dre: Websitegröße

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Warum sollte das also bei der Software anders sein?

Ist es nicht. Bzw. nicht mehr. Es wird nur anders wahrgenommen.

Ja. Ich kann die Website aber auch mit dem Radio- oder Fernsehprogramm gleichstellen:

Eben, wie ich geschrieben habe.

Aber ich kann Klang und Lautstärke, beim Fernsehen auch noch Bildhelligkeit, Kontrast, vielleicht sogar Farbtemperatur und andere Parameter so einstellen, dass sie zu meinem Sehvermögen und zur Umgebung (Lichtverhältnisse) pasen. [...] Und ebenso wie beim Fernseher ist es doch irgendwie naheliegend, dass man auch den Browser auf seine eigenen Bedürfnisse einstellen kann.

Und genau da wird der durchschnittliche User genau wie du beschrieben hast den BILDSCHIRM einstellen wollen, und nicht den Browser.

Aber wieso? Der Browser spielt hier die Rolle des Fernsehers.

Der Bildschirm spielt die Rolle des Fernsehers. Der Browser ist mehr wie, vielleicht die Entschlüsselungsbox die man zum Empfang kostenpflichtiger Programme benötigt. Eine zwischengeschaltete Komponente.

Bei Printmedien ist das so, ja. Aber die betrachten wir ja im Moment nicht.

Ich spreche von meinem Verständnis der intuitiven Wahrnehmung des durchschnittlichen Users. Wir sind uns gewohnt, dass wir Text nur dann anpassen können, wenn wir ihn selbst verfassen. Also wenn wir einen Brief schreiben, in Word einen Text schreiben oder vielleicht auch in Photoshop einen Flyer entwerfen. Es ist gedanklich ein eher weiter Weg, auf die Idee zu kommen, dass man den Text einer Webseite unabhängig von den Bildern und weiteren Designelementen vergrössern könnte. Das Ganze zu zoomen liegt jedoch eher auf der Hand. Von einer Trennung zwischen Inhalt und Darstellung weiss der User nichts.

dre.