Hallo Wowbagger,
bin ich ja froh, daß Du net mehr bös auf mich bist *freu* *Fest_feier*
Also HTML ansich war schonmal losgelöst vom Design betrachtet worden. Das erkennst Du beispielsweise an Tags, wie <em> oder <strong> oder auch <address>, die zwar für bestimmte Sachen gedacht sind (<strong> zum Beispiel zu hervorheben usw.), aber vom aussehen her erstmal nicht festgelegt sind. Das kann dann also der Browser selbst entscheiden (und wenn das einstellbar ist, sogar der User). Eine gute Idee. Denn man lief nicht Gefahr, daß es auf beispielsweise auf einem S/W-Bildschirm nicht gesehen werden konnte, weil der Browser halt alles optimal regelt.
Das reichte irgendwann nicht mehr. Und da führt man Tags wie <font> ein, die ja erlauben sehr viele Textattribute zu ändern und GEZIELT zu beeinflussen. So das man dann schon so ungefähr wußte, wie es beim andern aussieht. Also das Design trat mehr in den Vordergrund. Was ja auch ok ist. Bloß man erkannte schnell, daß das so nicht weitergehen konnte. Das die Einführung solcher Tags HTML unnötigt verkomplizieren und da eigentlich nicht hineingehören, weil das halt nur Nachteile bringt. So ist dann halt CSS entstanden. Da kannst Du Dir quasi Deine eigenen Tags definieren und sagen, welche Ausgabe sie erzeugen sollen. Und wenn jetzt beispielsweise die Textfarbe zu ändern war, dann änderte man einfach nur die entsprechende Style-Definition und brauchte nicht ggf. huntere von <font>-Angaben zu ändern. Schon ein Fortschritt in Richtung klare Trennung. Und bis zum Exzess treiben kann man das ja dann mit XML.
Doch um wieder zur rauhen Realität zurückzukehren. Und die sieht so aus, daß man doch mehr oder weniger mit HTML konfrontiert ist. CSS ist zwar ganz nett, aber halt doch nicht unbegrenzt anwendbar, wenns um ältere Browser geht. Aber immerhin wird überhaupt etwas angezeigt. Also die Information bekommt manm wenn auch vielleicht nicht sehr hübsch. Aber man kann ja passende Tags wie <em> umändern. So hat man mit CSS die gewünschte Darstellung und ohne CSS immerhin noch etwas brauchbares. Ein guter Kompromiss.
Nun gibt es aber auch Fälle, wo daß nicht mehr ausreicht. Wie Du schon sagtest, bei anspruchsvollen Designs, wo man auf Frames, Layer und Javascript nicht verzichten kann, reichen die bisherigen Lösungsmöglichkeiten nicht immer aus. Das gibt HTML dann einfach nicht mehr her. Die Grenze stellt hier aber der Browser dar, richtig? Wenn der alt ist, dann kann der ohnehin schon nix *g* und was beibringen kann man auch nicht. Das muss also schon vorher geschehen. Und da kommen wir wieder auf die Idee des XML. Was hindert uns eigentlich daran, unsere Seiten XML-mäßig zu gestalten aber so nicht zu veröffentlichen, sondern erst durch ein Transformer der HTML-Dateien erzeugen zu lassen? Dem gibt man nur ein Set von Regeln und dieser erzeugt dann automatisch den passenden HTML-Code aus unserem Quelltext. Damit wären wir die größte Sorge los, mehrere Contens pflegen zu müssen, den den gibt es definitiv nur einmal. Und die Transformer-Regeln bestimmen das Design.
Und damit lassen sich dann auch Opera-gerechte Seiten erzeugen (um Dir den Gefallen zu tun und wieder auf das Thema zurückzukommen *g*)
Gruß
Michael