Hallo Fabian, hallo Suzanne,
finde es sehr interessant was ihr hier gepostet habt. Fabian, bin aber eher Suzanne's Meinung:
Wenn du begnadeter Architekt bist, solltest du Architektur studieren, auch wenn es viel zu viele Architekten gibt. Klingt paradox, ist es aber nicht.
Das ist absolut richtig. Ich wuerde auf jeden Fall das studieren was Dir Spass macht (bei mir wars Geschichte!!!) Denn Spass beim Studium zu haben ist Voraussetzung dafuer Dich waehrend des Studiums motivieren zu koennen! Die Faehigkeit, sich selbst waehrend des Studiums motivieren zu koennen, ist IMHO ueberaus wichtig. Den Arsch hochkriegen...nach 5 Jahren an der Uni will man da wirklich weg! (Schont auch das Staatssaeckel)
Das ist das Allerwichtigste:
- An der Uni lernt man, wissenschaftlich zu arbeiten. D.h. man eignet sich eine methodische Arbeitsweise an, die hoechsten Anspruechen genuegt. Das ist IMHO die Essenz des Studiums, egal welcher Fachrichtung.
- sog. Softskills, d.h. zusaetzliche Erfahrung in vielen Gebieten. Kein Personalchef will Fachidioten, sondern Leute mit zusaetzlichem breiten Wissen. Praktika waehrend des Studiums sind unabdingbar (mind. eins pro Jahr bei unterschiedlichen Companies, auch wg. Kontakten).
Ich denke, eine wichtige beruflich Qualifikation ist Flexibilität und Spaß daran zu haben, sich in neue Dinge einzuarbeiten.
Ich habe das Gefuehl, das viele Studenten glauben, nach der Uni haben sie ihre Ziele erreicht, alles wichtige gelernt, kriegen jetzt ihren gut bezahlten Job und koennen sich zuruecklehnen....Fehlanzeige!
Lernen und Arbeiten faengt jetzt erst richtig an! Das Wissen aus dem Studium kannst Du dann vergessen - Neustart from the scratch (jobrelevantes Wissen anhaeufen)!
Und es kann wirklich sehr viel Spass machen, etwas neues zu lernen und sich in neue Projekte einzuarbeiten.
Quereinsteiger haben ueberall gute Chancen. Und glaube nicht, dass Du nach dem Studium einen Job anfaengst, den Du fuer den Rest Deines Lebens machst....und dann wahrscheinlich auch noch genau das, was Du studiert hast. Zu 75% wirst Du im Laufe Deiner Karriere in einem anderen Gebiet landen.
Klar. Aber das heißt nicht, sich in jeden neuen Hype zu werfen. Die inefizienten Leute, die sich ranschmeißen werden nämlich am Ende des Hypes wieder abgeschnitten ;-)
Versuche mit Deinem vielfaeltigen Wissen zu glaenzen, zeige Einsatz (nicht die 8-17 h inkl eine Stunde Mittagspause, dann den-Hammer-fallen-lassen-Mentalitaet), dann bekommst und behaelst Du Deinen Job wahrscheinlich auch waehrend der Rezession. Work hard - play hard.
Gruss,
Tobi