Hallo Chräcker,
naja, weil es eben doch Wünsche sind. Wenn ich Software verkaufe, aber gleich sage, das ich darüber nicht verate, wie sie im Detail funktioniert etc, ist das doch erst mal meine Entscheidung mein Angebot etwas eigentümlich zu stricken. Wenn die leute darauf aber eingehen und die Bedingungen immer brav aktzeptieren, dann sehe ich da noch nichts sträfliches auf Seiten des Verkäufers.
Nun "die Kunden" sind vielleicht in soweit Schuld, als dass sie das so lange akzeptiert haben, bis es zu spät war. Aber Kurzsicht andere auszunutzen ist nicht unbedingt legitim und in manchen Fällen auch nicht legal. Diese Leute bzw ihre gewählten Vertreter haben ja nun auch diese Gesetze erlassen und damit auch geäußert, was sie nicht wollen. Von daher haben sie es nicht einfach akzeptiert, jedenfalls nicht in ihrer Gesamtheit als Bürger der EU.
Außerdem geht es auch nicht darum, wie die Software arbeitet, sondern darum, in wie weit sie erlaubt, die Daten zu kontrolieren, die man ihr einmal anvertraut hat.
Der Einzelne hat eben nicht den Überblick und die Kommunikation kann unmöglich so gut funktionieren, dass man das allein durch Kaufentscheidungen steuern könnte.
Was Microsoft gemacht hat, ist diese Schwäche auszunützen, ob wohl eben diese Leute (indirekt) festgelegt haben, dass sie nicht wollen, dass diese Schwäche ausgenutzt wird. Das ist gewissermaßen eine Art des Betrugs und daher ist das auch völlig legitim, das zu verbieten.
Grüße
Daniel