Klaus Junge: (ZUR INFO) Zum Bild voller Wannen und verlorener Fäden

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Hallo Swen,

Term RL
lol, schönes Wortspiel

Nun, wenn ich RL nicht so recht gegen VL abzugrenzen vermag,
dann wird RL halt irgendwie zu einem Terminus (Gedankenspiel).
Aus dem was Menschen darüber sagen/schreiben, habe ich schon
(m)eine Vorstellung was damit gemeint sein könnte.
So wie R und V aber benutzt werden, sind sie Teil einer
Ungleichung, wegen der Grenze.
Ich empfinde sie jedoch als Facetten des Bildes was ich
mir von meiner Umwelt bilde. Also vielleicht irgendwie (R+V)L.

Na ja. Das Problem scheint mir eher zu sein,
dass wir mehr und mehr dazu neigen RL (im Sinne einer -
von dir (?) bestrittenen - direkten Wahrnehmung) durch
indirekte Wahrnehmungen zu ersetzen.

Wenn Du tatsächlich gedanklich zuläßt, daß Nervensysteme
keine Realität und auch keine Bilder, Geräusche, Gerüche...
sondern Nervenreize bzw. Stimuli (weiter)leiten, dann wird
das mit der direkten Wahrnehmung fragwürdig.
Klar, wir haben bislang gelernt Wahrnehmungen für wahr zu
nehmen. Aber warum empfindet jemand anderes dann genau die
gleiche Wahrnehmung, genau die gleiche wahrgenommene Wahrheit
eventuell ganz anders?

Mir hilft dieses Bild meines Bildes schon über diese Relativität
hinweg. Wenn ich zulasse, daß es meine ureigensten und indivi-
duellen Vorstellungsbilder sind mit denen ich mich in meiner
Umwelt orientiere, in den Wahrnehmungen navigiere die ich aus
der Umwelt empfange, dann bin ich auch offen dafür die anderen
Individuen als solche zu verstehen. Als genetisch verwandte
Wesen mit denen ich konsensuelle Wahrnehmungsmengen teile.

Klaus