Hi Struppi,
Manchmal kommt es mir hier so vor, als müssten wir demnächst diskutieren, ob die ganzen Hollywood-Filme nicht eine einzige Sauerei sind, weil sie in Lynx nicht vernünftig darstellbar ....
in deiner Tirade
War doch durchaus humorvoll, oder?
Internetseiten werden vielfach
(zumindest von den meisten Menschen die ich kenne)
Sorry, aber das ist keine gute Datengrundlage, oder?
zur suche von Information benutzt
Manche benutzen dazu auch das Fernsehen. Hälts Du Filme, interaktive Karten, animierte Darstellungen von Abläufen für nicht informativ? Bei einer Bandseite sagen mir ein paar angespielte Titel oder ein Filmausschnitt von einem Liveauftritt eine ganze Menge. Beim Routenplaner möchte ich Karten haben, die ich bewegen und zoomen kann. Wenn ich einen Ablauf erklären will, dann ist dies nur mit Worten oft sehr schwer, wenn ich das Ganze einmal sehe, weiß ich oft sofort, wie es geht.
Dazu mag sich Flash bedingt eignen, aber schon die mangelnde Indizierbarkeit erschweren die Nutzbarkeit. HTML ist dafür wesentlich besser geeignet.
Natürlich ist Flash indizierbar. Wobei die eigentlichen Bilder, Töne und Filme natürlich schwerer indizierbar sind als Text. Aber dieses Problem hast Du mit anderen Darstellungstechnikne solcher Inhalte auch.
... Werbespots im Internet
Ob das sinnvoll ist darüber läßt sich streiten, das Flash dafür das beste Medium ist, nicht.
Du kannst Dich darauf verlassen, dass Werbeaktivitäten von großen Firmen auf ihre Effizienz hin geprüft werden.
Nachteile
(Zugänglichkeit, Browserinkompalität usw. haben)
Natürlich ist eine reine Textseite am einfachsten in allen Medien darstellbar. Bei einer Bewertung von Flash kommt es also darauf an, dieses mit anderen Systemen zu vergleichen, etwa Quicktime, Microsoft-Zeugs und Real, um die Varianten mit den meisten Möglichkeiten zu nennen. Und da schneidet Flash m.E. relativ gut ab.
Insofern ist eine Diskussion ob und wann man diese Technik einsetzen will, durchaus sinnvoll und hat nichts mit Dogmatismus oder Technikfeindlichkeit zu tun.
Man kann durchaus sinnvolll über solche Fragen diskutieren. Mir kommen aber viele Debatten hier so vor wie Prinzipienreiterei. Warum soll man etwa mit Leuten über Flash diskutieren, die das Plugin nicht installiert haben und die Möglichkeiten nicht kennen?
Welchen Nutzen hat es, mit Menschen über multimediale Inhalte zu reden, die sich nach alten Usenet-Zeiten zurücksehnen?
In Deinem Posting klingt so etwas an, wenn Du das Internet wesentlich als Informationsmedium bezeichnest und damit, so mein Gefühl, hauptsächlich geordnet präsentierte Texte meinst. Ich nutze das Internet sehr aktiv, um Informationen über aktuelle Ereignisse zu gewinnen. Dabei sind mir gute Texte wichtig, von bestimmten Ereignissen will ich aber auch Karten, Filme, Bildsammlungen und Töne nutzen können.
Nun nutzen die meisten journalistischen Seiten dazu den Real-Player oder die entsprechende Microsoft-Technik, Quicktime sehe ich schon auf der Verliererstraße, Flash hat sich im Videobereich noch nicht etabliert. Der Grund dafür liegt m.E. darin, dass die professionellen Schnittplätze die Option, das Ganze als Flashfilm auszuspielen, nicht anbieten.
Als Verpackung dient dabei häufig Javascript, immer mehr Seiten sind ohne JS nicht nutzbar, manche machen dies auch offen deutlich, bei anderen merkt man erst unterwegs, dass einem ein Teil der Funktionalität nicht zugänglich ist, wenn man ohne JS surft, was meine Standardeinstellung ist, um bestimmte Ärgernisse zu vermeiden.
Diese Kombination JS + proprietäre Techniken ist mir wesentlich unsympathischer als das Medium Flash.
Viele Grüße
Mathias Bigge