs Internet hast Du (und ich auch) genauso entworfen. (Wenn auch vielleicht unbewust) Nur: hier gibts keine DIN-Norm in der Art wie beim Papier. Der Clou an html und co ist eigentlich, das diese Beschreibungssprache nur die Struktur und per css die groben optischen Unterscheidungen der einzelnen Elemente beschreibt. Wie es letztendlich dargestellt wird sollte der Empfänger entscheiden. (So die Idee, sie muß uns beiden ja nicht gefallen!) Nehmen wir "fett". Da sollte nur stehen

<strong>ich wäre gerne fett</strong>

Was der Browser des Empfängers aus strong macht, sollte ihm überlassen sein. Vielleicht benutze ich ja gar keinen Bildschirm sondern lasse mir alles vorlesen. Dann macht mein browser aus strong eben ein "laut". Oder ich habe einen Palm, bei dem "fett" mir zuviel Platz wegnehmen würde, also mach mein palm aus "strong" ein "rot" etc.... Das wunderbare an html wäre hier, das sich Dein "Plakat" wie von zauberhand so umgestalten würde, das jeder es sehen könnte.

Das bedarf aber nicht nur einer anderen handhabung der technik, das wäre zu leicht. Es bedarf auch einer anderen herangehensweise an der aufarbeitung des zu vermittelnden Inhaltes. (Etwas, was uns die Techniker hier auch nicht vermitteln können....) Wir, die wir von den Printmedien geprägt sind, tun uns manchmal schwer damit. Zumal man nicht auf so viel Erfahrung zugreifen kann wie bei den Printmedien. Unser ganzes sehen ist noch davon geprägt, unser Sinn nach "Schönheit" etc.....

Chräcker