Hallo Antje,
zuerst habe ich gestutzt, warum ausgerechnet du den Themenbereich DISKUSSION nennst. Nanu, gibt es denn nicht die MEINUNG? Doch du hast vollkommen recht. Dieses Thema ist mehr als nur ein Meinungsaustausch. Es wohl so alt, wie die Menschheit in der Lage ist ueber etwas anderes als Essen, Schlafen, und Fortpflanzung nachzudenken. Die Frage nach dem Glauben ist eine Frage nach einer "hoeheren Macht".
Darum moechte ich gerade auf deinen Satz "<Bbb> Glauben und macht vertraegt sich nich" anknuepfen. Vertraegt sich Glaube und Macht wirklich nicht? Beide sind eng miteinander verknuepft.
Mit der Ergentnis der Nichtwissens beginnt die Suche nach mehr Wissen. Mit der Erkenntnis des nicht Erklaerenkoennens beginnt der Versuch der paraphysischen Hypothesen.
Was wir nicht zu erklaeren vermoegen, schieben wir auf eine "hoehere Macht", auf ein "Etwas", ein "Wesen", das dieses Wissen besitzt und die Macht, es einzusetzen. Glaube kann die verschiedensten Auspraegungen annehmen. Aber jeder Glaeubige erkennt die "Macht" seiner Verehrung an. Und nahezu jede Religion und jede Sekte kennt die menschlichen Mittler zwischen der Gemeinde und dem verehrten Idol.
Glaube hat sehr viel mit Macht zu tun.
Schauen wir uns einmal die heiligen Schriften des Christentums, des Islams, des Judentums an. Alle diese Schriften beinhalten Lebensvorschriften. Teilweise sogar recht genaue Anweisungen zum Alltagsleben, deren Einhaltung von den gewaehlten oder selbsternannten Fuehrern der Glaubensgemeinde ueberwacht wird.
Der Glaube der Menschen ist ein Rettungsanker in der Regellosigkeit. Die Glaeubigkeit der Gesellschaft, sowohl die oberflaechlich zur Schau gestellte, als auch die verinnerlichte, ist ein deutliches Mass seiner Willfaehrigkeit, sich in bekannte Pfade einzufuegen.
Was aber schliessen wir dann daraus, wenn sich immer mehr Menschen zum Atheismus bekennen?
Viele Gruesse
Kess