Oliver: Was ist den mit "Nur-Designer" gemeint ?

Hallo,

ich hab grad munter durch das Forumsarchiv gewühlt und bin dabei auf einen Satz gestosen der mich doch vor eine Frage stellt.

Der Satz:
...Man muß auch als "Nur-Grafiker", der lediglich das Design einer Seite erstellt, wissen, was mit HTML und CSS geht, und was nicht.

Jetzt muss ich doch mal echt nachfragen, ob es sowas auch gibt ?
Leute die irgendwo dafür Geld bekommen das Sie "nur" das Design einer Seite gestalten, also für die reine html/css-arbeit.

Ich kann nur schwer glauben das ein Arbeitgeber jemanden dafür bezahlt das er die Design-Arbeit macht, wenn er doch eh noch in den meisten Fällen jemanden für die Programmierung braucht. Oder spart das am Ende doch Kosten wenn der teure Programmierer _nur_ programmiert und eine billigere Arbeitskraft das Design erstellt ? Und wie nennt man diese Leute dann ? "Nur-Designer" kanns ja nicht sein.

Liebe Grüsse
Oliver

  1. Tach
    Des gibts schon, diese "Nur - Designer".
    Die konzentrieren sich halt auf Layout und so weiter.
    Eigentlich leicht zu verstehen das sie bezahlt werden.
    Is ja eine harter Job.
    Tschüs
    Julius Hacker

    1. Tach
      Des gibts schon, diese "Nur - Designer".

      Ja und wie nennen die sich ?

      Grüsse
      Olli

      1. weis nich.
        Ich nen sie Designer

  2. Also meine meinung dazu:
    Es ist sicher eine frage der definition.
    Willst du einen profi programmierer, dann wird er sich sicher nicht viel mit grafiken beschäftigen können. Willst du einen profi grafiker wird er sich nicht viel mit programmieren beschäftigen können. Wie gesagt sollte er sich dann halt so weit auskennen, dass er weiss was möglich ist.
    Beides sind so riesige gebiete, dass man auch wenn man nur eines macht kaum auslernen kann! So ist man aber halt viel besser wenn man eines macht.
    Ich war erst jahre lang grafiker. Fotografieren und digitale bildbearbeitung. Dann kam ich aufs internet. Mitlerweile programmiere ich foren, shops uvm. Es ist mir aber kaum möglich in beiden gebieten auf dem neuesten stand zu sein und ich sage, dass ein reiner grafiker sicher bessere bilder als ich macht und ein reiner programmierer sicher bessere scripte schreiben wird (oder zumindest schneller)....

    Meine meinung ;)

    1. Hi,

      Willst du einen profi grafiker wird er sich nicht viel mit programmieren beschäftigen können.

      Also sind das im Endeffekt dann schon richtige Grafiker die dann auch Bilder erstellen und nicht "nur" die html/css-arbeit machen ?

      Ausserdem frage ich mich oftmals ob es im Webdesignergewerbe keine grundsätzlich vorgeschriebene Ausbildung gibt ? Denn wenn man hier so liest, dann könnte man oft meinen das die breite Masse Ihr Handwerk im Selbststudium erlernt hat (und das teilweise durchaus besser als ein mir bekannter studierter Medieninformatiker).

      Es interessiert mich einfach auch daher, weil ich noch (relativ) jung bin und mir gedacht habe, das ich das erworbene Wissen (und das was noch folgt)  _evtl_ auch irgendwann mal Gewinnbringend einsetzen könnte (sobald ich mal die branchenüblichen Grundkenntnisse besitze). Und das _evtl_ aber auch erstmal _nur_ als 2. Standbein.

      Und ich denke mal das ich hier wirklich Antworten bekomme von Leuten die Ahnung haben von der Materie und auch wissen wie es eigentlich um den Markt steht.

      Viele Grüsse
      Oliver

      1. Ja das ist ein interessantes thema.
        Also ich habe mir die gedanken aus dem kopf geschlagen mich als webbastler selbstständig zu machen. Ich belasse es lieber dabei, dass ich hi und da mal was mache als mich davon abhängig zu machen.
        Das problem ist wie ich denke, dass sehr viele leute in diesem gebiet profit machen versuchen und das noch grössere, dass die kunden kaum eine chance haben die arbeit zu überprüfen.
        Es ist wirklich traurig. Erst vor kurzem sprach mich jemand an, der sich wunderte, dass meine hp in sämtlichen suchmaschinen zu finden ist und seine in keiner einzigen obwohl er unsummen bezahlt hat. Warum? Er beauftragte einen bastler der sich mal schnell ein flash prog gekauft hat und sich dann selbstständig machte :(
        Und wie willst du nun den leuten klar machen, dass man nicht daran sieht wie gut eine HP ist wie sehr es darauf blinkt, sondern ob man sie in den suchmaschinen findet, sie in allen browsern gelesen werden kann, ob die firewalls keine probleme machen, usw usw....
        Ich wollte mir das nicht antun und mache so hin und wieder mal was für wen ders zu schätzen weiss....
        Ich arbeite übrigens rein mit html, php und ganz vorsichtig mit CSS.

        1. Also ich habe mir die gedanken aus dem kopf geschlagen mich als webbastler selbstständig zu machen. Ich belasse es lieber dabei, dass ich hi und da mal was mache als mich davon abhängig zu machen.

          ich würde mich auch nicht davon abhängig machen, niemals. Dafür lern ich ja was solides :P
          Aber ab und zu mal ein kleines Projekt um die Haushaltskasse aufzubessern kann doch nicht schaden. Zumal wenn man http://www.drweb.de/webdesign/webdesign_preise.shtml glauben schenken kann, dann ist es ja schon lukrativ, selbst wenn es nur als zweites Standbein läuft. Und wie gesagt, es müssen ja keine 20-30 Projekte im Jahr sein. Wenn ich mal grob rechne dann kann ich auch mit 2-3 Seiten schon einen besseren Urlaub machen wie nur mit dem Urlaubsgeld vom Arbeitgeber ;-)
          Und ausserdem will ich ja nicht die Internetpräsenz von Daimler-Chrysler bearbeiten, sondern denke da eher an kleine Betriebe und dementsprechend auch kleinere Seiten (so wie das 4-Sterne-Hotel im Beispiel etwa)

          Das problem ist wie ich denke, dass sehr viele leute in diesem gebiet profit machen versuchen und das noch grössere, dass die kunden kaum eine chance haben die arbeit zu überprüfen.
          Es ist wirklich traurig. Erst vor kurzem sprach mich jemand an, der sich wunderte, dass meine hp in sämtlichen suchmaschinen zu finden ist und seine in keiner einzigen obwohl er unsummen bezahlt hat. Warum? Er beauftragte einen bastler der sich mal schnell ein flash prog gekauft hat und sich dann selbstständig machte :(
          Und wie willst du nun den leuten klar machen, dass man nicht daran sieht wie gut eine HP ist wie sehr es darauf blinkt, sondern ob man sie in den suchmaschinen findet, sie in allen browsern gelesen werden kann, ob die firewalls keine probleme machen, usw usw....

          Das ist richtig. Und ich habe mir auch gesagt, wenn ich etwas in die Art mache dann aber auch mit der entsprechenden Fachkenntnis und nicht nur aus Profitgier mal einen auf Frontpage-Webdesigner machen. Die Ergebnise solcher Leute sind ja in Hülle und Fülle im INet zu "bewundern"

          Ich arbeite übrigens rein mit html, php und ganz vorsichtig mit CSS.

          und ich arbeite rein mit html, css und ganz vorsichtig mit php :P

          Grüsse
          Oliver

          1. Hi Oliver,

            die auf drweb.de genannten Preise sind Mondpreise, die kein Kleinbetrieb bezahlt. Und ohne Referenzen und Vitamin B kommst du kaum an groessere Unternehmen ran.

            Nur so als Anmerkung.

            Gruss
            Uwe

            1. Hi Uwe

              die auf drweb.de genannten Preise sind Mondpreise, die kein Kleinbetrieb bezahlt. Und ohne Referenzen und Vitamin B kommst du kaum an groessere Unternehmen ran.

              Warum gibt es dann eigentlich sowas wie Dr.Web wenn es eh nur lull is.

              Aber wenigstens plaudert mal einer aus dem Nähkästchen :-)
              Und das ohne Referenzen nich viel geht is schon klar. Aber die Frage ist doch was die Referenzen sind ? Wenn ich mir die meisten Webdesigner-Seiten anscheu, dann seh ich unter Referenzen dann immer ein paar Homepages und das wars.

              Liebe Grüsse
              Olli

            2. Hi Oliver,

              die auf drweb.de genannten Preise sind Mondpreise, die kein Kleinbetrieb bezahlt. Und ohne Referenzen und Vitamin B kommst du kaum an groessere Unternehmen ran.

              Nö, die Preise dort sahen mir relativ realistisch aus (sind ja noch DM-Preise). Insbesondere aber die aufzuwendende Zeit der Schüler (8 Stunden) sieht mir unrealistisch kurz aus. Zugegeben kann man an einem Arbeitstag eine Menge schaffen. Aber unmöglich alles, was zu einer hochwertigen Website dazugehört. Das Arbeitsergebnis wird dann schnell fertig und billig gewesen sein, die Probleme fangen mit Sicherheit später an - und kosten doppelt und dreifach, weil die geleistete Erstarbeit unter Umständen weggeworfen werden kann. Billig ist nicht preiswert.

              Insbesondere dürften die günstigen Angebote schlicht an der Beratung sparen - ist ja schließlich zeitaufwendig und unproduktiv.

              Die Einstiegspreise liegen bei 500/650 DM - das kann sich auch ein Kleinbetrieb leisten. Außerdem wurde ein 4-Sterne-Hotel als Beispiel genannt - solch ein Betrieb hat entweder eine gewisse Größe, folglich entsprechenden Umsatz und auch Gewinn, um sich eine edle Webseite leisten zu können, oder es ist wirklich ein kleiner, sehr exklusiver Betrieb, der dann eine etwas günstigere Variante nimmt.

              Jedenfalls sind die Stundenlöhne von 80 bis 100 DM (im Artikel erwähnt) vollkommen realistisch. Agenturen nehmen als Stundensatz auch das Doppelte - nur kriegen die vermutlich auch eher Aufträge von größeren Unternehmen.

              Dass der Einstieg als Selbständiger in den Markt sehr schwierig ist, sollte klar sein. Besser, man findet einen Job in einer Firma, um erst einmal Erfahrungen zu sammeln.

              - Sven Rautenberg

      2. Aloha!

        Also sind das im Endeffekt dann schon richtige Grafiker die dann auch Bilder erstellen und nicht "nur" die html/css-arbeit machen ?

        Designer machen keine HTML/CSS-Arbeit. Die designen in einem Grafikprogramm. Für die Umsetzung in HTML/CSS und ggf. Programmiersprachen ist der Programmierer zuständig. Beide Personen werden bezahlt.

        Ausserdem frage ich mich oftmals ob es im Webdesignergewerbe keine grundsätzlich vorgeschriebene Ausbildung gibt ? Denn wenn man hier so liest, dann könnte man oft meinen das die breite Masse Ihr Handwerk im Selbststudium erlernt hat (und das teilweise durchaus besser als ein mir bekannter studierter Medieninformatiker).

        Ausbildung? Was ist das?

        Und auch ein Studium ist keinesfalls zielführend zum Top-Seitengestalter. Informatiker beschäftigen sich meist mit höherem (also dem Datenbankdesign von komplexen Anwendungen, irgendwelcher objektorientierter Programmierung etc). Medieninformatiker könnten vielleicht schon eher in der Lage sein, eine Webseite zu erstellen - allerdings sind sie vermutlich nicht in der Lage, den künstlerischen Teil wirklich gut zu leisten - Informatiker sind in der Regel keine klassischen Künstler, sondern allenfalls echte Hacker, also Codekünstler.

        - Sven Rautenberg

        1. Aloha!

          Holla !

          Ausbildung? Was ist das?

          gut :)

          Und auch ein Studium ist keinesfalls zielführend zum Top-Seitengestalter. Informatiker beschäftigen sich meist mit höherem (also dem Datenbankdesign von komplexen Anwendungen, irgendwelcher objektorientierter Programmierung etc). Medieninformatiker könnten vielleicht schon eher in der Lage sein, eine Webseite zu erstellen - allerdings sind sie vermutlich nicht in der Lage, den künstlerischen Teil wirklich gut zu leisten - Informatiker sind in der Regel keine klassischen Künstler, sondern allenfalls echte Hacker, also Codekünstler.

          Was genau ist dann ein Webdesigner ? Ein Designer ist es ja nicht und auch kein Programmierer. Ein Künstler auf keinen Fall, eher ein Handwerker. Aber wie kommt der gute Webdesigner an sein Wissen ?
          Nur durch lesen und ausprobieren ?

          Liebe Grüsse

          Oliver

          1. Hallo nochmal!

            Was genau ist dann ein Webdesigner ? Ein Designer ist es ja nicht und auch kein Programmierer. Ein Künstler auf keinen Fall, eher ein Handwerker. Aber wie kommt der gute Webdesigner an sein Wissen ?
            Nur durch lesen und ausprobieren ?

            Ein Webdesigner ist genau das, was ich beschrieben habe: Ein Designer fürs Web. Denn Internetseiten haben ihre vollkommen eigenen Gesetze und Anforderungen, die ein ganz normaler Designer gar nicht kennen kann (und leider entsprechend eklige Seiten produziert - eklig von der Benutzbarkeit her). Das fängt schon damit an, dass der Designer gerne vergisst, dass der Blindtext, den er da gerade eingefügt hat, wirklich nur Beispielcharakter hat, aber in der Realität viel kürzer (das ist ja noch ok) oder aber viel länger sein kann, aber leider nicht bedenkt, was dann mit dem Design passieren soll. Es muss irgendwie in die Länge gehen und gescrollt werden - grauslige Vorstellung für einen echten Designer, dass Teile seiner schönen Grafik aus dem Bild flutschen. Webdesigner haben das kapiert und handeln entsprechend.

            Und woher man das Wissen kriegt: Klar, eine Menge durch selber machen. Wertvoll auch das Mitlesen in entsprechenden Fachforen wie diesem. Ob Webdesigner eine grafische Ausbildung kriegen können, die die besonderen Aspekte des Webs berücksichtigt, weiß ich nicht - vermutlich ist es so. Allerdings betrachte es einmal ganz banal: Eine Ausbildung in einem Beruf besteht doch lediglich darin, dass die erfahrenen Meister dem Neuling erzählen, was er wie zu machen hat. Will er Effekt A, muss er Trick 1 anwenden, will er Effekt B, gibts Trick 5, und so weiter. Was man wohl nicht lehren kann, ist ein Gefühl für gute grafische Gestaltung - die muss der Neuling einfach mitbringen.

            Und auch Programmieren ist nicht so einfach zu lernen. HTML und CSS sind natürlich noch sehr simpel - das programmiert man ja auch nicht. Da muss man einmal das Konzept verstanden haben und sollte sich dann einen gute Schreibstil (Einrückung etc) angewöhnen, und schon hat man relativ schnell Erfolgserlebnisse. Programmieren selbst ist dann schon wieder was ganz anderes. Da muss man ein großes Problem ("Ich will ein Forum!") zerlegen in viele kleinere Probleme ("Ich brauche eine Übersichtsseite, eine Seite zum Lesen eines Beitrages, eine Seite zum Antworte - und wie speichere ich das Ganze überhaupt?"), die wiederum zerlegt werden in viele kleinere Probleme ("Die Übersichtsseite liest alle begonnenen Diskussions aus der Datenbank aus und zeigt Startdatum, Datum der letzten Antwort und Zahl der Antworten an."), die dann in vielen kleinen Einzelschritten programmiert werden. Wichtig ist, die Probleme in der richtigen Reihenfolge zu lösen: Die Art der Speicherung der Beiträge ist in einem Forum (oder auch in einem Board ;) ) das Wichtigste. Man muss sich also mit den verschiedenen Möglichkeiten auskennen, die man vielleicht anwenden will: Speichern in einer schlichten Textdatei, Datenbank oder als XML (was im Prinzip auch nur eine Textdatei ist, aber eben mit speziellen Kennzeichnungen darin - und es gibt Programme, die damit praktisch als Datenbank umgehen können).

            Das Prinzip der Problemzerlegung verstehen einige Leute nicht. Und auch viele, die hier im Forum Probleme schildern, haben einige Dinge schlicht noch nicht verstanden oder erkannt - typisches Beispiel ist die Verknüpfung von PHP, HTML und Javascript. Es ist offenbar nicht bekannt, _wo_ PHP ausgeführt wird - es wird gerne mit Javascript in einen Topf geworfen.

            Sowas sind alles Dinge, die kann man im Prinzip auch aus Büchern und durch Ausprobieren lernen. Tatsächlich ist das in einer Ausbildung nicht anders - da hat man höchstens noch einen Lehrer, der einem mündlich gewisse Dinge mitteilt und vermitteln möchte. Und zugegeben ist eine Ausbildung auch etwas breiter angelegt und vermittelt Dinge, die man so im Selbststudium nicht streift, wie z.B. Betriebswirtschaft, Buchführung, Arbeitsrecht etc. Deshalb ist eine Ausbildung nicht unbedingt schlecht. Nur leider bleibt dadurch weniger Zeit für den fachlichen Teil, und die Absolventen sind dennoch nicht unbedingt zu viel zu gebrauchen.

            - Sven Rautenberg

        2. Aloha!

          Grad in Hawaii? - na dann ebenfalls Aloha!

          Designer machen keine HTML/CSS-Arbeit. Die designen in einem Grafikprogramm. Für die Umsetzung in HTML/CSS und ggf. Programmiersprachen ist der Programmierer zuständig. Beide Personen werden bezahlt.

          Den Designer unterschreib ich - auch, dass in vielen Fällen für den Rest(HTML, CSS, JavaScript, ServerSide-wasauchimmer) ein Mitarbeiter (oder Gruppe) zuständig ist. Ich hab jedoch auch schon an Projekten gearbeitet, in denen es eine Dreiteilung gab: Graphiker (der das Design vorgab und die Graphiken erstellte) - Programmierer (die für die serverseitige Programmierung und die Datenbanken zuständig waren) - und zuletzt die Layouter (die die beiden Welten in HTML, CSS und JavaScript zusammenführten).

          Was ich jedoch aus dieser Dreiteilung gelernt habe, ist, dass hier - und auch bei einer Zweiteilung - die Koordination zwischen den Gruppen immens wichtig ist. Wenn die nicht funktioniert, gibts mit der Zeit mehr Missverständnisse als sonstwas.

          Und auch ein Studium ist keinesfalls zielführend zum Top-Seitengestalter. Informatiker beschäftigen sich meist mit höherem (also dem Datenbankdesign von komplexen Anwendungen, irgendwelcher objektorientierter Programmierung etc). Medieninformatiker könnten vielleicht schon eher in der Lage sein, eine Webseite zu erstellen - allerdings sind sie vermutlich nicht in der Lage, den künstlerischen Teil wirklich gut zu leisten - Informatiker sind in der Regel keine klassischen Künstler, sondern allenfalls echte Hacker, also Codekünstler.

          deshalb auch oft die Aufgabenteilung :-)

          Liebe Gruesse aus Oesterreich
            Martin

  3. Hallo,

    ich hab grad munter durch das Forumsarchiv gewühlt und bin dabei auf einen Satz gestosen der mich doch vor eine Frage stellt.

    Der Satz:
    ...Man muß auch als "Nur-Grafiker", der lediglich das Design einer Seite erstellt, wissen, was mit HTML und CSS geht, und was nicht.

    Jetzt muss ich doch mal echt nachfragen, ob es sowas auch gibt ?

    Oft genug.

    Leute die irgendwo dafür Geld bekommen das Sie "nur" das Design einer Seite gestalten, also für die reine html/css-arbeit.

    Nein, das sind Leute, die nur das Design, also das Aussehen und Verhalten einer Webseite festlegen.
    Solche Leute nennt man "Designer". Dafür gibt es ein Fachstudium.

    Berühmte, na sagen wir mal besser: bekannte Beispiele wären Colani, Alessi usw.

    Da der Designer nach dem altem Spruch: "Form folgt Funktion" arbeiten sollte, muß er sich auch ein wenig mit der Technik des zu designenden Artikels auskennen. Im Falle einer Webseite sind das dann HTML und CSS und noch ein paar diverser Dinger, die hier nicht gerne gesehen werden, aber doch mitunter ein Einsatzgebiet finden.

    Es ist nicht nötig, das er es selber machen kann, er muß nur wissen, was damit möglich ist. Ein Verpackungsdesigner muß z.B. die verschiedenen Möglichkeiten einer Verpackung kennen (Blister, Tüte, Dose, was auch immer) und die Möglichkeit zum Bedrucken, Einfärben, Etikettieren derselben. Vor allem auch die Kosten davon. Nicht die wirklichen, sondern die relativen. Eine Blechdose mit Etikett ist teurer als eine direkt bedruckte Tüte, aber auch stabiler und 5-Farbdruck ist teurer als Einfarbiges usw.

    Das ist allerdings auch etwas das im Webdesign überhaupt nicht beachtet zu werden scheint. Es wird dort meist verlangt, das die Webseite genauso aussieht, wie das Firmenprospekt. Das Druck und Web zwei _völlig_ verschiedene Medien sind, scheint zu den Designern noch nicht so ganz durchgedrungen zu sein.
    Daran sind aber auch die Programmierer ein Teil schuld, die nie "Halt!" schreien können, weil: irgendwie gehts ja immer, ein Problem ist da, gelöst zu werden usw.

    Nein, das geht so nicht. Ein User kann z.B. die Website in vielen verschiedene Größen anschauen, da hat man keinen Einfluß drauf. Man sollte das einfach als genauso gegeben hinnehmen, wie man Suppe nicht in Papiertüten verpacken sollte.

    Passende Ableitung zu "Form folgt Funktion" ist bei Webseiten:"Design folgt Inhalt"

    Ich kann nur schwer glauben das ein Arbeitgeber jemanden dafür bezahlt das er die Design-Arbeit macht, wenn er doch eh noch in den meisten Fällen jemanden für die Programmierung braucht. Oder spart das am Ende doch Kosten wenn der teure Programmierer _nur_ programmiert und eine billigere Arbeitskraft das Design erstellt ?

    Das dürfte bei der Entlohnung doch eher umgekehrt sein. Der Designer wird einen Haufen mehr bekommen, als der Programmierer. ;-)

    Und wie nennt man diese Leute dann ? "Nur-Designer" kanns ja nicht sein.

    Der übliche Ausdruck wäre: "Designer".

    so short

    Christoph Zurnieden

    1. Hallo!

      Man sollte das einfach als genauso gegeben hinnehmen, wie man Suppe nicht in Papiertüten verpacken sollte.

      Man könnte den Innenraum mit Plastik oder Metall oder Holz auskleiden. Man könnte ich die Zellulose etwas modifizieren oder papierähnliches Material einsetzen, das die Flüssigkeit halten kann. Man könnte die Suppe auch im gefrorenem Zustand verkaufen oder als Gas oder besser noch Plasma, dann wird es auch gehen - wie der Kunde es nach Hause bringt, ohne dass es ausrinnt, kann dem Verpackungsgestalter doch egal sein.

      Blödsinn? Stimmt. Aber gewisse Workarounds und Techniken sind auch nicht schlimmer bzw. unsinniger.

      emu
      [scnr]

      1. Hallo,

        Man sollte das einfach als genauso gegeben hinnehmen, wie man Suppe nicht in Papiertüten verpacken sollte.

        Man könnte den Innenraum mit Plastik oder Metall oder Holz auskleiden. Man könnte ich die Zellulose etwas modifizieren oder papierähnliches Material einsetzen, das die Flüssigkeit halten kann. Man könnte die Suppe auch im gefrorenem Zustand verkaufen oder als Gas oder besser noch Plasma, dann wird es auch gehen - wie der Kunde es nach Hause bringt, ohne dass es ausrinnt, kann dem Verpackungsgestalter doch egal sein.

        Blödsinn? Stimmt. Aber gewisse Workarounds und Techniken sind auch nicht schlimmer bzw. unsinniger.

        Das sagst Du 'was wahres *sigh*

        so short

        Christoph Zurnieden