Hi,
mit einer Ausbildung im Ingenieurs-Bereich, bzw. Informatik/technische Informatik, machst Du sicher nicht viel verkehrt. Der Mangel (ja, wirklich ein _Mangel_) in diesem Bereich ist eklatant, es wird händeringend gesucht und nicht gefunden, und auch in drei, vier Jahren wird der Bedarf sicher nicht gedeckt sein. derzeit haben deshalb sogar Facharbeiter oder Techniker eher Chancen in einen Entwicklerjob zu kommen - sollte aber mal weniger Mangel herrschen und/oder ein Jobwechsel angedacht sein, ist der richtige Abschluss auf dem Zeugnis ganz sicher doch empfehlenswert.
Du würdest allerdings deutlich mehr als 10 Euro in der Stunde verdienen...
Ob Du "rum kommst" hängt von Sparte und Betrieb ab. Als "einfacher" Entwickler in einem großen Unternehmen oder Konzern bist Du überwiegend für Deine kleine Welt verantwortlich und Reisen sind kaum nötig (was in gewissen Lebensphasen auch durchaus ein Vorteil ist). Je nach Lust und Laune kann man ja aber auch eher in den Bereich Produktmanagement oder gar Vertrieb gehen.
In eher kleineren, mittelständischen Betrieben ist es dagegen immer noch so, dass der Entwickler seine Software sozusagen "bis in die Maschine" begleitet, also bis zum Kunden und natürlich auch bei Problemen selber auf der Matte steht. Das macht das Leben natürlich aufregender...
Eure Empfehlungen/Was habt ihr eigentlich gelernt?
Ich gehöre zur aussterbenden Rasse der "Dipl.Ing.s" ;-) Nach einer "normalen" Berufsausbildung im Elektronikbereich folgte ein FH-Studium im Bereich Informationsverarbeitung (als Fachgebiet der Elektrotechnik). Von vorne herein mit dem Focus auf Softwareentwicklung und auch entsprechenden Nebentätigkeiten. Für meine Arbeit in der Embedded-Softwareentwicklung ist das eine sehr gute Grundlage. So gut, dass ich auch als Frau _und_ Mutter _mit_ Ausfallzeit durch Erziehungszeiten, nach eben diesen wieder einen Job in der Entwicklung bekommen habe. Ohne die derzeit Arbeitnehmerfreundlichen Bedingungen (sprich Ingenieursmangel) wäre dies schwierig bis unmöglich gewesen...
Gruss
Stefanie