Der Martin: Hardware: In die Jahre gekommen

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Hi,

Es sei noch kurz gesagt, dass ich den Rechner ausschlieszlich zum Arbeiten nutze*.

dann erscheinen mir deine Maßstäbe zum Teil *sehr* hoch angesetzt, auch wenn ...

* Was aber nicht heisst, dass ich mir nicht hin und wieder mal einen Film anschaue ;-)

Es sollte zudem ein 64-Bit System sein, mit 2 Festplatten (auf einer Kubuntu, auf der anderen W7) und 2 Monitoren.

Warum zwei Festplatten? Eine tut's auch, wenn sie halbwegs günstig partitioniert ist. Bei >4GB RAM würde ich mir sogar schon überlegen, auf Swapping zu verzichten - bei Ubuntu fehlt mir da noch die Erfahrung, unter Windows aber auf jeden Fall. Ich betreibe meine XP-Installationen alle ohne Swapping, wenn sie mindestens 2GB haben, und die erhebliche Reduktion an Festplattenzugriffen ist eine Wohltat, weil Windows eben doch oft schon swappt, lange bevor's nötig wäre.
Wenn du aber entschlossen bist, zwei physische Platten zu verwenden, dann würde ich die nicht nach Betriebssystemen aufteilen, sondern nach Art der Daten. Dann würde ich auf die erste zum Beispiel die Betriebssystem- und Softwareinstallationen packen, und auf die zweite die Swap-Partition bzw. Swapdatei, die Home-Verzeichnisse/Benutzerprofile und die im Alltag anfallenden Arbeitsdaten.

= Festplatte =
2 x 1TB SATA

Zwei Stück à 1TB erscheint mir bei deinem Anforderungsprofil reichlich überdimensioniert - auch wenn Festplatten mittlerweile sch***billig sind, zugegeben.
Wichtiger als zwei interne Platten wäre mir aber mindestens eine externe (USB, NAS), von denen ich eine als Backup-Medium nutzen möchte, eine weitere vielleicht als Transportmedium (das könnte dann auch eine kleine im 2½"-Format sein).

-> Mehr als 7200 U/min. scheint es auch noch nicht zu geben?

Doch, gibt es, aber 7200/min scheint vorherrschend zu sein.
Ich versuche allerdings immer noch bevorzugt, ein Modell mit 5400/min zu bekommen, wenn das in der gewünschten Kapazität erhältlich ist. Weniger Drehzahl bedeutet immer auch weniger Geräusch und weniger Leistungsaufnahme. Den Geschwindigkeitsunterschied merkt man in der Praxis nicht.

= Speicher =
-> Werden auf 64Bit-Systemen unter Kubuntu/W7 mehr als 4GB genutzt?

Wenn vorhanden, ja.

= Grafikkarte =
1024 MB scheint ja mitterweile Standard zu sein.

So? Bei deinen Anforderungen (arbeiten, gelegentlich auch mal einen Film ansehen) tut's eigentlich schon die onboard-Grafikkarte der meisten Mainboards, oder sonst das "kleinste", einfachste Modell, das du noch kriegen kannst.

-> Siehe Monitor: Wie sieht es mit der Unterstuetzung fuer zwei Monitore aus, brauche ich da zwei Grafikkarten oder unterstuetzen die neuen das bereits von Haus aus?

Die onboard-Lösungen bieten idR keinen Dual-Monitor-Support an, die meisten Standalone-Grafikkarten schon.

= Netzteil =
-> Wieviel Watt braucht es fuer moderne Rechner?

Kommt sehr drauf an. Die durchschnittliche Leistungsaufnahme liegt meist bei unter 100W, oder nur wenig darüber; der "größte" liegt bei mir bei etwa 60W im Mittel (AMD K8/Sempron 3600+, 2GB, 1HDD). Allerdings muss das Netzteil nicht nur den Durchschnittsbedarf abdecken, sondern auch Spitzenlasten bedienen können - vor allem solche, die sehr plötzlich impulsartig auftreten. Deshalb sind 300..400W nicht übertrieben.

= Monitor =
Ich moechte gerne 2 Monitore (wahrscheinlich 22")parallel laufen lassen.
Wie ich sehe liegt die Aufloesung meiszt in dem Bereich 1600x900 oder 1680x1050.
-> Ist das nicht ein biszchen zu wenig?

Geschmackssache. Für den Alltagsbetrieb finde ich meine "üblichen" 1280x1024 ganz okay, aber bei manchen Arbeiten (Bildbearbeitung, Zeichnungen oder Leiterplattenlayouts) weiß ich den Sekundärmonitor mit 1600x1200 zu schätzen. Was ich nicht mag, sind die Breitbildformate, die man heute fast nur noch bekommt. Aber auch das ist, wie schon erwähnt, Geschmackssache.

-> Wie sieht es mit HD aus, was fuer eine Aufloesung braucht man dafuer?

"Full HD" bedeutet eine Videoauflösung von 1920x1080.

= Software =

  • Wie sieht es mit Dual-Screen unter Kubuntu aus, gibt es da bekannte Probleme?

Ich benutze das "normale" Ubuntu ohne K (also mit Gnome) und habe damit keine Probleme. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das unter KDE entscheidend anders ist.

  • Allgemein: Muss ich bei der Hardware darauf achten, dass sie von Linux unterstutz wird?

Bei manchen Komponenten, ja. Ich habe beispielsweise lange gesucht, um einen preiswerten Scanner zu finden, der auch von Linux unterstützt wird. Auch meinen Samsung-Laserdrucker habe ich unter 10.04 ("lucid") trotz tagelanger Recherche und viel Ausprobieren ums Verrecken nicht zum Laufen gebracht; unter 10.10 ("maverick") ging er sofort "out of the box".
Ansonsten kann man Hardwarekomponenten, für die Linux keinen speziell abgestimmten Treiber hat, oft auch mit einem generischen Treiber bedienen, der dann halt nicht alle Fähigkeiten voll ausreizt.

So long,
 Martin

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Krankenschwester zum fassungslosen Vater von Drillingen: Nein, Sie sollen sich keins aussuchen! Alle drei sind Ihre!
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