Christoph Zurnieden: Was ist den mit "Nur-Designer" gemeint ?

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Hallo,

ich hab grad munter durch das Forumsarchiv gewühlt und bin dabei auf einen Satz gestosen der mich doch vor eine Frage stellt.

Der Satz:
...Man muß auch als "Nur-Grafiker", der lediglich das Design einer Seite erstellt, wissen, was mit HTML und CSS geht, und was nicht.

Jetzt muss ich doch mal echt nachfragen, ob es sowas auch gibt ?

Oft genug.

Leute die irgendwo dafür Geld bekommen das Sie "nur" das Design einer Seite gestalten, also für die reine html/css-arbeit.

Nein, das sind Leute, die nur das Design, also das Aussehen und Verhalten einer Webseite festlegen.
Solche Leute nennt man "Designer". Dafür gibt es ein Fachstudium.

Berühmte, na sagen wir mal besser: bekannte Beispiele wären Colani, Alessi usw.

Da der Designer nach dem altem Spruch: "Form folgt Funktion" arbeiten sollte, muß er sich auch ein wenig mit der Technik des zu designenden Artikels auskennen. Im Falle einer Webseite sind das dann HTML und CSS und noch ein paar diverser Dinger, die hier nicht gerne gesehen werden, aber doch mitunter ein Einsatzgebiet finden.

Es ist nicht nötig, das er es selber machen kann, er muß nur wissen, was damit möglich ist. Ein Verpackungsdesigner muß z.B. die verschiedenen Möglichkeiten einer Verpackung kennen (Blister, Tüte, Dose, was auch immer) und die Möglichkeit zum Bedrucken, Einfärben, Etikettieren derselben. Vor allem auch die Kosten davon. Nicht die wirklichen, sondern die relativen. Eine Blechdose mit Etikett ist teurer als eine direkt bedruckte Tüte, aber auch stabiler und 5-Farbdruck ist teurer als Einfarbiges usw.

Das ist allerdings auch etwas das im Webdesign überhaupt nicht beachtet zu werden scheint. Es wird dort meist verlangt, das die Webseite genauso aussieht, wie das Firmenprospekt. Das Druck und Web zwei _völlig_ verschiedene Medien sind, scheint zu den Designern noch nicht so ganz durchgedrungen zu sein.
Daran sind aber auch die Programmierer ein Teil schuld, die nie "Halt!" schreien können, weil: irgendwie gehts ja immer, ein Problem ist da, gelöst zu werden usw.

Nein, das geht so nicht. Ein User kann z.B. die Website in vielen verschiedene Größen anschauen, da hat man keinen Einfluß drauf. Man sollte das einfach als genauso gegeben hinnehmen, wie man Suppe nicht in Papiertüten verpacken sollte.

Passende Ableitung zu "Form folgt Funktion" ist bei Webseiten:"Design folgt Inhalt"

Ich kann nur schwer glauben das ein Arbeitgeber jemanden dafür bezahlt das er die Design-Arbeit macht, wenn er doch eh noch in den meisten Fällen jemanden für die Programmierung braucht. Oder spart das am Ende doch Kosten wenn der teure Programmierer _nur_ programmiert und eine billigere Arbeitskraft das Design erstellt ?

Das dürfte bei der Entlohnung doch eher umgekehrt sein. Der Designer wird einen Haufen mehr bekommen, als der Programmierer. ;-)

Und wie nennt man diese Leute dann ? "Nur-Designer" kanns ja nicht sein.

Der übliche Ausdruck wäre: "Designer".

so short

Christoph Zurnieden