[Fortsetzung]
Und für den indirekten Tod durch Alkohol braucht es überhaupt keine Dosis von irgendwas.
Für den Tod durch Blitzschlag, Flut, Querschläger, Tuberkulose etc. auch nicht. Nennt man IMHO "Lebensrisiko".
Ja ja, wenn Dich ein Volltrunkener zum Krüpper fährt, sage ich auch nur noch "Pech gehabt!". Ich hoffe Du _verstehst_ _jetzt_ was Du geschrieben hast. Andernfalls brauchen wir auch nicht weiter zu diskutieren.
Nun, weil man normalerweise Dinge erst dann erlaubt, wenn sie hinreichend gut erforscht sind, und nicht umgekehrt. Siehe Medikamentenindustrie. Da hat man das irgendwann mal eingeführt. Contergan lässt grüssen.
Im Gegentum. Contergan war zum Zeitpunkt des Einsatzes hinreichend (zummindest was die Anforderungen des Gesetzgebers betraf) erforscht, sonst hätte es die Zulassung nicht bekommen. Das man nicht an _alles_ gedacht hat war das Problem. Inzwischen weiß man, daß _nur_eine_ von beiden möglichen räumlichen Formen die Missbildungen beim Fötus verursachte (http://www.uni-wuerzburg.de/blick/1996-2/962d01b1.html)
Nun, dann geben wir am besten Cannabis frei und finden nachher raus, daß nur das Marihuana den Herztod beschleunigt, während Gras total ungefährlich ist...?
Das wird ja scheinbar aber nicht herausgefunden, obwohl nach den Studien (s.o.) ja inzwischen gekifft wird, was das Gras hergibt. Nochmal: Die Wirkung von Alkohol ist bekannt. Demnach müsste mit den selben Argumenten weshalb Cannabis verboten ist (der vermuteten/bewiesen Schadwirkung sowie der Förderung der Abhängigkeit oder auch noch andere) Alkohol verboten werden. Da dies aber nicht geschieht (ob nun wegen einer Lobby, oder den vielen Verdienern am Alkoholkonsum kannst Du Dir aussuchen), müsste Cannabis imho legalisiert werden.
So wie die Alkoholika die man zu sich nimmt. Da gibt es Alkoholfreie Biere (mit unter 0,1% Alkoholgehalt) und so etwas wie Strohrum mit (stimmt das wirklich? kann das jemand bestätigen? |O) 80% Vol. Ich kenne niemanden der "sein Zeug" auf der Straße kauft und bin mir sicher, die meisten Konsumenten (zumindest die, die ich kenne) kennen sehr wohl die Dosierung ihres "farbigen Einwohners eines Vorderasiatischen Landes". ;-)
Aber beim Cannabis steht der Wirkungsgrad nicht auf Zehntel genau und kontrolliert auf der Packung. Es sei denn, Du kaufst Dein THC in der Apotheke - gibt's auch als Medikament, allerdings nur auf Rezept.
Es gibt halt keine Cannabis produzierende Industrie, die irgendwelche Messverfahren hätte, bzw. sich an Herstellungs-Normen halten könnte. Und das wird auch solange so bleiben, wie Cannabis illegal ist. Man könnte aber auch den Chemiestudenten um die Ecke fragen, ob er mal so zwischendurch den THC-Gehalt vom Eigenanbau analysiert.
Die Logik ist, lieber kalkuklierbare bekannte als unkalkulierbare unbekannte Risiken einzugehen. Mit Deiner Argumentation könnten wir auch Freilandversuche mit genetisch veränderten Pflanzen machen, mit dem Argument, man wisse ja nicht, was passieren könne, darum dürfe man es nicht verbieten.
Weil die Genetik ein relativ junger (Mendelsche Vererbungslehre mal außen vor gelassen; ich meinte molekulare Genetik ;) Zweig der Biologie ist, steckt ein (Groß?)teil der Forschung noch in den Kinderschuhen (siehe Problematik um Embryonenforschung und Klonung des Menschen). Hasch wird aber scheinbar von so vielen und auch seit ewiger Zeit geraucht, daß niemand behaupten kann Risiken und Nebenwirkungen wären unbekannt (vielleicht noch nicht auf zellularer Ebene). Ich bin mir sicher, viele Bürger glauben mehr über die Gefahren des Drogenmissbrauchs zu wissen (nicht zu glauben ;), als über die möglichen Gefahren bei Freilandversuchen mit genetisch veränderten Pflanzen (die im übrigen ja auch schon längst durchgeführt wurden und sicherlich noch werden http://www.rki.de/AKTUELL/PRARCHIV/ARCHIVPR.HTM?/PRESSE/PD/PD98/PD23_98.HTM&1)
Dein Vergleich hinkt also mehr als Bein-Godik. *SCNR* ;-)
Och... zu wissen glauben jede Menge Leute jede Menge Dinge.
So wie Du glaubst, man müsste Freilandversuche mit genetisch veränderten Pflanzen erst noch erlauben? Deiner Argumentationskette folgend unkalkulierbare Risiken werden schon längst eingegangen. Einigermaßen gut abschätzbare Risiken (durch Langzeitfeldversuche am Menschen) jedoch nicht. Das ist die von mir imho zurecht kritisierte Logik die dahinter steckt.
Fakt ist doch, daß die Riskiken und Nebenwirkungen des Cannabis-Konsums anscheinend auch von Dir unterschätzt werden. Die Süchtigen glauben immer, alles wäre unter Kontrolle.
Fakt ist ein Waschmittel[tm].
Ich hoffe du versuchst hier nicht anzudeuten, ich könnte haschsüchtig sein? Haschkonsum lenkt doch nur vom Saufen ab.
Seltsam finde ich das die Risiken des Saufens ständig von Dir ingoriert werden. Bist Du etwa abhängig? ;-þ
Spaß beiseite. Beides hat seine Risiken und Nebenwirkungen bei Missbrauch - Saufen wie Kiffen. Darauf könne wir uns sicherlich einigen, wenn Du einverstanden bist. Was ich aber immer noch nicht verstehe, ist der Grund, warum Alkohol legal, und Cannabis illegal sein soll (siehe auch Link unten)? Aber vielleicht bist Du ja geduldig mit mir, und erklärst es noch einmal.
Gruß Alex
P.S.: http://www.sucht.de/fakten/alkohol.htm
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