Der Nutzer hat sich dran gewöhnt (zwangsläufig, was blieb ihm anderes ürig?) != Es ist nutzerfreundlich.
Gewohnheit und Nutzerfreundlichkeit sind zwei Begriffe, die sehr sehr viel miteinander zu tun haben.
Dennoch kann man die Breite des Viewports dazu nutzen, verschiedene Dinge nebeneinander zu plazieren.
Was aber nicht heißt, dass eine Webseite auf einem mobilen Gerät und auf einem Desktop-PC gleich aussehen muss. Und das bezieht sich nicht nur auf die Anordnung des Inhalts, sondern Dinge, die bei großen Viewports gleich mit auf der Seite sind, könnten bei kleinem Viewport verlinkt sein.
Dazu möchte ich zuerst dich selber zitieren:
Das Verstecken von Features und Einstellungsmöglichkeiten hilft diesbezüglich nicht weiter.
Ist die Darstellung anders, bedeutet dies für den User, dass er sogar auf bekannten Seiten nach den Features die er will suchen muss.
Auch ist der Zoomvorgang um einiges angenehmer, schneller und damit benutzerfreundlicher, als zuerst dreimal auf einen Link klicken und eine neue Seite laden zu müssen. Einen Link, den man, um es noch einmal zu betonen, notabene auch noch zuerst suchen muss.
Bei den ersten Mobiltelefonen, mit denen man surfen konnte, hatte man keine Wahl, da musste man das Design möglichst auf das Wesentliche reduzieren. Doch bei der heutigen Generation ist dies nicht nur nicht mehr nötig, sondern nur noch mühsam für den User.
Du willst das Dargestellte möglichst reduzieren? Dem halte ich entgegen, dass du damit - solange das Design nicht völlig chaotisch ist - das menschliche Sehvermögen um eine seiner grossen, über Jahrtausende antrainierten Stärken beraubst: Das schnelle Filtern der erhaltenen Information und des Herauspicken des Gesuchten.
Hier auch noch erwähnen möchte ich einen Punkt, der häufig vergessen geht wenn Leute davon schreiben, wie mickrig doch ein so und so viele Pixel grosser Text dann auf den kleinen Displays von mobilen Geräten absolut dargestellt wird: Der Absolutwert darf durchaus kleiner sein, denn die Lesedistanz des menschlichen Auges ist bei mobilen Geräten auch signifikant kleiner als bei Bildschirmen von Desktopcomputern.
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