Moin Moin!
Ja, aber automatisch und in kleineren Häppchen, und weil der Staat schon beim Arbeitgeber den Hut rumgehen läßt, kommt das Geld gar nicht erst auf meinem Konto an.
ich zahle absichtlich sehr viel mehr Vorsteuer, als ich müsste. Kommt auf's gleiche raus, aber man freut sich doch, wenn dann wieder Geld zurückkommt. Die ersten Jahre war ich auch immer recht verbittert, dass die Nachzahlung so hoch ist.
Zwangsmitgliedschaft in IHK o.ä. hab ich nicht erwähnt, ist ja auch nicht "der Staat", aber die Kohle ist trotzdem weg.
da konnte ich mich als Freiberufler bisher vor drücken.
Und 80/h Woche arbeite ich eher in Ausnahmesituationen einmal in 5 Jahren.
Ja, weil es bei Dir mutmaßlich gut läuft. Ich hab mein Geld auch überwiegend innerhalb von 40 h verdient, das war aber auch auf die sehr günstigen Startbedingungen meiner Selbständigkeit zurückzuführen. Das ganze Drumherum "neben der Arbeit" (Steuerberater, Theater mit Behörden und Versicherungen, Werbung, Aquise) ist da allerdings nicht eingerechnet und versaut einem letztlich doch die Idee der 40-h-Woche.
Du hast natürlich recht. Irgendwo ist man als Selbständiger ja IMMER in der Arbeit. Klar, ist ja auch meine Firma. Wenn ich mir ein Framework programmiere, welches ich privat UND für den _vielleicht später mal_ für den Job brauche, verbuche ich das unter Freizeit. Wenn ich mal Sonntags dümmliche Kundenmails beantworte, macht mir das auch nichts. Aber gut, das ist nicht für jeden. Für Leute mit Familie oder intensiven Sporthobbies wäre das wohl nichts.
Wenn man es nicht ganz dumm anstellt, und nicht für Dumping-Preise arbeitet, kommt man unterm Strich genauso gut weg, wenn nicht sogar besser.
Ja. Das setzt aber eine gute Position auf dem Markt voraus. Mit Null Plan und Null Kohle in der Tasche kann man bei Aufträgen nicht wählerisch sein, wenn man nicht im Pappkarton hinter'm Bahnhof wohnen will.
Na ja, mit Null Plan und Null Kohle ist's ja überall schlecht, vor allem mit ersterem.
Für mich kommt persönlich nur Freiberuflichkeit (Selbstständigkeit) in Frage. In eine Festanstellung bringt mich keiner mehr. Hoffe ich zumindest.
Kann ich 100% nachvollziehen, schon allein wegen der freien Zeiteinteilung. Wie aber schon mehrfach gepostet fehlen mir dafür ein paar Fähigkeiten, die ich mit viel Arbeit kompensieren müßte. Ich sitze lieber in Ruhe im Büro und lasse andere Leute mit merkbefreiten Kunden diskutieren oder hinter potenziellen Kunden herhecheln.
Das mit den merkbefreiten Kunden kann ich nachvollziehen, dass Kunden hinterherhecheln ebenfalls. Klar, solche Arbeiten wie nen Kostenvoranschlag macht man auch Abends oder am Wochenende.
Man soll niemals nie sagen. Aber ich lebe auch alleine und habe nie eine Familie oder Partnerschaft angestrebt, da das mit meinem Computerhobby und sonstigen Basteleien und Tätigkeiten kollidieren würde. Partnerschaft, mehr noch Familie, benötigt Sicherheit und Aufwand.
Klar, als "Einzelkämpfer" bist Du sehr flexibel. Magst Du mal was zu Deiner Altersvorsorge und Absicherug gegen Berufs- und Arbeitsunfähigkeit sagen?
Tja, ich habe keine Berufsunfähigkeitsversicherung bisher. Das ist sicherlich ein Manko. Ansonsten bin ich gesetzlich versichert, da mich aufgrund einer Hauterkrankung keine private Krankenkasse aufgenommen hat. Vielleicht ist das auch ganz gut so. Daher zahle ich relativ viel Krankenversicherung, weil darin zudem auch ein Krankengeld ab 42. Tag enthalten ist. Das läuft 3 Jahre soweit ich weiß und sind 70% des letzen Einkommens. Davon könnte ich sehr gut leben und eventuell weiterhin sparen.
Gesetzliche Rente zahle ich natürlich nicht, dafür diverse private Altersvorsorgen. U.a. Rürup, private Fonds und ähnliches.
Wenn ich also scheitere, scheitere ich nur selbst. Da hängt keiner dran.
Korrekt. Aber mit vollem finanziellen Risiko, es sei denn, Du versicherst Dich zusätzlich.
Wenn ich heute keinen Auftrag und keine Bezahlung mehr bekomme, kann ich mindestens 5 Jahre gut leben wie bisher, ohne meine Altersvorsorgen anzugreifen. Ich weiß nicht, ob das reicht?
Immerhin fühle ich mich soweit recht abgesichert.
Aber scheitern kann man tatsächlich auch in einer Festanstellung. Also, who cares?
Dank Sozialversicherung hast Du dann aber immer noch Geld in der Tasche, bis du den nächsten Job angetreten hast.
Das habe ich so auch. Ohne Puffer selbständig zu sein, ist schlecht. Die ersten Jahre habe ich enorm viel Wert darauf gelegt, mir einen 2-Jahres-Puffer (Notpuffer) aufzubauen. Ich bin jetzt bei einem 5-Jahres-Puffer, der allerdings kein Notpuffer mehr ist, sondern ein Luxuspuffer, sprich ich würde keine Einschränkungen haben. Im Sparmodus könnte ich vermutlich damit 8-9 Jahre überleben.
Terminator